Schumacher: "Ereignislos" zu den ersten Saisonpunkten
08. August 2010 - 20:08 Uhr
Quelle: motorsport-total.com
Ralf Schumacher konnte als Sechster auf dem Nürburgring endlich punkten: Jetzt hofft der Mercedes-Pilot, in der Zukunft auf dieses Wochenende aufbauen zu können
Ralf Schumacher holte auf dem Nürburgring seine ersten Saisonpunkte
(Motorsport-Total.com) - Im fünften Saisonrennen hat Ralf Schumacher seine lang ersehnten ersten Punkte des Jahres eingefahren. Der Mercedes-Pilot beendete das Rennen auf dem Nürburgring als Sechster. Nicht nur das freut ihn, sondern auch die Tatsache, dass seine Teamkollegen Bruno Spengler, Paul Di Resta und Gary Paffett einen Dreifachsieg für die Marke mit dem Stern einfahren konnten.
"Speziell für meine Teamkollegen lief es super, auch für mich war es okay", lautet Schumachers Eifel-Fazit. "Ich habe die Punkte erreicht. Ich denke, in den vergangenen Jahren sah das Ganze noch nicht ganz so gut aus für Mercedes. Dieses Jahr haben wir das umgedreht. Das zeigt, dass das Team aus den kleinen Möglichkeiten, die wir hatten, einen guten Job gemacht hat. Das ist natürlich die Hauptsache.
Die Startphase überstand Schumacher unbeschadet, er konnte seinen sechsten Platz halten. "Danach war es relativ ereignislos für mich. Ich bin mein Rennen zwischen Jamie Green und Mattias Ekström gefahren", berichtet er weiter. Gegen Ende konnte er Druck auf den fünftplatzierten Mercedes-Jahreswagenpilot Green machen, sah dann aber von einem waghalsigen Überholmanöver ab: "Vom Speed her war es okay. Aber drei Runden vor Schluss ist es sehr schwierig. Es sei denn, der andere macht einen Fehler.Da wir Teamkollegen sind, macht man das mit Maß und Ziel."
Kein Problem sei es gewesen, Polesitter Mattias Ekström das ganze Rennen über hinter sich zu halten. "Der war heute im Rennen auch nicht wirklich schnell. Ich muss sagen: Von Audi-Seite der Einzige, der heute halbwegs schnell war, war Timo Scheider. Den Rest haben wir heute bestimmt."
Nach Startplatz sechs in der Qualifikation holte Schumacher nun also auch Platz sechs im Rennen. Die Richtung scheint also zu stimmen. "Ich denke schon, dass ich jetzt alles in allem besser aussehe und näher an meinen Teamkollegen dran bin als es zuvor der Fall war", analysiert er. "Von daher bin ich recht zufrieden. Jetzt muss man einfach darauf aufbauen und schauen was die Zukunft bringt. Zandvoort wird sicherlich nicht leicht. Das ist eine Strecke, die mir bisher noch nie gelegen ist. Aber schauen wir mal."
Schumacher und die Arbeit im "Fieberbereich"
13. Juli 2010 - 10:43 Uhr
Quelle: motorsport-total.com
Mercedes-Star Ralf Schumacher erklärt, wie der Wohlfühlfaktor im Auto wirkt und warum man beim Setup an Grenzen stoßen kann
Ralf Schumacher verbaute sich seine große Podestchance selbst
Ralf Schumacher hat sich am Norisring mit einem Paukenschlag an der DTM-Spitze gemeldet. Zur großen Überraschung vieler Beobachter fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot am Samstag sensationell auf die Pole-Position. Dass er sich die gute Ausgangsposition mit einem Frühstart zerstörte, war das traurige Kapitel des Wochenendes in Nürnberg. Dennoch rückt der Kerpener positive Aspekte in den Vordergrund.
Man sei bei der Suche nach einem passenden Setup am Norisring einen etwas anderen Weg gegangen. "Mancher mag Übersteuern, ein anderer Untersteuern. Es gibt Leute, die mögen ein Auto, das auf der Bremse ruhig etwas nervös werden kann, andere kommen damit gar nicht zurecht", schildert Schumacher. "Es ist eben so, dass solch ein Auto mal zu dem einen Fahrer passt und zu einem anderen eben nicht."
Am Norisring waren Schumacher und seine Mercedes C-Klasse eine Einheit. Das lag vor allem auch daran, dass das Grundsetup von HWA in diesem Fall perfekt zum Fahrstil des Mercedes-Stars passte. "In der DTM geht es um Nuancen. Wenn du dich auch nur ein klein wenig wohler fühlst, dann kannst du zwei Meter später bremsen, einen Hauch schneller durch die Ecken rollen. Das macht in jeder Kurve ein paar Tausendstelsekunden aus, insgesamt kommen dann schnell mal ein bis zwei Zehntelsekunden zusammen."
Die Hitze am Norisring machte allen Piloten zu schaffen. In den DTM-Boliden gibt es keine Klimaanlage, im Gegensatz zu Le-Mans-Prototypen, bei denen die Innenraumtemperatur niemals zehn Grad höher als die Außentemperatur sein darf. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass bei Hitze die Leistung mal etwas nachlässt, ohne das man das selbst wahrnimmt", so Schumacher. "Du arbeitest im Fieberbereich über eine Stunde lang. So muss man das mal sehen. Aber das Adrenalin blendet vieles aus. Es ist die Frage, ob so etwas auf Dauer gesund ist. Zum Glück ist es nicht immer so heiß."
Schumacher dachte: "Ich Arschloch"
04. Juli 2010 - 18:02 Uhr
Quelle:motorsport-total.com
Ralf Schumacher ärgert sich immer noch über seinen Fehler am Start, der alles zunichte gemacht hat: Der Sieg am Norisring wäre realistisch möglich gewesen
Ralf Schumacher ärgert sich immer noch, und zwar über sich selbst. Am Norisring hatte er mit der Pole-Position die allerbeste Ausgangslage, doch alle seine Chancen waren schon dahin, bevor die Startampel überhaupt aus war. "Unter Rot habe ich mich beim Finden des Schleifpunkts finden ein bisschen bewegt", berichtet der Mercedes-Pilot.
Das ist zwar kein Frühstart und Schumacher hatte dadurch keinen Vorteil, doch das Reglement sieht auch für dieses Zucken eine Durchfahrtsstrafe vor. Er drehte eine schnellste Runde nach der anderen und führte das Rennen an, bis er nach dem siebten Umlauf seine Strafe absolvierte. Danach kehrte er als Letzter auf die Strecke zurück und musste das Feld von hinten aufrollen.
"Ich war selbst schuld", bekennt Schumacher. Er vermutet, dass er beim Suchen des Schleifpunkts zu sehr am Limit war. Als seine C-Klasse sich leicht bewegt, war ihm auch klar, dass sein Rennen ruiniert war. Was war sein erster Gedanke? "'Ich Arschloch' habe ich mir gedacht... und der Gedanke hat sich noch nicht verändert. Er ist noch immer der gleiche." An einer Art Nervosität, weil er das erste Mal auf der DTM-Pole stand, habe es aber nicht gelegen: "Dafür bin ich zu lange dabei. Es war einfach pure Dummheit."
Er wusste in diesem Moment auch, dass er eine Durchfahrtsstrafe bekommen wird. "Ich habe noch gehofft: 'Okay, vielleicht merkt es keiner'", sagt er und muss doch ein wenig lachen. "Aber dann habe ich im Monitor an der Straße die Genugtuung unserer Konkurrenz gesehen, als man es gemerkt hat. Aber so ist das halt nun einmal im Leben."
"Es ist extrem schade, vor allem ärgert es mich extrem für mein Team. Denn man hat in den ersten Runden gesehen, dass heute eventuell ein Podest oder ein Punkteplatz möglich gewesen wäre. Um das mal dezent auszudrücken, glaube ich, dass ich hätte heute sogar das Rennen gewinnen können. Naja, aber den Mist habe ich halt selbst gebaut und das ärgert mich gerade extrem."
Vom letzten Platz aus startete Schumacher eine Aufholjagd, ihm gelangen mehrere Überholmanöver, aber weiter als bis auf Rang elf kam er nicht mehr nach vorn. "Das war Schadensbegrenzung, aber eigentlich ein Schaden, den man nicht mehr begrenzen kann", sagt er über sein Rennen nach der Durchfahrtsstrafe. "Ich habe halt einfach versucht, so weit wie möglich nach vorn zu fahren, es ist mir zwar nicht so wirklich gelungen, aber mehr ging halt nicht."
Aber zumindest hatte er dabei ein bisschen Spaß: "Das eine oder andere Überholmanöver war witzig, das Auto war an sich sehr schön zu fahren, also das Rennen hat schon Spaß gemacht - nur an der falschen Stelle", seufzt Schumacher.
Seine C-Klasse sei "wirklich extrem gut gewesen", berichtet er weiter. "Aber deswegen ist die Enttäuschung umso größer, dass ich nicht in der Lage war, ordentlich loszufahren. Ich denke, dass es nach den ersten Runden selbsterklärend war, dass der Sieg heute möglich gewesen wäre. Ich bin ja nicht umsonst vorn direkt mal weggefahren. Das hätte heute funktionieren können. Das frustriert natürlich umso mehr, weil die Mannschaft es sicherlich verdient hätte, dass wir heute hier gewonnen hätten. Mercedes als Marke hat es, aber das neue Auto war heute definitiv besser."
Der Norisring hat zwar einen ganz eigenen Charakter, von daher kann Schumacher keine wirklichen Aussagen treffen, ob er seine Probleme vom Saisonanfang in den Griff bekommen hat. Aber grundsätzlich sei es so, "dass vom ersten Moment an alles sehr gut war, sehr gut gelaufen ist und dass ich sicherlich bei den Schnellsten dabei war, wenn nicht sogar der Schnellste war im Rennen. Das ist schon einmal ein sehr schönes Fazit. Aber: Wegfahren muss man auch noch können."
Jetzt hofft er, dass sich ihm eine solche Chance erneut bietet. "Ein One-Off wäre enttäuschend. Wir werden daran arbeiten, mal schauen, was da so möglich ist", kündigt er an. "Und ich werde alles daran setzen, dass ich das noch einmal wiederholen kann. Speziell für die Jungs, die an meinem Auto sind, denn die hätten heute mehr verdient."
Schumacher: Happy und überrascht zugleich
Ralf Schumacher hat in der Qualifikation auf dem Norisring für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Mercedes-Pilot holte sich die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. Nach den misslungenen ersten drei Qualifikationen dieser Saison hatte er zwar gehofft, dass es auf dem Nürnberger Stadtkurs besser läuft - dass dabei gleich die Pole rausspringt, damit hätte der 35-Jährige aber selbst nicht gerechnet.
"Natürlich bin ich sehr happy, ich bin auch zugleich etwas überrascht", bestätigt er lächelnd. Der Norisring war zwar schon in der Vergangenheit ein Kurs, auf dem es ganz gut für ihn lief, so holte er hier 2009 mit Platz sechs sein bisher bestes DTM-Ergebnis. Aber: "Mit der Pole-Position häte ich ganz sicher nicht gerechnet. Dass ich gleich Erster werde, damit habe ich nicht gerechnet, aber es freut mich natürlich umso mehr für mein Team, das wirklich eine schwere Zeit mit mir durchgemacht hat."
"Das ist jetzt wenigstens ein bisschen eine Belohnung, auch wenn es keine Punkte dafür gibt", fährt er fort. "Trotzdem bin ich sehr, sehr happy und den Jungs zu großem Dank verpflichtet. Der Auftakt in die Saison war ziemlich hart, das vergangene Jahr war recht durchschnittlich, aber sie haben mich nie hängenlassen, sie haben mich weiter gepusht und von daher ist da jetzt sehr gut."
Bereits in den beiden Trainingssitzungen war Schumacher ganz gut unterwegs, entsprechend setzte er sich die Ziele für die Qualifikation. "Ich hatte erwartet, dass ich irgendwo in den Top 10 bin", berichtet er. "Als ich es in die Top 8 geschafft hatte, war ich schon ziemlich glücklich. Ich habe ein paar gute Runden zusammengebracht, mit denen ich es gerade so in Q4 geschafft habe."
Der Mercedes-Pilot musste im Shootout der letzten Vier als Erster auf die Strecke. "Dort ging es dann nur noch darum, eine möglichst saubere Runde hinzulegen. Sie hat sich gar nicht so toll angefühlt, aber war einfach ein bisschen besser als die der anderen", so Schumacher, dessen Zeit von 48.721 Minuten von keinem unterboten werden konnte.
Warum ihm ausgerechnet der Norisring so gut liegt, kann Schumacher selbst nicht ganz erklären. "Vielleicht liegt es daran, dass es nur vier Kurven gibt", sagt er lachend. "Es ist ein Stadtkurs und ich habe Stadtkurse schon immer gemocht. Dieser hier ist zwar an manchen Stellen nicht besonders eng, an anderen Stellen ist es aber wegen der Bodenwellen recht schwierig, das Auto richtig abzubremsen und gerade zu halten. Man hat hohen Speed und muss dann in den ersten Gang runterbremsen und das bei relativ wenig Downforce. Vielleicht kommt das meinem Fahrstil entgegen."
Mercedes hatte in diesem Qualifying wieder die Oberhand vor Rivale Audi. Die Stuttgarter holten mit Schumacher, Bruno Spengler und Jamie Green eine Dreifachpole, obwohl Audi vom Topspeed her schneller war. Doch Topspeed ist in Nürnberg im Kampf um die schnellste Runde nicht entscheidend. "Im Qualifying geht es um die Balance, jetzt müssen wir mal abwarten, wie es morgen im Rennen ausschaut. Das Rennen ist wieder eine andere Geschichte", weiß er. "Man muss da versuchen, jemand hinter sich zu halten. Aber für den Moment scheinen wir die richtige Lösung gefunden zu haben."
Mit der Pole-Position hat Schumacher die beste Ausgangslage für das morgige Rennen. Dennoch fallen seine Erwartungen bescheiden aus: "Für heute bin ich erst einmal richtig zufrieden. Morgen möchte ich daraus natürlich ein gutes Rennergebnis machen. Aber in der ersten Kurve kann alles passieren. Man braucht einfach einen sauberen Start und wenn ich es schaffe, auf dem Podium zu sein und Punkte zu holen, dann bin ich wirklich happy."
Mercedes-Fahrer Ralf Schumacher kommt einfach nicht in Fahrt und spricht darüber, in welchen Bereichen seine DTM-Rivalen ihre Vorteile haben
(Motorsport-Total.com) - Bereits seit 2008 ist Ralf Schumacher in der DTM unterwegs, doch noch wartet der deutsche Rennfahrer auf den großen Durchbruch. Seinen bislang zwölf Punkten konnte Schumacher in den beiden Auftaktrennen dieser Saison noch keine weiteren hinzufügen und gesteht: Mit der C-Klasse aus dem Hause Mercedes wird er nicht warm. Schumacher rätselt, was die Konkurrenz besser macht.
"Ich habe mich schon im vergangenen Jahr mit dem Auto schwer getan und tue mich auch jetzt wieder schwer", gibt der 34-Jährige nach Valencia zu Protokoll. "Ich habe versucht, meinen Fahrstil zu ändern. Das hat bedingt geklappt, aber scheinbar halt nicht gut genug. Das müssen wir uns noch einmal genau anschauen", meint der frühere Formel-1-Fahrer. Doch das ist nicht so einfach.
In der "Königsklasse" konnte man den Problemen der Piloten mit einer Heerschar von Ingenieuren zuleibe rücken, in der DTM "ist es ein bisschen anders", wie Schumacher erfahren hat. "Grundsätzlich bekommt der Fahrer ein Auto und muss sich damit irgendwie zurechtfinden. Das Fahrzeug hat ein Grundprinzip und damit sind die anderen schnell. Dementsprechend weicht man davon nicht ab." "Vom Fahrer wird halt verlangt, dass er sich darauf einstellt", sagt Schumacher - und genau daran hapert es beim Deutschen. "Für mich ist noch nicht ersichtlich, warum das so ist. Man sieht zwar an den Daten, wo es mir fehlt", aber das Sehen und das Umsetzen seien dann doch zwei Paar Stiefel, wie Schumacher erläutert. Was ist also das Geheimnis der schnelleren Mercedes-Markenkollegen?
Schumacher versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen: Wüsste er um die Kniffe seiner Rivalen Bescheid, "würde ich nichts anderes machen", so der 34-Jährige. Aus den umfangreichen Daten sei zwar ersichtlich, wie die Markenkollegen lenken, "nur siehst du dabei halt nicht, ab welchem Zeitpunkt sie damit anfangen", meint Schumacher. "Du kannst nur erkennen, dass sie so oder so einlenken."
DTM - Ralf Schumacher in Sport im Dritten Viel zu erzählen
Ralf Schumacher ist am Sonntag in der Sendung "Sport im Dritten" im SWR zu Gast. Er spricht über seinen Bruder, die DTM und die Formel 1.
Mercedes-Pilot Ralf Schumacher tritt am Sonntag, 10. Januar 2010 als Studiogast in der TV-Sendung "Sport im Dritten" auf. Die Sendung wird von 21:45 Uhr bis 22:35 Uhr mit Moderator Johannes Seemüller live aus dem Studio in Stuttgart gesendet.
In "Sport im Dritten" blickt Schumacher unter anderem auf seine beiden DTM-Jahre zurück, spricht über das Formel 1-Comeback seines Bruders Michael beim neuen Mercedes Formel 1-Team und gibt eine erste Einschätzung für die neue Formel 1-Saison 2010 ab, in der Michael Schumacher und Nico Rosberg für Mercedes GP an den Start gehen.
Ralf Schumacher hat seit der Saison 2008 21 DTM-Rennen für Mercedes-Benz bestritten. Zwischen 1997 und 2007 absolvierte er 180 Formel 1 Grand Prix. Mit sechs Grand Prix-Siegen ist er der zweiterfolgreichste deutsche Formel 1-Pilot hinter seinem Bruder Michael Schumacher.
Quelle: motorsportmagazin.com
Sport-Stars treffen sich in Oberstdorf Hannawald erklärt Schumacher Skispringen
29.12.2009 - 19:28 UHR
Oberstdorf, das feine Parkhotel, Dienstag um halb zwei. Zwei deutsche Sport-Größen treffen sich zum Mittagessen.
Aktuell
DTM-Star Ralf Schumacher (35) und Ex-Skisprung-Held Sven Hannawald (35) plaudern eineinhalb Stunden bei Bandnudeln und Wasser. Traf sich gut, denn Hanni wird ab April Motorsportler und fährt beim ADAC GT Masters (BILD berichtete exklusiv). Schumacher zu Hannawald: „Das ist ein guter Start, um zu lernen.“ Dann flachste er: „Sven ist ja auch noch zu jung, um nix zu tun.“
Dann fuhren die beiden zur Oberstdorfer Schanze – dort erklärte Hanni Schumi II das Skispringen.
Schumachers Fazit: "Im Ganzen zufrieden"
01. November 2009 - 11:42 Uhr
Ralf Schumacher hat in seiner zweiten DTM-Saison zwar nicht die erhofften Ergebnisse geholt, doch genauer betrachtet hatte er auch eine ganze Menge Pech
Ralf Schumacher fühlt sich in der DTM inzwischen richtig zu Hause
(Motorsport-Total.com) - Während sein Teamkollege Gary Paffett mit der aktuellen C-Klasse in der vergangenen Saison vier Siege holte und bis zum Schluss um den Titel kämpfte, musste sich Ralf Schumacher mit einer geringeren Ausbeute zufrieden geben. Der 34-Jährige beendete sein zweites DTM-Jahr - sein erstes im Mercedes-Neuwagen - mit neun Punkten auf dem elften Gesamtrang. Sein bestes Ergebnis war Platz fünf in Dijon.
"Was die reinen Ergebnisse angeht, hätte es besser sein können", räumt Schumacher ein. Doch er betont: "Wenn man mal genauer hinschaut und sich die Punkte ansieht, die vielleicht drin gewesen wären, wenn es nicht irgendwelche Probleme gegeben hätte, dann bin ich eigentlich im Ganzen zufrieden. Ich muss auch eines sagen: Das Team hat einen super Job gemacht, hat mich immer unterstützt und mir wirklich ein gutes Auto gegeben."
Probleme und Zwischenfälle gab es für Schumacher in dieser Saison tatsächlich viele. Es ging schon beim Saisonauftakt in Hockenheim los, wo er von Startplatz sechs ins Rennen ging, dann aber in der ersten Runde Paffetts Motorhaube auf das Dach bekam und erst einmal in die Box abbiegen musste, wo seine C-Klasse wieder ausgebeult wurde. Schumacher rollte das Feld von hinten auf, wurde dabei aber auch noch von Katherine Legge umgedreht. Trotzdem fuhr er als Neunter nur knapp an den Punkten vorbei.
Beim Auftakt in Hockenheim wurde er von Katherine Legge umgedreht
Am zweiten Rennwochenende am EuroSpeedway Lausitz musste Schumacher unverschuldet vom letzten Startplatz starten. Weil sein Motor im freien Training am Samstagvormittag nicht rund lief, entschied das Team, den Motor zu wechseln, das Auto gleich für das Rennen vorzubereiten und deshalb auf das Qualifying zu verzichten. Von P19 aus hielt er sich umsichtig aus allen Zwistigkeiten heraus und wurde im Rennen Zehnter.
Am Norisring hatte er in der Qualifikation schon den Einzug in Q4 geschafft, doch als er sich auf das Shooutout der letzten vier vorbereitete, wurde er zurückgepfiffen. Sein Team hatte sich in Q3 verzählt: Ebenso wie seine Markenkollegen Maro Engel und Jamie Green wurde er zu oft auf die Strecke geschickt. Deshalb wurden ihre Zeiten aus Q3 gestrichen und Schumacher musste von Startplatz acht aus ins Rennen gehen. Als Sechster holte er dann seine ersten drei Saisonpunkte.
Am Norisring und in Zandvoort gab es Diskussionsbedarf mit dem Team
Am nächsten Rennwochenende in Zandvoort passierte das nächste Missgeschick: Diesmal wurde Schumacher in Q1 für seinen letzten Versuch zu spät auf die Strecke geschickt, er konnte seine Zeit nicht mehr verbessern und fand sich auf dem letzten Startplatz wieder. Von dort aus wurde er im Rennen Zehnter.
In Oschersleben schaffte es von den Mercedes-Neuwagenpiloten nur Bruno Spengler in Q3, Schumacher stand auf Startplatz 14 und wurde Elfter. Am Nürburgring gab es im Qualifying in Q1 Probleme mit dem zweiten Reifensatz. Die Folge war Startplatz 15, aus dem Schumacher im Rennen Platz sieben und damit zwei Punkte machte.
In Brands Hatch lag es wirklich an Schumacher, dass mehr als Platz neun im Rennen nicht drin war. Mit der Strecke komme er einfach nicht zurecht, räumte er in England ein. In Barcelona hatte er im Qualifying Platz elf geholt, doch dann musste zum zweiten Mal in dieser Saison sein Motor gewechselt werden. damit wurde Schumacher wieder auf den letzten Startplatz zurückversetzt. Das Rennen beendete er auf Platz 13.
Beim Finale in Hockenheim verzeichnete er den einzigen Ausfall der Saison
Was drin wäre, wenn es einmal keine Probleme gibt, zeigte Schumacher in Dijon, wo er Startplatz sechs holte und im Rennen Fünfter wurde. Doch beim Finale in Hockenheim gab es wieder Sorgen: Im Qualifying hatte er so starke Vibrationen am Auto, dass er nichts mehr sah. Im "Blindflug" holte er noch Startplatz elf. Doch das Rennen war für ihn in der zweiten Runde beendet. In der ersten Runde wurde er im Getümmel in der Spitzkehre so getroffen, dass sich einen Umlauf später seine Motorhaube verabschiedete und er seine C-Klasse in der Wiese abstellen musste. Es war Schumachers einziger Ausfall in dieser Saison.
Insgesamt hat er in den Rennen 26 Plätze gut gemacht - dass es häufig nicht für Punkte gereicht hat, liegt auch daran, dass er das Feld so oft von hinten aufrollen musste. "Wichtig war mir, dass ich in den letzten Rennen immer beim Speed meiner Teamkollegen war", betont Schumacher. "Das ist mir teilweise gelungen, teilweise war ich auch besser als meine Teamkollegen. Von daher bin ich da schonmal dran." Er könne sich jetzt "in das Auto reinsetzen und relativ gute Rundenzeiten fahren", so der Mercedes-Pilot: "So langsam fühle ich mich da zu Hause."
Zukunftsentscheidung erst im neuen Jahr
Gegenüber 'Motorsport-Total.com' erläutert Schumacher näher, in welchen Bereichen er sich in dieser Saison verbessert hat: "Es ist grundsätzlich so, dass ich am Anfang noch ein bisschen Schwierigkeiten hatte, weil das 2009er-Auto wieder einen Fahrstil gebraucht hat, der mir nicht so entgegenkam. Man musste sich einfach ein bisschen zurückhalten. Ich habe einfach eine Zeit gebraucht, bis ich das verinnerlicht hatte und das auch eine Symbiose gab."
"Es ist definitiv besser geworden. Meine Probleme waren, dass ich immer später bremsen wollte, als das Auto konnte - aus Gewohnheit", fährt er fort. "Aber das habe ich jetzt besser im Griff." Speziell in den letzten Rennen sei er sehr gut zurechtgekommen: "Leider Gottes kamen dabei nicht immer die Ergebnisse raus, die es hätten sein können."
Mit der Entscheidung, ob er weiterfährt, werden Schumacher und Mercedes sich noch Zeit lassen. Im Januar oder Februar wolle man sich zusammensetzen und über eine mögliche Vertragsverlängerung sprechen. "Es ist so, dass beide Seiten gern zusammenarbeiten. Natürlich macht es mir Spaß, auch jetzt, wo es immer besser läuft", sagt er. "Sollte ich weiterfahren, werde ich sicher - mit der Erfahrung, die man im Winter sammeln kann - noch näher herankommen. Hoffentlich kann ich dann im nächsten Jahr da anfangen, wo ich jetzt aufgehört habe - oder noch ein bisschen besser."
Am 18. November präsentiert Lanz das ZDF-Promi-Quiz «Gut zu wissen» für die Welthungerhilfe. Sechs Prominente treten in Zweier- Rateteams gegeneinander an. «Wir waren mal auf dem besten Weg, den Hunger in den Griff zu kriegen. Doch plötzlich hungern wieder eine Milliarde Menschen», meinte Lanz. Über die Gründe könne man streiten. «Nur: ignorieren können wir das nicht. Es ist beschämend.» Vor allem durch den Klimawandel werde sich das Problem verschärfen.
In seinem Quiz will Lanz seine Promi-Gäste knifflige und unterhaltsame Fragen stellen. Ziel sei es, möglichst viel Geld für die vorgestellten Hilfsprojekte zu erspielen. Mit dabei sind Rennfahrer und Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, ARD-Moderator Andy Borg («Musikantenstadl») sowie die ZDF- Moderatorinnen Andrea Kiewel («Fernsehgarten«), Katrin-Müller Hohenstein («ZDF-Sportstudio») und Barbara Hahlweg («heute»).
Im vergangenen Jahr hatte die Lanz-Sendung Spenden in Höhe von zwei Millionen Euro eingespielt. Das Geld wird für Hilfsprojekte der Welthungerhilfe in Afrika, Lateinamerika und Asien verwendet. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, ist Lanz Anfang Oktober nach Kenia gereist und hat sich über die dortige Dürrekatastrophe bei den Massai-Nomaden informiert. (Internet: www.starvisit.de; www.welthungerhilfe.de) [Burda Medienpark]: Am Kestendamm 1, 77652 Offenburg
Ralf Schumacher über seine neue Rolle als Teamchef
23. Oktober 2009 - 19:30 Uhr
Die neue GP3-Serie wird 2010 einen prominenten Teamchef bekommen: Ralf Schumacher und Peter Mücke machen bei Mücke Motorsport "Halbe-Halbe"
Ralf Schumacher wird künftig auch an der Boxenmauer fungieren
(Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher wird im kommenden Jahr eine ganz neue Rolle an der Boxenmauer einnehmen: Im neuen GP3-Team von Mücke Motorsports wird der 34-Jährige eine tragende Rolle einnehmen, und gemeinsam mit Teambesitzer Peter Mücke die Mannschaft leiten. "Wir machen es Halbe-Halbe", bestätigte der ehemalige Formel-1-Pilot und jetzige Mercedes-DTM-Fahrer in Hockenheim.
Drei GP3-Autos will das Gespann Mücke/Schumacher 2010 aufbieten, Piloten wurden bisher noch keine nominiert. Ein aktiver GP3-Pilot Schumacher ist dabei auch zu Testzwecken nicht geplant. "Ich hoffe, dass die drei Piloten, die wir aussuchen werden, das alleine können", sagt er dazu schmunzelnd.
Für Schumacher geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. "Es war schon zu meiner Formel-1-Zeit so, dass ich das immer machen wollte", berichtete der DTM-Pilot, der durch seinen neuen Job aber keine Terminkonflikte erwartet.
"Es ist nur deshalb möglich, weil ich es bei Mücke ohne Probleme machen kann, selbst wenn ich nächstes Jahr weiterfahren sollte. Weil ich meine Priorität, außer an den acht Rennwochenenden, an denen ich vor Ort bin, auf der DTM lassen kann. Die Struktur bei Mücke ist so gut, dass das überhaupt kein Problem ist", so der Neo-Teamchef.
In der Diskussion war diese Kooperation schon länger: "Wir haben darüber gesprochen, weil Peter wusste, dass ich etwas Eigenes machen wollte. Aber eben nicht in eine bestehende Serie einsteigen wollte, weil man da einfach zu wenig Erfahrung hat. Und wenn ich etwas mache, dann soll es bitteschön auch erfolgreich sein, wenn es irgendwie möglich ist."
Diese Chance sieht das prominente Teamchef-Gespann nun in der neuen GP3. Schumacher weiß: "Auch für Mücke ist es eine Gelegenheit, sich auf breitere Füße zu stellen. Von daher hat es für beide eben Sinn gemacht." In der Tat: Die GP3 ist nach der DTM, der Formel-3-Euroserie, der Formel BMW Europa und der ADAC-Formel-Masters bereits die fünfte Serie, in der die Berliner mitmischen.
Nachwuchs im Umfeld der Formel 1
Schumacher unterstützt auch die Idee einer weiteren Nachwuchsserie im Unterbau der Formel 1: "Wenn ich sie nicht gut finden würde, hätte ich mich sicherlich nicht engagiert. Es gibt halt einfach gewisse Rahmenbedingungen vom Reglement her, die meiner Meinung nach sinnvoll für solche Nachwuchsserien sind. Dass man es weitestgehend eingrenzt, um sicherzustellen, dass wirklich der Fahrer vorne ist, der schnell ist und nicht der, der das größte Budget hat. Das ist bei solchen Serien immer gut."
Natürlich sei die GP3 "Neuland", weiß Schumacher: "Man wird erst in ein paar Jahren sagen können, ob es das Richtige war oder nicht. Aber die GP2 hat sich ja auch als gute Serie herauskristallisiert und alle die, die dort schnell waren, waren danach in der Formel 1 auch schnell."
Ein weiterer großer Vorteil der GP3-Serie ist die Nähe zum Umfeld Formel 1: "Auch für junge Fahrer ist es keine schlechte Vorbereitung, die europäischen Strecken der Formel 1 kennenzulernen. Man fährt im Rahmen der Formel 1, von der es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass sie jemals sterben wird. Da hat man einfach einen starken Rahmen, in dem man mitfahren kann, und wo man sich auch leichter tut, solche Teams durchzufinanzieren."
GP3 und Formel 3 schließen sich nicht aus
Peter Mücke und Ralf Schumacher teilen sich die Arbeit "Halbe-Halbe"
Analog zur Kombination Formel-3-Euroserie/DTM natürlich. Wobei sich die Euroserie und die GP3 nach Schumachers Ansicht auch nicht ausschließen: "Es wird sich zeigen, wer sich wo etabliert. Ich denke, dass beide Serien eine Daseinsberechtigung haben, auch weil es verschiedene Ansätze sind."
"Wenn einer im ersten Jahr Formel 3 gefahren ist, kann er genauso danach in die GP3 gehen, weil er sagt: 'Okay, ich will ein Jahr GP2 sparen und gegebenenfalls jetzt schon das Umfeld kennenlernen.' Diese Szenarien kann es geben", fährt er fort. "Ich denke, dass das GP3-Auto einfach noch eine Stufe schneller sein wird. Das ist klar und das muss auch so sein."
Schumachers Karriere hatte die Formel 3 als wesentliche Zwischenstation für seine späteren Formel-1-Erfolge. Nun kann der Kontakt mit der Königklasse noch früher stattfinden als zu seiner Zeit: "Ich bin halt einfach der Meinung: Wenn man in die Formel 1 will, dann tut man sich leichter, je früher man im Umfeld der Formel 1 anfängt." Noch dazu, wenn die neue GP3 "nicht einmal teurer als die Formel 3 ist. Ganz im Gegenteil, wenn ich sehe, was manche so aufrufen."
Die Optik des GP3-Boliden findet Ralf Schumacher schon einmal "ansprechend"
Der 280 PS-starke GP3-Bolide mit Renault-Power und einem Dallara-Chassis ist jedenfalls "optisch ein sehr ansprechendes Auto. Weil es von Dallara kommt, sind auch keine großen Probleme zu erwarten. Ich glaube, dass es eine gute Sache wird, aber das muss man einfach abwarten. Viele waren damals skeptisch, als die Formel 3000 eingestampft und die GP2 ins Leben gerufen wurde."
Für ihn selbst ist die Rolle des Teamchefs eine ganz neue Herausforderung. Die notwendige Geduld sieht er dabei nicht unbedingt als eine seiner Stärken. "Also geduldig bin ich sicher nicht", erklärt Schumacher mit einem Lächeln. "Das ist eine Eigenschaft, die ich sicher nicht habe. Ich bin geduldiger geworden. Aber ich habe immer gesagt, dass ich dem Motorsport in irgendeiner Form verbunden bleiben möchte und da passt das sicherlich ins Konzept."
Und weiter: "In diesem Bereich und im Umfeld der Formel 1 mit einem so erfahrenen Mann wie Peter Mücke zusammenzuarbeiten, ist natürlich eine sehr interessante Herausforderung, bei der ich meinerseits viel lernen kann und auf der anderen Seite auch viel von meiner Erfahrung beisteuern kann. Alles andere, was dann in Zukunft passiert, muss man mal abwarten."
Quelle: motorsport.total.com
Ralf Schumacher: Podium bleibt das Ziel
13. August 2009 - 17:11 Uhr
Trotz durchwachsener Ergebnisse fühlt sich Ralf Schumacher im 2009er-Auto immer wohler - Laut Norbert Haug schon am Norisring "podiumsfähig"
(Motorsport-Total.com) - In seinem zweiten Jahr in der DTM verzeichnet Ralf Schumacher einen Aufwärtstrend - auch wenn seine Ergebnisse noch eine andere Sprache sprechen. In seiner ersten Saison im Neuwagen hat er es bisher auf drei Punkte gebracht, am Norisring wurde er Sechster. Ansonsten ging er leer aus, während seine Teamkollegen Gary Paffett, Bruno Spengler und auch Paul Di Resta mitten im Titelkampf stecken.
"Die Ergebnisse wirken nach außen sicher schwach, aber vom Speed her komme ich doch immer besser in Tritt und von daher bin ich auch recht optimistisch", sagte Schumacher der 'dpa'. Deshalb hält er es für möglich, "dass ich auf das Podium fahren kann." Einen Sieg würde er sich natürlich auch wünschen, doch in dieser Saison wäre er damit zufrieden, wenn es für die Top3 reichen würde.
Man muss Schumacher jedoch zu Gute halten, dass er in einigen der bisherigen Saisonrennen schon mit denkbar schlechten Voraussetzungen an den Start gegangen ist - mal konnte er wegen technischer Probleme nicht so in den Kampf um gute Startpositionen eingreifen, mal machte sein Team einen Fehler, mal war jedoch auch einfach zu langsam.
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug setzt seinen prominenten Piloten nicht unter Druck. "Er hat sicherlich einige Anpassungsprobleme", sagte Haug in einer Telefonkonferenz. Er gibt jedoch zu bedenken, dass Schumacher erst 15 DTM-Rennen "auf dem Buckel hat - das ist nicht viel."
"Wir wussten, dass ein Wechsel von der Formel 1 in die DTM ein gewisses Risiko mit sich bringt", so Haug. "Es sind sehr, sehr viele spezifische Dinge zu berücksichtigen." Der Mercedes-Motorsportchef hat beobachtet, dass es für die "Aufsteiger aus der Formel 3, die das Rennfahren mit untermotorisierten Fahrzeugen lernen", offenbar einfacher ist, sich an die DTM anzupassen. Wer wie Schumacher aus der Formel 1 kommt, der hatte "eine Zeit lang mit sehr stark motorisierten Fahrzeugen zu tun, die sich in vielen Punkten anders verhalten."
Haug betont: "Ich glaube nach wie vor an Ralf." Bestätigt sieht er sich durch Schumachers Leistung am Norisring: "Dort hat er geglänzt". Wenn Schumachers Team dort nicht in der Qualifikation den Fehler gemacht hätte, ihn in Q3 eine Runde zu viel fahren zu lassen, dann wäre ein Startplatz ganz vorn drin gewesen. Und dann, davon ist Haug überzeugt, hätte Schumacher bereits in Nürnberg auf das Podium fahren können: "Auf jeden Fall war er dort absolut konkurrenzfähig, wie auch sein Rennspeed gezeigt hat."
Zudem hat "die ganze Rennfahrerei" laut Haug auch viel mit Psychologie und Selbstvertrauen zu tun. Wäre Schumacher am Norisring mit um den Sieg gefahren, wäre das eine "moralisch positive Spritze" gewesen. Und er gibt zu bedenken: "Zwischen 'es läuft' und 'es läuft nicht' liegen in der DTM oft nur zwei Zehntelsekunden. Man muss Ralf einfach die Zeit gewähren. Die Fähigkeit besitzt er und wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt. Den Lernprozess muss man auf jeden Fall akzeptieren."
Ob Schumacher 2010 noch ein drittes Jahr DTM anhängt, wollen er und Mercedes erst nach dem Saisonende im Oktober entscheiden. Der 34-Jährige schließt auch eine Rückkehr in die Formel 1 nicht kategorisch aus, falls er ein entsprechendes Angebot bekommt. Mercedes würde ihm das nicht verwehren, Schumacher ebenso wenig wie jedem anderen Fahrer.
"Wenn einer eine ernstzunehmende Formel-1-Chance hätte - Vertrag hin oder her - dann würden wir dem nicht im Weg stehen" so Haug. Doch Formel-1-Angebot ist nicht Formel-1-Angebot: "Würde eine Chance kommen, bei der ich die Augenbrauen hochziehe und sage 'Musst du dir das antun', dann würde er sicher sehr wohl kritisch darüber nachdenken. Denn unsere Zusammenarbeit ist ein totales Vertrauensverhältnis."
Hier, mein Schatz! Probier doch mal...
Quelle: Bild.de 13.08.09
Wir sehen Cora (32) und Ralf Schumacher (34) im Familienurlaub in Südfrankreich. Deutschlands Vollgas-Paar entspannt diese Woche in ihrem Ferienhaus in St. Tropéz– und BILD zeugt ein paar zuckersüße Urlaubsfotos…
Abseits vom Comeback-Wirbel um seinen Bruder Michael tankt Ralf Kraft für das DTM-Rennen jetzt am Wochenende auf dem Nürburgring. Ralf: „Ich trainiere jeden Tag, bin zum Beispiel jeden Morgen eine Stunde auf dem Laufband. Draußen ist es einfach zu heiß.“
Und außerdem macht Essen an der frischen Luft auch viel mehr Spaß als Laufen!
Ralf und Cora, die auch noch ein paar Freunde zu Gast haben (u.a. Katja Zickler, Gattin von Red-Bull-Salzburg-Star Alexander Zickler), genießen die großen Tafelrunden im Schatten der Bäume. Cora lachend: „Es ist ganz wichtig, dass man sich fürs Essen genug Zeit lässt.“ Ein paar Häppchen lässt sich die sexy Schumacherin sogar von ihrem Liebsten auf der Gabel reichen.
Hier, mein Schatz! Probier doch mal...
Auch im Szene-Club „Nikki Beach“ hat sich die Schumi-Family sehen lassen. Cora: „Das gehört doch dazu. Da sieht man schon so manche verrückte Typen!“
Am Freitag geht’s für Ralf raus aus St. Tropéz – und rauf auf den Nürburgring.
Der 6-malige Formel-1-Sieger: „Die DTM macht mit so viel Spaß und ich lerne in jedem Rennen viel dazu. Vielleicht läuft am Wochenende ja mal alles glatt und wir schaffen ein gutes Ergebnis.“
Die Vorbereitung hat auf jeden Fall gestimmt…
Haug: "Ralf vielleicht zu kritisch zu sich selbst"
25. Juni 2009 - 13:30 Uhr
Ralf Schumacher gibt sich auch bei seinen Norisring-Erwartungen betont bescheiden, doch Norbert Haug sieht dafür eigentlich keinen Grund
(Motorsport-Total.com) - Wenn am kommenden Wochenende die DTM-Motoren in Nürnberg aufdröhnen, wird Ralf Schumacher einer der umlagerten Stars sein, auch wenn er sportlich gesehen bisher eher zum Mittelfeld gehört. Der 33-Jährige befindet sich auch im Neuwagen noch in der "Findungsphase" und hadert damit, dass es ihm im Vergleich zu seinen HWA-Piloten noch an Speed fehlt.
Podiumsplätze oder gar Siege scheinen für den früheren Formel-1-Piloten derzeit noch außer Reichweite zu sein. Entsprechend bescheiden formuliert er seine sportlichen Erwartungen für das Wochenende am Norisring. "Ich hoffe, dass ich in Nürnberg das Feld nicht wieder vor mir hertreibe", sagte er, wenn auch mit einem Schmunzeln im Gesicht. Schumacher arbeitet immer noch daran, sich an Aerodynamik und Bremsen seiner C-Klasse zu gewöhnen.
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist sich sicher, dass sein Star im Team auch bald sportlich für Aufsehen sorgen kann. "Man muss ihm einfach die Zeit geben", sagte Haug, "aber ich glaube, dass er vielleicht ein bisschen zu kritisch sich selbst gegenüber ist. Wenn der Knoten mal platzt, dann geht es schon voran. Er ist ein sehr kritischer Junge und keiner, der es auf die leichte Schulter nimmt."
Dass er es kann, habe Schumacher bereits im vergangenen Jahr am Norisring gezeigt - zumindest solang, bis das Rennen um die Steintribüne für ihn mit einer geplatzten Bremsscheibe beendet war. "Im vergangenen Jahr ist er am Norisring 40 Runden lang siegermäßige Zeiten gefahren", erinnerte Haug. "Wir dürfen nicht vergessen, wer Ralf Schumacher ist. Er hat seine Grand-Prix-Siege damals nicht geschenkt bekommen. Ich war dabei, als er zweimal in einer Woche gewonnen hat. Da war er auf einem Trip, so wie jetzt Sebastian Vettel." Doch so ein "Trip" könne auch schnell unverschuldet vorbei sein, zum Beispiel durch einen schweren Unfall, der durch technisches Versagen verursacht wird. Das hat damals auch Schumacher ausgebremst.
"Ich rechne ihm hoch an, dass er für sich nie solche Entschuldigungen gelten lässt", erklärte Haug. "Er hängt überhaupt nicht den Grand-Prix-Star heraus, sondern er ist sehr zugänglich. Der Knoten von Ralf wird aufgehen, wenn er überhaupt einen Knoten hat." Zudem gibt der Chef zu bedenken, dass Schumacher in seinen ersten beiden Rennen als Neuwagenpilot auch viel Pech hatte: "In Hockenheim bekam er eine Haube aufs Dach und fuhr weiter, am Lausitzring wurde der Motor gewechselt. Aber seine Rundenzeiten vom Lausitzring zeigen, dass er so weit vom Schuss nicht weg war. Sie lagen im Bereich von Paul Di Resta, und das ist ein erwiesener Siegfahrer."
Quelle: motorsport-total
Ralf Schumacher besucht CHIO Aachen
Rennfahrer gibt nach der Eröffnungsfeier Autogramme am Stand von Mercedes-Benz
Ob er beim Autogramme schreiben ebenso schnell ist wie im Cockpit seines AMG-Mercedes? Ralf Schumacher, früher Star der Formel 1 und jetzt im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) unterwegs, wird sich beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, Zeit für seine Fans nehmen.
Erst schaut sich der Bruder des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher die offizielle Eröffnungsfeier des Turniers am Dienstag, 30. Juni (ab 17 Uhr), im Hauptstadion an.
Quelle: euregio-aktuel
Danach ist er am Stand von Mercedes-Benz am Haupteingang des Turniergeländes hautnah zu erleben. Schumacher wird in der "M-Box" Autogramme geben und für das ein oder andere Foto zur Verfügung stehen - und von seinen Eindrücken von deutlich weniger Pferdestärken erzählen.
DTM - Fan-Service - Schumacher im Fernsehgarten
TV-Auftritt
Fans von Ralf Schumacher aufgepasst: Der DTM-Pilot ist am kommenden Sonntag live im ZDF zu sehen.
Mercedes-Pilot Ralf Schumacher ist am kommenden Sonntag, 14. Juni 2009 ab 11:00 Uhr zu Gast im ZDF-Fernsehgarten in Mainz. Mit der Moderatorin Andrea Kiewel wirft Ralf einen Blick auf seine bisherige Karriere im Motorsport, von den Anfängen im Kartsport bis zu seinen Erfolgen in der Formel 1 und dem Wechsel in die DTM.
Zudem spricht er über die ersten beiden DTM-Läufe des Jahres in Hockenheim und am EuroSpeedway Lausitz sowie seine Aussichten und Ziele für das kommende DTM-Rennen auf dem Stadtkurs auf dem Norisring in Nürnberg sowie auf den Rest der DTM-Saison 2009.
Quelle: Adrivo
Ralf Schumacher: Erst Dachschaden, dann Legge
17. Mai 2009 - 22:23 Uhr
Ralf Schumacher erlebte im Hockenheim-Rennen turbulente Momente, verpasste die Punkte aber am Ende nur knapp - Froh über das Dach über dem Kopf
Eines ist sicher: Langweilig wurde es Ralf Schumacher beim heutigen Auftaktrennen in Hockenheim nicht. Turbulente Momente habe er einige erlebt, bilanzierte der Mercedes-Pilot nach seinem ersten Rennen im Neuwagen: "Der Start war echt super, aber dann wurde es wie immer im ersten Rennen etwas eng, das kann passieren, das ist halt schade." Konkret gesagt: Das Durcheinander in den ersten Kurven endete für ihn mit einem Dachschaden.
Teamkollege Gary Paffett verlor nach Kollission seine Motorhaube und die flog mit derartiger Wucht auf Schumachers Dach, dass dieses so eingeknickt wurde, als sei ein Baum darauf gestürzt. Schumachers Schreck hielt sich aber in Grenzen: "Das geht so schnell, das ist eigentlich kein Problem. Gott sei Dank habe ich ja jetzt ein Dach, dann kann sie mir schon einmal nicht auf den Kopf fallen, von daher bin ich da recht happy", sagte er lachend.
Allerdings sei der Knick im Dach "etwas eigenartig" gewesen, "weil man da durch die Verzerrung in der Scheibe ziemlich wenig gesehen hat. Aber wir konnten wir das dann mit einem Faustschlag reparieren." Tatsächlich: Schumacher fuhr in die Box, ein Mechaniker schlug einmal beherzt von innen gegen das Dach und schon war die Beule wieder verschwunden.
Dass sich die C-Klasse so einfach reparieren ließ, wunderte sogar Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Als ich Ralf mit dem Knick im Dach sah, habe ich gedacht: 'Huch, das wird jetzt aber nichts mehr'." Und Schumacher hatte auch noch das zusätzliche Glück, dass das Safetycar ausgerückt war, so kam er sogar in der gleichen Runde zurück auf die Strecke.
"Das Auto war danach halt ein bisschen lädiert", berichtete Schumacher. "Dann hatte ich noch ein paar Get-Togethers mit meiner Freundin Katherine Legge und ein paar anderen. Klar, weiter hinten wird ja auch hart gefightet." Legge kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe, Schumacher wurde zwar von ihr umgedreht, konnte aber weiterfahren und fuhr am Ende als Neunter knapp an den Punkten vorbei.
"Wenn es noch ein Pünktchen geworden wäre, wäre es noch skurriler gewesen", kommentierte Haug. "Sicherlich war das nicht alles erkämpft und verdient, aber dadurch, dass er reinkommen musste, muss man ihm auch den Bonus geben, dass der eine oder andere ausgefallen ist."
"Wir haben das Beste daraus gemacht, trotz der ganzen kleinen Probleme", bilanzierte Schumacher. "Aber für mich war es mal ganz wichtig, ein paar Runden zu fahren, weil ich an diesem Wochenende ein paar Probleme hatte." Trotz der Tests konnte er bisher nicht so viel fahren und da sei jede Runde wichtig, so Schumacher: "Am Ende war ich ganz gut dabei und ich hoffe, dass es beim nächsten Mal von Anfang an etwas besser klappt."
Quelle: Motorsport-Total.com
Am Donnerstag bin ich voller Euphorie angereist. Mein erstes Rennen in einem aktuellen Mercedes, die Vorfreude war groß. Alle Team,- und Fahrerkollegen wieder zu treffen und mich mit den besten messen zu dürfen.
Doch wider Erwarten klappte es im freien Training nicht so richtig. Mein Auto lag nicht so perfekt wie bei den Testfahrten. Es lag sicherlich an mir, die Abstimmung funktionierte nicht wie gewollt. Ein paar Hundertstel zu weit weg von der Konkurrenz.
Beim Qualifying hatte ich kaum Hoffnung in die zweite Runde zu kommen. Doch es klappte. Der 14. Startplatz also, das bedeutet Angriff und einen guten Start hinlegen. Aber gerade meine Start´s waren n der Vergangenheit nicht so super. Dieses Mal klappte er hervorragend, ich konnte mich auf den 10 Platz vorkämpfen. Eine gute Ausgangsposition um in die Punkte zu fahren. Doch dann kam alles anders:
Das 100. DTM-Rennen begann also sehr turbulent. Martin Tomczyk blieb am Start stehen und musste als Letzter dem Feld hinterher hetzen. Vor mir krachte es. Gary Paffett und Alexandre Prémat kamen sich in der Spitzkehre in die Quere und Paffett verlor seine Motorhaube, die in die Frontscheibe/Dach von meinem Mercedes knallte. Aber bei dieser Rennserie habe ich ja zum Glück ein Dach. Sofort fuhr ich an die Box, mein Sichtfeld war sehr eingeschränkt und ich hatte mich auf ein Ende des Rennens vorbereitet. Aber das Team hat mal wieder sensationell gearbeitet, ein Mercedes geht eben nicht so schnell kaputt. Die Jungs haben innerhalb von wenigen Minuten das Auto wieder repariert und ich konnte das Rennen fortsetzen. Zum Glück war gerade Safety-Car Phase und somit hatte ich nicht so viel Zeit verloren.
Drei Runden später erwischte es mich erneut. Katherina Legg fuhr mir in die Seite und drehte mich um. Dafür bekam sie auch eine Durchfahrtstrafe. Wieder hatte ich ein paar Plätze verloren. Ich wollte aber nicht aufgeben, meine Rundenzeiten wurden besser und ich schaffte es einige Kollegen zu überholen. Trotz aller Widrigkeiten haben wir einen neunten Platz erreicht. Sicherlich haben wir mehr erwartet, aber trotzdem sind wir zufrieden, nach den vielen Rempeleien und Ausfällen, vier Mercedes-Autos in den TOP-TEN zu platzieren.
Wir werden weiter hart arbeiten. Beim nächsten Rennen werden es die Kollegen von Audi nicht so leicht haben die ersten Plätze zu erreichen.
Das nächste Rennen ist auf dem EuroSpeedway in der Lausitz am 31.05.2009, der Kurs ist der bisher einzige Speedway auf dem europäischen Festland, ich freue mich bereits jetzt schon auf die Herausforderung.
Bis bald
Euer Ralf
Der Countdown läuft: noch eine Woche bis zum Auftakt
Die Spannung steigt, denn in einer Woche startet die DTM-Saison 2009 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Dabei steht erneut das Duell Audi gegen Mercedes-Benz im Vordergrund. Der amtierende Champion Timo Scheider ist nun der Gejagte - seine Kontrahenten heißen Ralf Schumacher, Gary Paffett, Bruno Spengler und Paul Di Resta. Doch auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr, denn Mattias Ekström, Tom Kristensen und Martin Tomczyk kämpfen ihrerseits um den Titel.
Erstmals können Tickets für die Mercedes-Tribüne direkt über dtm.com gebucht werden
Nicht nur auf der Strecke gibt es jede Menge zu sehen, auch das Eventprogramm lässt keine Wünsche offen. Offene Boxengasse, Fahrerlager-Tickets, Videowalls, Fan-TV, Konzerte und nicht zuletzt die familienfreundlichen Eintrittspreise machen die DTM zur fanfreundlichen Rennserie. Das Family-Ticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahren kostet in der Kategorie Bronze nur 85 Euro fürs Wochenende (inkl. Zugang zum Fahrerlager). 15 Euro kostet das günstigste Ticket für den Rennsonntag. Zudem ist es 2009 erstmals möglich, Tickets für die Mercedes-Benz-Tribüne in Hockenheim und auf dem Nürburgring direkt an allen CTS Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.dtm.com oder telefonisch unter der DTM-Ticketline +49 (0) 1805 72 3000 (14ct./min., Mobilfunkpreise können abweichen) zu buchen.
Reamonn geben in der Boxengasse ein rund 30-minütiges Konzert
Von der populärsten internationalen Tourenwagenserie kann die Band Reamonn einfach nicht genug bekommen: Nach zahlreichen DTM-Auftritten in den vergangenen Jahren und einer grandiosen Show bei der DTM-Präsentation 2009 in Düsseldorf vor 210.000 Besuchern werden die irisch-deutschen Rocker auch am 17. Mai beim Auftaktrennen in Hockenheim das Publikum begeistern. Am Sonntagmittag geben die Musiker um den irischen Sänger Rea Garvey auf der ARD-Bühne ein Live-Konzert.
Mit dem Lied „Faith“ aus dem aktuellen Album „Reamonn“ singt die irisch-deutsche Band 2009 bereits zum zweiten Mal den offiziellen DTM-Song. Die Hymne begleitet die ARD-Übertragungen der gesamten DTM-Saison in Trailern und den „Bildern des Tages“. Außerdem wird „Faith“ die offizielle Champagner-Dusche der Siegerehrung an den Rennstrecken musikalisch untermalen.
Traditionell findet auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg auch die SWR3-DanceNight am Samstagabend ab 20:00 Uhr im Zelt hinter der Südtribüne A statt. Der Eintritt ist für Besucher mit DTM-Ticket kostenfrei; SWR-3-Club-Mitglieder ohne Ticket zahlen vier Euro, alle anderen fünf Euro.
DTM.com 08.05.09
Nur noch zehn Tage, dann donnern die DTM Rennwagen wieder über die Kö!
09.04.09
Am Sonntag, den 19. April lassen die Fahrer ab 13 Uhr die Reifen qualmen - gestern kamen schon mal Champion Timo Scheider und Ralf Schumacher nach Düsseldorf.
"Ich habe an mich selbst natürlich auch immer eine gewisse Erwartungshaltung, will immer das Maximum aus meinem Auto und mir herausholen", sagte Schumacher in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der 'Auto Bild Motorsport'. "Speziell muss ich in der Qualifikation diese eine perfekte Runde hinbekommen."
Er weiß aber auch, dass die Beobachter nun auch mehr von ihm erwarten. "Die meisten Leute sagen bestimmt: 'Jetzt sitzt der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher in einem neuen Auto, da muss er doch gewinnen.'", erklärte er, doch er betonte: "Die DTM ist aber absolut kein Kindergarten. Hier geht es um Hundertstelsekunden, die über einen guten Startplatz entscheiden. Die anderen Jungs hier in der DTM fahren schon seit einigen Jahren diese Art von Autos. Denen kann keiner mal eben so zeigen, wo's langgeht."
Schumacher geht seine neue Aufgabe also mit der nötigen Portion Respekt an. In seinem ersten Jahr hat er gelernt, "dass aller Anfang in der DTM verdammt noch mal nicht leicht ist ..." Zum Beispiel: "Allein den Dunlop-Einheitsreifen so zu kennen, um diesen in einer schnellen Qualifying Runde optimal nutzen zu können."
Dagegen sei das "Kontaktfahren" im Zweikampf nicht so extrem gewesen, wie er sich zuvor erwartet hatte. "Da die DTM-Autos aerodynamisch sehr diffizil sind und viele Anbauteile schnell wegbrechen können, ist die Disziplin unter den Fahrern doch recht groß", berichtete der Mercedes-Pilot.
Im vergangenen Jahr war Schumacher vor allem damit beschäftigt, seinen Fahrstil von einem Formel-1-Auto auf einen DTM-Boliden umzustellen. Nun geht es an die Feinarbeit. In seinem zweiten Jahr müsse er zwei Dinge zusammenbringen: "Erstens, den anderen Fahrstil zu beherrschen. Und dann das Limit zu kennen. Das ist in der DTM weiß Gott nicht einfach. Die Autos haben sehr schmale Grenzen. Wenn du die nur etwas verpasst, verlierst du in nur einer Kurve mehrere Zehntelsekunden. Das sind Dinge, an die ich mich noch näher rantasten muss. Das fiel mir etwas leichter, als ich zum ersten Mal mit HWA getestet habe."
Das gesamte Interview mit Ralf Schumacher finden Sie in der aktuellen Ausgabe der 'Auto Bild motorsport' .
Quelle: Motorsport Autobild
Schumi freut sich vor allem auf die Familien, die es sonst nicht an die Rennstrecke schaffen: „Hier kann man die Autos sehen und anfassen, mit den Fahrern sprechen. Viel entspannter als in der Formel 1.“
Rund um die Rennboliden gibt‘s ein tolles Show-Programm mit Konzerten von „The Rattles“ und „Reamonn“, den Nachmittag moderiert RTL-Lady Nazan Eckes.
Schade nur, dass rund 200000 Fans das Spektakel auf der Kö wohl zum letzten mal sehen werden - OB Dirk Elbers (CDU) wollte es nicht mehr.
Ralf Schumacher bleibt optimistisch: „Da ist doch das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Kö ist doch einmalig...“
Quelle: Bild.de
DTM 2009 — autobild.de — 04.04.2009
Ralf Schumacher: "DTM ist kein Kindergarten"
Auch wenn er jetzt einen Neuwagen hat, geht Ralf Schumacher mit dem nötigen Respekt in sein zweites DTM-Jahr - Vor allem im Qualifying will er sich steigern
Das Lernjahr ist vorbei, Ralf Schumacher geht in seine zweite DTM-Saison und nun sitzt er in einer aktuellen Mercedes-C-Klasse. Den Bonus des Neulings hat er nun nicht mehr - und er hat mit dem Neuwagen das Material, in dem er mit den Toppiloten verglichen werden kann. Der unterlegene
Sepang: Ralf Schumacher statt Niki Lauda
02. April 2009 - 12:27 Uhr
(Motorsport-Total.com) - 'RTL'-Formel-1-Experte Niki Lauda fehlt dem Kölner Privatsender auch beim Rennen in Malaysia. Der Österreicher musste sich nach einem Sturz an der Hüfte operieren lassen und konnte bereits beim Saisonauftakt in Australien nicht auf Sendung gehen. Für das zweite Saison Wochenende in Malaysia hat der Sender jedoch kompetenten Ersatz gefunden: Ralf Schumacher wird Qualifikation und Rennen an der Seite von Moderator Florian König analysieren. Der jetzige DTM-Pilot Schumacher fuhr selbst elf Jahre lang in der Formel eins.
DTM 2009 — autobild.de — 26.03.2009
Schumacher: "Ich bin entspannter geworden"
Ralf Schumacher avancierte in der DTM schnell zum Publikumsliebling und erhält 2009 bei Mercedes die große Chance, in einer aktuellen C-Klasse weiter für Furore zu sorgen. Nach seinem Lehrjahr im Jahreswagen muss der ehemalige Formel-1-Fahrer nun Farbe bekennen, freut sich aber schon auf seine neue Aufgabe und das Duell mit den routinierten Kollegen. Überhaupt hat der 33-Jährige wieder viel mehr Freude an seinem Rennfahrerleben, seit er 2008 der DTM beigetreten ist.
Deswegen kann sich Schumacher auch durchaus vorstellen, der populären Tourenwagenserie noch für einige Zeit treu zu bleiben, wie er gegenüber 'Speedweek' erklärte: "Das Umfeld DTM inklusive Mercedes-Benz und den Teams Mücke, Persson oder HWA macht mir sehr viel Spaß. Von daher denke ich schon längerfristig", meinte Schumacher. Nicht zuletzt reizt den früheren Toyota-Fahrer der enge Kontakt zu den Kollegen auf der Rennstrecke.
"Um ehrlich zu sein: Diese Rangeleien im Pulk haben mir viel Spaß gemacht. Dieses Kämpfen und Überholen hatte ich davor in der Formel 1 ein bisschen vermisst. Durch die hohe Leistungsdichte im Feld sind Berührungen eben programmiert. Und ich ziehe meinen Hut auch vor denen, die eher im hinteren Bereich zugange sind - inklusive der Mädels. Speziell die Susie macht das verdammt gut", lobte Schumacher Markenkameradin Stoddart.
2009 muss sich der Deutsche allerdings hauptsächlich an seinen Neuwagen-Kollegen messen lassen, sieht diesem Vergleich aber entspannt entgegen: "Mein Ziel muss es sein, möglichst schnell möglichst dicht an meine erfahrenen Teamkollegen heranzukommen. Dass ich diesbezüglich unter Beobachtung stehe, ist mir klar. Aber ich setze ja ohnehin an mich selber die Erwartung, dass ich halbwegs klarkomme."
"Und ich stelle mich der Kritik, wenn's nicht so läuft. Aber ich hoffe natürlich, dass es halbwegs funktioniert", erklärte Schumacher, der nach eigenen Angaben viel gelassener zu Werke gehen kann, als noch in der Formel 1 - auch das Publikum hat 2008 diesen Eindruck gewonnen. "Dass meine Außendarstellung in der Vergangenheit, auch auf Grund von eigenen Fehlern, nicht immer gut war, ist klar", sagte Schumacher.
"Das eine oder andere Vorurteil mir gegenüber hat vielleicht auch eine Rolle gespielt. Fakt ist: Ich bin in der DTM entspannter geworden, weil sie mir viel Spaß macht", so der Mercedes-Pilot. Auch der Umgang mit den Fans gefalle ihm sehr. "Sie bringen ein bisschen mehr Ruhe mit als der in der Formel 1. Was sicher auch daran liegt, dass man in der DTM weiß, dass man früher oder später an sein Autogramm kommt."
Schumacher und die Reifen: "Hochsensibles Thema"
Dass Formel-1-Stars in der DTM oftmals Schwierigkeiten haben, liegt nicht zuletzt an den Reifen, wie Ralf Schumacher aus eigener Erfahrung weiß
(Motorsport-Total.com) - Heinz-Harald Frentzen, Jean Alesi, Mika Häkkinen: Die Liste der Formel-1-Stars, die in der DTM nicht an ihre Erfolge in der Königsklasse anknüpfen konnten, ist lang. Auch Ralf Schumacher hatte in seiner Premierensaison 2008 enorme Schwierigkeiten, sich an das Fahren mit Dach zu gewöhnen, holte in elf Rennen gerade mal drei Punkte.
Doch es ist weniger das Dach, das dem sechsfachen Grand-Prix-Sieger zu schaffen macht, sondern vielmehr das "schwarze Gold", also die Reifen. Die Dunlop-Slicks für die DTM-Tourenwagen unterscheiden sich nicht nur wegen der fehlenden Rillen massiv von den früheren Bridgestone-Reifen in der Formel 1. Das bekam Schumacher in der vergangenen Saison nicht nur einmal zu spüren.
"Das mit den DTM-Reifen ist wirklich ein hochsensibles Thema", erklärt der Ex-Mücke-Pilot, der 2009 einen HWA-Werks-Mercedes fahren wird. "Wenn der Luftdruck minimal abweicht oder wenn man es in der Aufwärmrunde zu gut meint und zu viel Temperatur aufbaut, dann kann der Reifen schon am Ende der gezeiteten Runde Grip verlieren. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich, die mir sehr, sehr schwer gefallen ist."
Besonders im Qualifying seien die Reifen schwierig zu kontrollieren, was auch erklärt, warum Schumacher im Rennen oft besser unterwegs war als auf eine schnelle Runde: "Wenn man den Reifen nicht nach der letzten Kurve der Aufwärmrunde auf den Punkt auf Temperatur hat, fährt man den ersten Sektor gleich mal zwei, drei Zehntel zu langsam. Das ist ganz schwierig", sagt der Deutsche und gesteht: "Da werde ich sicherlich noch einige Reifen brauchen, bis ich das raus habe."
Auch in der Formel 1 sind die Reifen ein heikles Thema, wie Nick Heidfeld und Co. 2008 intensiver als je zuvor feststellen mussten. Aber Schumacher glaubt, dass er in der DTM die noch schwierigere Aufgabe zu bewältigen hat: "Es ist auf jeden Fall schwieriger als in der Formel 1", vergleicht der 33-Jährige. "Man muss wesentlich weicher und sauberer fahren, als ich das je in der Formel 1 gewohnt war."
Quelle: Motorsport-total.com, 20.02.09
Zeit für die Familie
Nach einer anstrengenden Saison kam die Winterpause für Ralf Schumacher genau richtig. Jetzt kann er die nächsten Testfahrten aber kaum erwarten.
Für Ralf Schumacher ist es die zweite Winterpause nach seinem Ausstieg aus der Formel 1. Doch auch ohne die unzähligen Testfahrten und PR-Termine hat der Mercedes-Pilot genug zu tun, denn nach dem letzten Rennen der Saison 2008 hatte erstmal die Familie Vorrang. "Während der gesamten Rennsaison stehen meine Frau Cora und auch unser Sohn David voll hinter mir und unterstützen mich", so der 33-Jährige Familienvater.
In seiner Heimat Hallwang bei Salzburg wurden daher in den Wintermonaten andere Prioritäten gesetzt. Unter anderem ist sein Sohn im letzten Jahr eingeschult worden, "was bedeutet, morgens früh aufstehen, gemeinsames Frühstück mit Cora und David und dann pünktlich zur Schule." Spaß macht es trotzdem: "Die gemeinsamen Stunden mit meiner Familie genieße ich in vollen Zügen, denn bald geht die Rennsaison wieder los und die Zeit miteinander wird wieder knapper."
Schon im letzten Jahr stand Schumacher oft im Fokus der Medien. In diesem Jahr sollte das Interesse noch größer sein, schließlich startet der Grand-Prix-Sieger erstmals in einer neuen C-Klasse. "Ich werde alles versuchen, um es den Jungs vor mir etwas schwerer zu machen", gibt sich Schumacher optimistisch. Im letzten Jahr habe er viel einstecken müssen, aber trotzdem jede Menge gelernt - dabei blieben erste Erfolge nicht aus: "Ich habe auch tolle Resultate eingefahren und meine ersten Punkte eingefahren."
"Die kommende Saison wird eine erneute Herausforderung für mich", weiß Schumacher vor seinem zweiten Jahr in der DTM. Noch sind es drei Monate bis zum Start in Hockenheim, Schumacher ist aber schon voller Vorfreude. "Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Testfahrten und das erste Rennen..."
Quelle: Adrivo 20.02.09
Ralf Schumacher: Fit wie ein Turnschuh
13. Februar 2009 - 15:00 Uhr
Auf seine zweite Saison in der DTM hat sich Ralf Schumacher akribisch vorbereitet: Noch nie hatte er ein so intensives Fitnessprogramm
(Motorsport-Total.com) - Jetzt ist es also raus: Ralf Schumacher bleibt der DTM erhalten und bekommt 2009 einen Neuwagen von Mercedes-Benz. Dass er im vergangenen Jahr in der gebrauchten C-Klasse eigentlich keine Chance hatte, um Siege mitzufahren habe "nie an meinem Ego gekratzt", erklärte er: "Ganz im Gegenteil: Es war Motivation, noch härter zu arbeiten."
Und das hat der Wahlösterreicher getan, auch im Fitnessstudio. Der Winter stand ganz im Zeichen harten Trainings. "Durch den Stress der Formel 1 und durch die vielen Testfahrten trainiert man zwar, aber nicht so intensiv", erläuterte er auf die Frage von 'Motorsport-Total.com' nach seinem Trainingsprogramm. "Ich habe jetzt mehr Zeit und hatte noch nie ein so intensives Fitnessprogramm wie jetzt."
Gemeinsam mit einem Judo-Weltmeister macht sich Schumacher fit - und er kann trainieren, wann immer er will: "Ich habe das Glück, dass ich ein Fitnessstudio zu Hause habe", sagte er. Und dort ist er nun regelmäßig anzutreffen. "Wenn man früher viele Reisetage hatte und viel getestet hat, dann ist man nicht auch am Abend noch ins Fitnessstudio gegangen. Man hat ja im Auto trainiert und war noch müde." Jetzt ist er wenn, dann vom Fitnesstraining müde: "Das Training macht eine Menge Spaß. Es ist wichtig, dass man verschiedene Dinge macht."
Den immensen körperlichen Einsatz seines prominenten Piloten würdigt auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Mich freut es enorm, dass wir den freiwillig fittesten Ralf sehen. Da muss nicht einer hinterher sein", lobte der Schwabe begeistert. "Ich glaube, dass Ralf heute fitter ist als zu seinen besten Formel-1-Zeiten. Er will was bewegen."
Und das ist wohl das beste Zeichen dafür, dass Schumacher mit viel Ehrgeiz in seine zweite DTM-Saison geht: "Mir gefällt sehr gut, dass ihm die DTM-Szene gefällt", so Haug. "Er sagt nicht: 'Fahre ich halt hier, weil ich sonst nichts habe.' Nein, er ist ein echter DTM-Überzeugungstäter."
Schumacher: Gelingt 2009 der Durchbruch?
12. Februar 2009 - 10:50 Uhr
Norbert Haug zählt Ralf Schumacher zu den "Topkandidaten", der HWA-Neuzugang selbst zeigt aber gesunden Respekt vor der Konkurrenz
(Motorsport-Total.com) - Nicht ganz überraschend wurde Ralf Schumacher gestern als Mercedes-Werksfahrer für die kommende Saison bestätigt, denn die Beförderung in einen Neuwagen war nach seinem Wechsel in die DTM von Anfang an geplant. Ob es dann tatsächlich so kommen würde, stand nach nur drei Punkten im Jahr 2008 allerdings lange in den Sternen.
Jetzt, wo der Ex-Formel-1-Pilot HWA-Topmaterial definitiv zur Verfügung hat, wird die öffentliche Erwartungshaltung natürlich steigen: "Mir ist bewusst, dass der Druck mit dem neuen Auto höher ist und dass man eventuell das Material hat, um Rennen zu gewinnen", sagte Schumacher gestern im Rahmen einer Telefonkonferenz, "aber gleichzeitig ist mir auch bewusst, dass noch ein weiter Weg vor mir liegt."
Respekt vor der Konkurrenz
Denn: "Ich trete gegen DTM-Piloten an, die das seit Jahren machen, die bewiesen haben, wie gut sie sind und die Rennen gewonnen haben", so der in Österreich lebende Deutsche. Siege sollte man "bei mir nicht voraussetzen. Ich werde sicher hart daran arbeiten und es ist auch mein Ziel, erfolgreich zu sein, aber ich muss es erstmal umsetzen." Norbert Haug traut seinem Schützling dennoch viel zu: "Er gehört in den Kreis der Topkandidaten, da bin ich mir sicher."
"Das 08er-Fahrzeug hat ihm von Anfang an etwas besser gelegen als das 07er. Hoffentlich können wir den Schritt mit dem 09er noch einmal fortsetzen", fügte der Mercedes-Sportchef an. Die DTM-Autos werden von Jahr zu Jahr immer mehr echte Rennmaschinen, gar nicht so unähnlich einem Formelwagen. Das sollte einem Routinier wie Schumacher, der aus der Formel 1 kommt und kaum Tourenwagengene in sich trägt, entgegenkommen.
Beim Test in Mugello, wo er laut Haug das Ticket für den Neuwagen endgültig gelöst hat ("Er war dort gut unterwegs"), fielen Schumacher die Unterschiede jedenfalls sofort auf: "Es war schon ein deutlicher Unterschied. Man versucht mit jedem Auto, das Limit hinauszuschieben - ob das beim Bremsen ist, beim Einlenken, beim Gripverhalten, bei der Bandbreite des Setups. In all diesen Punkten war die Entwicklung zwischen 2007 und 2008 für mich spürbar", erläuterte er.
Bescheidene Zielsetzung
Es soll also vorangehen, aber wie lautet nun die Zielsetzung für 2009? Haug würde bei aller Zuversicht schon regelmäßige Punkte als Erfolg werten: "Das hört sich wie ein Minimalziel an, aber wenn zwei Jahrgänge eng beisammen liegen, ist das schon eine Herausforderung", so der 56-Jährige. "Dann sollte vielleicht auch mal das Podium angepeilt werden. Ihn als Siegfahrer zu deklarieren, ist einfach nicht möglich, denn die, die die gleichen Autos haben, haben jahrelange Erfahrung."
Schumacher muss sich jedenfalls beweisen, schließlich hätte es für den HWA-Neuwagen auch andere Kandidaten gegeben. Aber der Deutsche behauptet, er habe nicht dezidiert auf der Beförderung von Mücke ins Werksteam bestanden: "Wir haben uns gegenseitig nie irgendwelche Ultimaten gestellt. Es gab keine bindende Bedingung - außer die, dass es für beide Seiten passen muss und dass ich natürlich den Speed haben muss, was im Motorsport selbstverständlich ist", sagte er.
Indes gab Haug zu, dass auch der mediale Druck bei der Beförderung eine gewisse Rolle gespielt habe, allerdings sei man von Schumachers fahrerischen Fähigkeiten überzeugt, weil man sich niemals auf ein "Experiment" einlassen würde. Man plane sogar langfristig mit dem Superstar der DTM, auch wenn der Vertrag nur für ein Jahr läuft. Aber: "Wir haben auf beiden Seiten die Möglichkeit, nach diesem Jahr weiterzumachen", so der Mercedes-Sportchef.
Neuer "Oldie" bei HWA
Interessanter Nebenaspekt: Nach dem Rücktritt von Bernd Schneider wird Schumacher mit seinen 33 Jahren zumindest vom Alter her Teamleader sein - Bruno Spengler ist 25, Jamie Green 26, Gary Paffett 27 und Paul di Resta gar erst 22. "Ich finde das toll", so der Routinier über die Jugend um sich herum. "Das erinnert mich an meine Anfangszeiten und das hilft auch ein bisschen - zum Beispiel beim gemeinsamen Training. Aber ich fühle mich nicht als Opa."
Als Dienstältester steht ihm zumindest nach nicht rennsportlicher Denkweise auch das höchste Gehalt zu. Das scheint man beim Wort genommen zu haben, denn die Kombination aus Gage und einem persönlichen Sponsorenpool dürfte pro Jahr über drei Millionen Euro ergeben. Bei Mercedes legt man jedoch Wert auf die Feststellung, dass nur aus Stuttgart bei weitem keine solchen Summen nach Salzburg überwiesen werden.
"Ich hoffe, er fährt so lange bei uns, bis er sich dreieinhalb Millionen verdient hat, aber dann reden wir über eine längere Periode", rechnete Haug und stellte diesbezüglich bis zu sechs Jahre in den Raum. "Seine Gage bewegt sich in einem ganz normalen DTM-Bereich. Ralf ist immerhin nach seinem Bruder der zweiterfolgreichste deutsche Formel-1-Rennfahrer überhaupt. Trotzdem können wir natürlich keine Formel-1-Gagen bezahlen."
Eine große Chance
Am Mittwoch hat Mercedes bestätigt, dass Ralf Schumcher 2009 in der aktuellen C-Klasse Platz nehmen wird.
Ralf Schumacher (33) hat seinen Vertrag verlängert und startet auch 2009 in der DTM. Nach seinem Lehrjahr im Vorjahreswagen fährt er 2009 die aktuelle Trilux AMG Mercedes C-Klasse. Das gab Mercedes-Benz Motorsport heute bekannt. Die Saison beginnt in 95 Tagen am 17. Mai 2009 in Hockenheim.
Ralf Schumacher begann seine DTM-Karriere nach elf Jahren in der Formel 1 am 13. April 2008 in Hockenheim. Wie zuvor Jean Alesi und Mika Häkkinen, die 2002 und 2005 nach der Beendigung ihrer Formel-1-Karrieren von der Formel 1 in die DTM wechselten, war Ralf Schumacher mit Abstand der am meisten gefragte Interviewpartner für die Medien und ein Liebling der Zuschauer.
Seinen ersten DTM-Punkt holte Ralf Schumacher mit dem achten Platz bei extremen Witterungsbedingungen auf dem Nürburgring. Dort ging er als Siebter ins Rennen, sein bestes Qualifyingresultat. In Barcelona wurde er Siebter, sein bestes Rennergebnis der Saison.
Ralf Schumacher hatte seine elfjährige Formel-1-Karriere am Ende der Saison 2007 nach 180 Grand-Prix-Rennen beendet. Er gewann davon sechs und wurde 2001 und 2002 mit BMW-Williams jeweils Vierter der Fahrer-WM. Ralf Schumacher ist der zweiterfolgreichste deutsche Grand-Prix-Pilot nach seinem Bruder Michael. Nach seinem Wechsel in die DTM Anfang letzter Saison wurde er mit seiner freundlichen, offenen Art bei Fans und Medien rasch zu einem der beliebtesten Fahrer in der DTM 2008.
Ralf Schumacher: "Nach nur einem Jahr mit dem Vorjahresmodell steige ich jetzt in die aktuelle Mercedes-Benz C-Klasse um. Eine große Chance für mich."
"Uns allen war klar, dass 2008 für mich ein Lernjahr werden würde, deshalb bin ich mit dem Erreichten zufrieden. Die 2009er C-Klasse ist für mich eine große Chance und ich will das von Mercedes-Benz in mich gesetzte Vertrauen mit guten Ergebnissen rechtfertigen."
"Die DTM ist in meinen Augen die beste Tourenwagenserie der Welt. Hier wird um jeden Meter und jede Zehntelsekunde hart gekämpft. Das gefällt nicht nur mir, sondern auch den Fans, wie ich aus vielen Begegnungen im Fahrerlager weiß. In keiner anderen Top-Rennserie wird den Zuschauern aus meiner Sicht mehr fürs Geld geboten."
Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Ralf Schumacher hat in der letzten Saison gezeigt, dass er mit ganzem Herzen in der DTM fährt und er im Tourenwagen nach seiner Formel-1-Karriere nicht etwa sein persönliches Auslaufmodell sieht."
"Sein Lehrjahr hat ihm und der DTM gut getan. Die Rennserie hat dabei erneut bewiesen, dass auch ein Weltklassefahrer mit Formel-1-Siegen auf dem Konto nicht kommen und gleich im Vorderfeld fahren kann - aber trotzdem wurde Ralf schon in seinem Premierenjahr einer der Publikumslieblinge und stand von Anfang bis Ende im Mittelpunkt des Interesses."
"Unsere letzten Tests in Mugello haben gezeigt, dass Ralf einen DTM-Tourenwagen auf Top-Niveau bewegen kann. Er soll jetzt nach seinem "Lehrjahr" die Chance in unserer aktuellen C-Klasse von 2009 erhalten: Jetzt gilt's für ihn und für uns und ich bin sicher, Ralf wird zeigen, was er kann."
Quelle: Adrivo, 11.02.09
Er soll bleiben
Adrivo.com, 18.01.09
Wenn es nach Mercedes geht, soll Ralf Schumacher weiter in der DTM fahren. Die Gespräche dauern aber noch an.
Um den Verbleib von Ralf Schumacher in der DTM wurde in den letzten Wochen viel spekuliert. Im Focus hieß es sogar, dass man keine gemeinsame Zukunft sehen würde, da die hohen Gehaltsforderungen und eine nicht überwältigende Einstiegssaison negative Eindrücke hinterlassen haben.
"Das ist eine Falschmeldung. Mit uns hat niemand gesprochen, da wurde überhaupt nicht recherchiert", sagte Norbert Haug gegenüber dem Sportinformationsdienst am Sonntag. "Wir sind derzeit in Gesprächen und wollen mit Ralf Schumacher weitermachen. Er hat ja auch schon getestet."
Eine weitere Saison im Jahreswagen wird Ralf Schumacher aber wohl kaum bestreiten. Ob er wirklich ein aktuelles Auto bekommt, ist jedoch noch fraglich. "Da arbeiten wir dran", so der Motorsportchef von Mercedes. Zudem sagte Haug, dass für eine Vertragsverlängerung noch jede Menge Zeit sei. Die DTM-Saison startet nach Verschiebungen erst Mitte Mai...
Schumacher setzt auf die Schifffahrt
09.01.2009
DTM-Fahrer Ralf Schumacher hat bislang keinen Vertrag für die anstehende Rennsaison, setzt aber schon die Segel für die Zeit nach dem Motorsport
(Motorsport-Total.com) - Wie es für Ralf Schumacher 2009 weitergeht, steht derzeit noch nicht fest. Der ehemalige Formel-1-Fahrer soll laut Informationen von 'Bild' noch keinen Vertrag für dieses Jahr besitzen, dementsprechend wird derzeit über die Zukunft des Mercedes-Piloten in der DTM spekuliert. Fest steht aber, dass Schumacher den Sprung ins momentan kalte Wasser wagen wird: Der 33-Jährige steigt ins Boot-Business ein und wird zum Yachtdesigner. Ein eigens Schiff tuckert längst über die Weltmeere.
"Bootstechnik hat mich schon immer fasziniert", wird Schumacher vom 'Express' zitiert. Und scheinbar ist das Interesse an der Schifffahrt noch größer geworden, denn der ehemalige Toyota-Pilot plant, künftig eigene Schiffsmodelle in See stechen zu lassen. Dabei helfen soll Werftbesitzer Albert Drettmann, den Schumacher bereits 2000 auf der Messe 'Boot' kennen lernte.
"Sie wollen gemeinsam neue Modell entwickeln", erläuterte Drettmanns Sprecherin Irena Mamic. Erste Gehversuche in diesem Metier hat Schumacher schon hinter sich, schließlich ist er stolzer Besitzer einer 24 Meter langen Yacht, die auf den Namen 'Tiger Rose' hört. "Ralf hat den Stil vorgegeben, sowohl was Außen- als auch das Innendesign angeht", sagte Mamic.
Das Boot entstammt der 'Bandido 75'-Kollektion aus dem Hause Drettmann und ist mit einem metallic-grauen Speziallack versehen. An Bord finden sich freilich die modernsten Navigationsinstrumente sowie Hightech pur. Und außerdem schlummern im Bauch des Bootes noch 1.120 Pferdestärken - damit sollte ein Rennfahrer nun durchaus umzugehen wissen...
Ralf Schumacher hatte "im Großen und Ganzen" viel Spaß
20. November 2008
In seinem Debütjahr war Ralf Schumacher einer von wenigen Jahreswagenpiloten mit Punkten - Zu seinen Chancen auf einen Neuwagen kann er "noch nicht viel sagen"
(Motorsport-Total.com) - Der "prominente Fahrschüler" hat sein Premierenjahr in der DTM abgeschlossen. Ralf Schumacher brachte es in seinem ersten Jahr als Mercedes-Pilot auf insgesamt drei Punkte. Damit konnte er früher Zählbares auf sein Konto bringen als manch anderer Neueinsteiger. Neben Erfolgserlebnissen musste Schumacher aber auch Tiefpunkte hinnehmen. Dazu gehörten Wochenenden wie in Brands Hatch, wo ihm die Strecke überhaupt nicht lag oder Rennen, in denen für ihn schon im Startgetümmel Schluss war.
'Motorsport-Total.com' fragte Schumacher im Mediengespräch nach seinem Fazit nach einem Jahr DTM. "Im Großen und Ganzen macht es sehr viel Spaß", antwortete er. "Mit den Rennen bin ich bisher auch recht zufrieden. Im Qualifying kann ich aber teilweise noch nicht so das Beste aus dem Auto herausholen. Da besteht sicherlich noch einiges an Trainingsbedarf." Das sei aber gar nicht so einfach, betonte er. Denn schlißelich testen die Jahreswagenteams nicht. "Und wenn man dann immer nur an den Wochenenden fahren kann, ist das auch nicht so leicht." Denn mit einem begrenzten Kontingent an Reifen kann man auch nicht so viele Trainingsrunden drehen, wie man möchte.
In den Qualifyings der letzten Saisonrennen seien auch noch technische Probleme dazu gekommen, erklärte Schumacher weiter: "Das war ein bisschen schade, aber meistens konnte ich das auch im Rennen wieder gut machen. Von daher bin ich eigentlich relativ zufrieden. Ich bin einer wenigen, die in einem Vorjahreswagen Punkte geholt haben. Ich denke, das ist gar nicht so schlecht."
Schumacher bereut den Schritt nicht, in die DTM gegangen zu sein. Es herrsche ganz klar eine "etwas nettere Atmosphäre", als in der Formel 1: "Es ist relaxter, der Umgang im Team ist sehr schön, macht sehr viel Freude." Gleiches gilt für den Umgang mit den Fans. Als "Promi-Neuzugang" schrieb er geduldig Autogramme und posierte lächelnd für zahllose Fotos: "Wir hatten natürlich Rennen im Ausland, wo das Interesse nicht ganz so groß ist, dafür aber auch so Veranstaltungen wie in Hockenheim, die einfach toll waren. Und es war eine sehr positive und schöne Erfahrung dieses Jahr."
Von diesem Jahr zum nächsten Jahr: Ob er selbst wieder dabei sein wird, ist laut Schumacher "noch nicht raus". Sicher ist aber, dass Ehefrau Cora "auf jeden Fall" in der DTM bleibt: "Sie wird ihr 'DTM.TV'-Engagement weiterführen. Was mich betrifft, müssen wir noch ein bisschen warten. Wir müssen uns erstmal zusammensetzen, die Saison Revue passieren lassen, die Jungs von HWA fragen, inwieweit es gut oder schlecht war und dann werden wir das gemeinsam entscheiden."
Eines ist aber auch klar: Ein weiteres Jahr in "Gebrauchtwagen" dürfte für Schumacher wenig reizvoll sein. Bei Mercedes wird nach Bernd Schneiders Abschied mindestens ein Neuwagen frei. Sollte Paul Di Resta in die GP2 oder gar die Formel 1 wechseln, wären sogar zwei 09er-Cockpits frei. Wie stehen Schumachers Chancen, eines davon zu bekommen? "Ich kann das jetzt noch nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass es mir dieses Jahr verdammt viel Spaß gemacht hat. Aber natürlich bringt das Thema Neuwagen ganz andere Dinge mit sich, die ich noch nicht abschätzen kann. Da werde ich mich selbst auch erst einmal beraten lassen."
Quelle: motorsport-total.com
Winterschlaf? Von wegen...
03. November 2008 - 13:17 Uhr
Die Saison 2008 ist zu Ende, in der DTM stehen die Räder nun erst einmal eine Weile still: Bei den Piloten ist aber alles andere als Füße hochlegen angesagt
(Motorsport-Total.com) - Der Meister ist gekürt, die Saison ist zu Ende: In der DTM ist nun erst einmal Pause angesagt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sich alle Piloten entspannt in einen mehrwöchigen Urlaub verabschiedet haben. Auch in der Off-Season gibt es jede Menge zu tun - beruflich wie privat. 'Motorsport-Total.com' hat sich im Fahrerlager umgehört, welche Pläne die Piloten für die kommenden Wochen haben.
"Nein, nein, geht gar nicht", winkt Mercedes-Pilot Ralf Schumacher auf die Frage ab, ob er sich nach seinem Premierenjahr nun erst einmal Urlaub gönnt. Das liege aber nicht an seinen Vertragsverhandlungen mit Mercedes. "Ich habe relativ viel privat zu machen. Ich kümmere ich mich auch um die Buchhaltung im Laden meiner Frau oder respektive um alles Administrative", erzählte er. "Das steht ziemlich viel Arbeit an, weil wir gerade eine neue Mitarbeiterin haben. Zu meiner Kartbahn muss ich auch noch dringend, woanders baue ich dann auch gerade noch um, es ist also einiges zu tun."
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Angesichts dieses vollen Terminplanes könnte man davon ausgehen, dass Schumacher richtig froh darüber ist, dass die Saison vorbei ist: "Nein, überhaupt nicht. Zeit genug habe ich sonst auch, das ist ja das Schöne an der DTM. Man hat einfach mehr Zeit für andere Dinge. Obwohl - eigentlich hat man zuviel Zeit: Ein bisschen mehr fahren wäre doch schön."
Teamkollege Maro Engel hat gerade am Nürburgring Dreharbeiten für Mercedes-Benz-TV absolviert. Und am kommenden Samstag steht für ihn wie alle anderen Mercedes-Piloten der nächste Pflichttermin an: Stars&Cars in Stuttgart. "Ich freue mich auch schon riesig drauf. Das wird bestimmt toll."
Auch Mathias Lauda hat derzeit einiges zu tun. Nachdem Saisonfinale ist er nach Hause nach Barcelona geflogen, doch nun geht es schon wieder nach Hockenheim: "Dort mache für AMG Taxifahrten im C36 Performance."
Auch im Audi-Lager ist alles andere angesagt als Füße hochlegen. Und dabei ist nicht nru Champion Timo Scheider ein gefragter Mann. Teamkollege Martin Tomczyk ist ebenfalls nicht untätig: "Wir haben die deutschlandweite Q-Präsentation, in die ich ziemlich eingespannt bin. So zieht sich das bis zur Motorshow Essen durch. Viel Pause gibt es also nicht." Auch Audi-Rookie Oliver Jarvis ist für den Arbeitgeber unterwegs. "Ich hoffe aber, dass ich irgendwann ein oder zwei Wochen in Urlaub kann."
Tom Kristensen hat ebenfalls einige Termine, "das hat aber mehr mit Le Mans zu tun. Und dann gehe ich nach Dänemark. Dort war ich schon länger nicht mehr. Aber diesmal habe ich auch dort Termine." Und im Dezember geht es für Kristensen und Teamkollege Mattias Ekström nach London, zum Race of Champions im Wembleystadion. Ein Rennen, das dem Dänen viel Spaß macht: "Man hat weniger Druck und es ist mehr eine Show. Das ist auch mal schön! Aber da ist es noch ein bisschen hin. Dazwischen mache ich auf jeden Fall noch Urlaub."
Quelle: motorsport-total.com
Ralf zum Rennen in Hockenheim:
Hockenheim - Das letzte Saison-Rennen der DTM 27.10.2008 15:00
Am Donnerstag bin ich in Hockenheim angereist. Die Strecke kenne ich, von meiner Formel1- Zeit, recht gut.
Samstagvormittag war ich noch voller Euphorie. Im Qualifying alles geben und mal wieder ein respektables Ergebnis einfahren. Doch es kam anders. In der ersten Runde, in Kurve 1, fuhr ich über die Curbs und beschädigte mir den Splitter.
Wir haben versucht, ihn mit Tape-Band zu befestigen, aber er war trotzdem noch locker. Der Splitter ist eines der sensibelsten Teile an einem DTM-Auto und enorm wichtig für die Aerodynamik. Leider schaffte ich es nur auf den 16. Platz. Im Rennen mal wieder der Kampf von hinten.
Zum Glück haben sich meine Starts in den letzten Rennen verbessert, denn die Spitzkehre ist ein neuralgischer Punkt. Hier kann man sich leicht verbremsen, wenn die Bremstemperatur und der Grip noch nicht voll da sind. Der Start war ok. Ich konnte sofort einige Kollegen überholen und befand mich bereits auf dem 14. Platz, als es vor mir mal wieder krachte. Ich musste, um nicht mit einem anderen Auto zu kollidieren, weit über den Seitenrand, was mich wieder einige Plätze nach hinten warf. Die Boxenstops funktionierten einwandfrei. Mein Team hat wie immer super gearbeitet. Bis auf den 14. Platz schaffte ich es, mehr war leider nicht drin.
Recht herzlich möchte ich mich bei Mercedes, dem Mücke Team, allen Fahrerkollegen, und ganz besonders bei den Mechanikern für die professionelle und freundschaftliche Unterstützung bedanken. Das vergangene DTM-Jahr war eine tolle Erfahrung und eine enorm große Herausforderung für mich, es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Vielen Dank!!!!
Bis zum nächsten Mal
Euer Ralf
Zum traditionellen Mercedes-Saisonabschluss Stars & Cars am 8. November in Stuttgart werden auch Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen erwartet
(Motorsport-Total.com) - Noch stehen die Mercedes-Fahrer und -Teams mitten im Wettbewerb um die Meistertitel in der Formel 1 und in der DTM. Das DTM-Finale steigt am 26. Oktober 2008 in Hockenheim, der letzte Grand Prix der Formel-1-WM 2008 findet am 2. November 2008 in São Paulo statt.
Für Mercedes endet die Saison traditionell mit dem Stars-&-Cars-Tag - in diesem Jahr am 8. November 2008 von 10:00 bis 16:00 Uhr rund um das Mercedes-Museum und das Mercedes-Center vor den Werkstoren in Stuttgart-Untertürkheim. Mit dabei sind alle Mercedes-Rennfahrer der Saison 2008, angeführt von Lewis Hamilton, Heikki Kovalainen sowie den Testfahrern Pedro de la Rosa und Gary Paffett.
Ebenfalls bei Stars & Cars: alle Mercedes-DTM-Fahrer mit dem fünffachen Rekordchampion Bernd Schneider und ehemaligen Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher sowie die Mercedes-Nachwuchspiloten aus der Formel-3-Euroserie.
Das abwechslungsreiche Programm bietet den Besuchern Begegnungen mit den Fahrern hautnah und Technik zum Anfassen: Boxenstoppwettbewerbe zwischen den Formel-1- und DTM-Teams, Beschleunigungsvergleiche mit Renn- und Serienfahrzeugen, Autogramm- und Interviewrunden, Fahrerparade, Demonstrationsfahrten aktueller und historischer Rennfahrzeuge und eine Präsentation der aktuellen sowie früheren Formel-1-Safety-Cars von Mercedes.
Mercedes veranstaltet den Stars-&-Cars-Tag seit 1994 als Abschluss der jeweiligen Rennsaison. Seitdem fand das Motorsportfest 14 Mal statt; im letzten Jahr kamen über 60.000 begeisterte Besucher, um die Mercedes-Motorsportler und ihre Rennautos aus nächster Nähe zu erleben. Der Eintritt zum Motorsportaktionstag ist frei.
Vertragsverlängerung
Warum Ralf Schumacher für die DTM so wichtig ist
27. Oktober 2008, 15:59 Uhr
Für die kommende Saison haben die Organisatoren der DTM zwei Wünsche: Die Hoffnung, dass Citroen in die Rennserie einsteigt, und dass Ralf Schumacher weitermacht, weil die Meisterschaft bekannte Gesichter wie ihn braucht. Der 33-Jährige stellt aber Bedingungen, um nicht wieder Vorletzter zu werden.
Gern gesehene Gäste an den DTM-Strecken: Ralf und Cora Schumacher
Als Taxifahrer hat er sich bestens bewährt. Beim Saisonfinale in Hockenheim musste Ralf Schumacher ausgewählte Käppchenträger um den Ring chauffieren. Der Service am Fan gehört zu seinem Job als Mercedes-Pilot des Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM). Die Fahrten im Renntaxi waren am Wochenende der Hauptgewinn eines Preisausschreibens.
Schumacher (33) ist nach dem Abschied aus der Formel 1 mit dem Schritt zurück in die zweite Reihe erstaunlich gut klar gekommen und mit der fast familiären Atmosphäre im Fahrerlager der DTM schnell warm geworden. „Ich habe die Basis des Motorsports nicht verlassen. Das ist etwas, das mir gut gefällt“, sagt Schumacher.
Am Steuer eines Rennwagens aus der Vorsaison hat er sein Gesellenstück abgeliefert, als Letzter in Hockenheim und Vorletzter der Gesamtwertung nicht gerade ruhmreich. Wie fast jeder ehemalige Grand-Prix-Pilot hat sich auch Schumacher im ersten Jahr mit einem Dach über dem Kopf schwer getan. „Ich bremse grundsätzlich etwas zu spät. Ich will immer schneller fahren, als es das Auto kann“, sagte er vor dem Abschlussrennen. Bei den ersten Testfahrten Anfang des Jahres hatte er über dasselbe Phänomen geklagt. Wenigstens DTM-Champion Timo Scheider (Audi) muntert auf: „Ralf hat sich wacker geschlagen.“
Schumacher will mehr
Und so kommt es wohl bei der Vertragsverlängerung nur darauf an, ob Schumacher nicht zu selbstkritisch ist. Er will eine Perspektive haben. „Ich kann allein nicht beurteilen, ob es Sinn macht, weiterzufahren“, sagt er vorsichtig. Die Frage müsse an die Verantwortlichen seines Mercedes-Teams gerichtet werden. Aber die Entscheidung, ob er weiterfährt, „ist nicht nur die Entscheidung von Norbert Haug“. Der Mercedes-Motorsportchef und Freund des sechsmaligen Grand-Prix-Gewinners versichert: „Ich gehe davon aus, dass er weiterfährt.“
Schumacher wird aushandeln wollen, dass er kommende Saison in einem der vier aktuellen Autos Platz nimmt. Da wird Mercedes mit sich reden lassen. Nach dem Rücktritt von DTM-Rekordchampion Bernd Schneider und dem wahrscheinlichen Wechsel des DTM-Zweiten Paul di Resta in die GP2 oder Formel 1 werden zwei Cockpits in starken Teams frei.
DTM braucht bekannte Gesichter
Schumacher hat sich fast unverzichtbar gemacht. DTM-Macher Hans Werner Aufrecht hegt neben dem Einstieg eines dritten Herstellers wie Citroen nur einen sehnlicheren Wunsch für die kommende Saison: dass Ralf Schumacher bleibt. „Für die Serie wäre es eine große Unterstützung, wenn er weiterfährt“, sagt Aufrecht. Auch 2009 macht seine Serie wieder elfmal Station, darunter in Italien, Spanien, England, Frankreich und den Niederlanden. Es braucht bekannte Gesichter, die die DTM vom zweifelhaften Image eines „Krieges zweier deutscher Autokonzerne“ („Guardian“) befreien.
Das gestiegene Interesse an der DTM führen Aufrecht und dessen Kollegen auf Schumachers Engagement zurück. Rund zwei Drittel der Medienbeiträge über das Tourenwagen-Masters hatten mit Ralf Schumacher zu tun. Aufrecht sagt: „Wenn solche Fahrer für ein so großes Echo sorgen, können wir nicht sagen, wir brauchen sie nicht.“
Jedenfalls nicht nur als gut bezahlte Taxifahrer.
Quelle: Welt.de
27.10.2008
Motorsport - DTM
Ralf Schumacher will mehr Gas geben
DTM-Lehrling hofft auf Durchbruch im Neuwagen
von Marcus Schuster
In seiner Lehrsaison hat sich Ralf Schumacher besser geschlagen als von vielen vorausgesagt. Dennoch zögert Mercedes noch, dem ehemaligen Formel-1-Star eine Bewährungschance in einem DTM-Neuwagen zu versprechen. Schumacher nimmt es gelassen.
Zur öffentlichen Pressekonferenz zum Saisonfinale des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) waren alle Fahrer von Mercedes-Benz erschienen. Paul di Resta, zu diesem Zeitpunkt noch heißer Titelkandidat, Bruno Spengler, Vizemeister sowie bester Mercedes-Pilot 2006 und 2007, und die Tourenwagen-Legende Bernd Schneider, der nach fünf Meisterschaften, 43 Siegen und 110 Podiumsplätzen den Rennhelm an den Nagel hängt.
Beworben wurde die Veranstaltung aber mit der Pappfigur eines DTM-Neulings, der in seiner Lehrsaison im Gebrauchtwagen drei Punkte gesammelt hat: Ralf Schumacher.
Zitat
„Ich bin einer der wenigen, die Punkte haben im Vorjahreswagen, von daher war es gar nicht so schlecht.“
Ralf Schumacher
Lob von "Mister DTM"
Unter den so genannten Jahreswagenfahrern von Mercedes war nur der Engländer Gary Paffett, als DTM-Meister von 2005 ein erfahrener Tourenwagen-Pilot, erfolgreicher als der ehemalige Formel-1-Star. Zweimal, auf dem Nürburgring und in Barcelona, fuhr Schumacher in die Punkteränge. Beim Regenchaos in der Eifel schaffte er mit Platz sieben im Qualifying sein bestes Trainingsergebnis, fuhr bei schwierigen Bedingungen im Rennen konstant schnell und sicherte sich den ersten Zähler. In Barcelona wurde er von Startplatz 17 sogar Siebter. Als größte Schwäche erwies sich meist das Training. In Le Mans und Zandvoort musste er deshalb als Letzter ins Rennen starten.
Schumacher zieht insgesamt aber ein positives Fazit seiner Premieren-Saison: "Ich bin einer der wenigen, die Punkte haben im Vorjahreswagen, von daher war es gar nicht so schlecht." Sogar "beeindruckt" von Schumachers erster Saison zeigte sich Bernd Schneider. Der "Mister DTM" lobte, wie gut sich der Neuling menschlich ins Team einfüge. Und Norbert Haug attestierte Schumacher schon vor Wochen einen bestandenen Härtetest, ließ die Frage nach der Besetzung der Neuwagen aber auch in Hockenheim unbeantwortet. "Es hängt noch an Vertragsfragen. Ein endgültiges Bild machen wir erst nach der Saison", sagte der Mercedes-Motorsportchef und ergänzte: "Im Kopf machen wir das schon vorher."
Verdammt viel Spaß
Auch Schumacher will sich noch nicht öffentlich auf eine weitere DTM-Saison festlegen. Er erklärte in Hockenheim aber zum wiederholten Male, dass das Jahr "verdammt viel Spaß gemacht" hat. In der familiäreren DTM fühlt er sich wohler als in der Formel 1: "Es ist eine nettere Atmosphäre, relaxter. Der Umgang mit dem Team macht sehr viel Freude, auch mit den Medien." Schumacher wirkt trotz der ungeklärten Zukunftsfrage entspannt. Er witzelt sogar über seine Schwierigkeiten im Training: "Oje, in der Startliste muss man ja umblättern."
Nur kurz klingt ein wenig Frust über die Fahrten im hinteren Mittelfeld durch: "Im Gebrauchtwagen tut sich einfach nichts in der Entwicklung, und dann fährt man immer um die selbe Platzierung herum." Darüber, dass er noch keinen Neuwagen angeboten bekam, ist er dennoch nicht enttäuscht: "Es liegt ja mit an mir." Nach Abschluss der Formel-1-Saison werde man sich zusammensetzen und über die kommende Saison beraten.
Zitat
„Im Gebrauchtwagen tut sich einfach nichts in der Entwicklung, und dann fährt man immer um die selbe Platzierung herum.“
Ralf Schumacher
DTM gehen die Stars aus
2009 hat Mercedes nach Bernd Schneiders Abschied mindestens ein Neuwagen-Cockpit frei und außerdem keinen deutschen Fahrer mehr in den Top-Teams. Gerade nachdem in den vergangenen Jahren Stars wie Jean Alesi, Heinz-Harald Frentzen, Mika Häkkinen und jetzt Bernd Schneider die Serie verließen, wäre ein Publikumsmagnet umso wertvoller. Schon Schumachers Einstieg in dieser Saison zog viel Aufmerksamkeit auf die DTM. Durch die verstärkte Medienpräsenz und den spannenden Zweikampf zwischen Audi-Pilot Timo Scheider und Mercedes-Fahrer di Resta verbuchte die DTM in Hockenheim mit 165.000 Besuchern sogar einen neuen Zuschauerrekord - mehr als beim deutschen Formel-1-Grand-Prix im Sommer.
Auf der Strecke konnte sich Schumacher allerdings diesmal nicht empfehlen, sondern erlebte ein rabenschwarzes Wochenende. Wieder einmal hatte der Wahl-Salzburger Probleme im Qualifikationstraining. "Das habe ich selber verbockt", gab er zu, nachdem er sich bei einem Ausritt den für die Bodenhaftung wichtigen Splitter beschädigt hatte. Nicht besser lief es im Rennen: Von Position 16 gestartet leistete er sich wieder einen Ausflug ins Grün und hatte danach erneut Probleme mit der Aerodynamik. Derart gehandicapt wurde Schumacher nur 14. und Letzter.
Langsame Gebrauchtwagen
Doch auch ohne die kleinen Fehler wären kaum Punkte möglich gewesen, denn in dieser Saison und insbesondere beim Finale erwiesen sich die Unterschiede zwischen Neu- und Jahreswagen als immens. Waren in der vergangenen Saison die Gebrauchten noch siegfähig, hängten in Hockenheim die aktuellen Autos in der Qualifikation die 2007er-Modelle um eine halbe Sekunde ab. Auch im Rennen belegten die Neuwagen geschlossen die Plätze eins bis acht. Sogar gegen die älteren Audi waren die gebrauchten Mercedes chancenlos. Mit elf Sekunden Vorsprung auf Schumacher, aber fast einer Minute Rückstand auf die Spitze schnitt Paffett, der ebenfalls berechtigte Ambitionen auf einen Neuwagen hegt, als Elfter noch am besten ab.
Vielleicht ist aber auch Platz für Paffett und Schumacher, denn di Resta, der sich nach überragender zweiter Saisonhälfte in Rennen und Meisterschaft nur knapp Scheider geschlagen geben musste, könnte schon bald in den Formel-Sport wechseln. Die Freigabe würde der jüngste aktuelle DTM-Fahrer erhalten, denn "einem jungen Talent den Weg in die Formel 1 zu verbauen, ist nicht Mercedes-Stil", wie Motorsportchef Haug sagt.
Sportliches Aushängeschild
So deutet alles darauf hin, dass der DTM-Lehrling Schumacher in der kommenden Saison sein Gesellenstück machen darf. Im Neuwagen könnte die DTM-Karriere des Ralf Schumacher richtig losgehen und aus der Pappfigur auch sportlich ein Aushängeschild werden.
Quelle: ZDF.de
Ralf Schumacher: Der veflixte Kerb in Kurve 1
25. Oktober 2008 - 19:28 Uhr
Nicht nur Timo Scheider erwischte es in der ersten Kurve: Ralf Schumacher fuhr sich dort den Splitter kaputt - Chancen der Jahreswagen eher gering
(Motorsport-Total.com) - Im April fuhr Ralf Schumacher in seinem ersten DTM-Qualifying in Hockenheim auf Startplatz 15. Nun beendet der Mercedes-Pilot sein Debütjahr an gleicher Stelle auf Startplatz 16. Warum es nicht weiter nach vorn ging, ist schnell erklärt. Es erwischte ihn am Randstein in der ersten Kurve, mit dem auch Tabellenführer Timo Scheider im Qualifying unsanfte Bekanntschaft machte.
"Es war mein Fehler, ich habe mir dort im ersten Outing vorne meinen Splitter gebrochen", schilderte Schumacher sein missglücktes Qualifying. "Wir haben ihn dann zwar mit Tape befestigt, aber er hing nur noch so runter. Das hat keinen Sinn mehr gemacht. Der Splitter ist für die Aerodynamik ein sensibles Teil. Dafür war es meine Zeit ohnehin nicht schlecht, aber ich habe es mir halt selbst vermurkst."
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Das Qualifying ist am Ende seiner ersten DTM-Saison immer noch die Baustelle, an der Schumacher am meisten zu arbeiten hat. "Dort habe ich mich scheinbar nicht verbessert, zumindest von der Platzierung her", sagte Schumacher mit einem ironischen Grinsen auf die Frage von 'Motorsport-Total.com', wie er seine Entwicklung seit dem Saisonauftakt sieht. Er betonte aber: "Man muss fairerweise sagen, dass sich im Gebrauchtwagensektor in der Entwicklung auch einfach nichts tut. Deshalb liegt man immer im Bereich dieser Platzierung." Sein Markenkollege Gary Paffett habe heute als Zwölfter im Mercedes-Jahreswagen eine sehr gute Runde hinbekommen, "aber ich glaube, wir sind heute alle innerhalb unserer Möglichkeiten gefahren". Hinter Paffett reihten sich die anderen Mercedes-Gebrauchtwagen auf den Plätzen 14 bis 17 ein.
"Man muss fairerweise sagen, dass sich im Gebrauchtwagensektor in der Entwicklung auch einfach nichts tut."
Ralf Schumacher
Im Rennen hofft er nun erst einmal auf einen guten Start: "Das war am Anfang ja immer ein Manko, ist aber nun besser geworden", so Schumacher. Er konnte von Startplätzen im hinteren Feld bereits Punkte holen. Doch er bezweifelt, dass das morgen möglich ist: "Hier ist es so, dass man den Unterschied zwischen Neu- und Gebrauchtwagen sehr stark sieht. Aber klar, es ist ein langes Rennen und alles kann passieren. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass ich die Startlampen sehe (lacht; Anm. d. Red). Dann muss ich schauen, dass ich gut und ohne Feindberührung vom Fleck wegkomme und dann sehen wir weiter."
Heikel könnte es jedoch nicht nur am Start, sondern auch in der Spitzkehre werden, fürchtet Schumacher. Vor allem in Mittelfeld, in dem er sich bewegt, "könnte es da spannend werden. Das ist auf jeden Fall ein neuralgischer Punkt, an dem man sich erst einmal leicht verbremsen kann, wenn die Bremsen und der Grip noch nicht da sind."
Zum Titelkampf an der Spitze macht sich Schumacher seine eigenen Gedanken. Derzeit sehe es gut aus für seinen Markenkollegen Paul Di Resta, "aber trotzdem muss er erst einmal am anderen Audi vorbei. Und wir wissen ja, dass man da bei Audi nicht sehr zimperlich ist. Also wird es auf jeden Fall spannend werden. Ich hoffe dass man da von beiden Seiten sehr fair ist und das ganze unter sich ausmachen lässt."
Quelle: Motorsport-Total.com
Ralf Schumacher: Nach vorne schauen
14. Oktober 2008 - 11:21 Uhr
Qualifying "voll versiebt", früher Ausfall im Rennen: Nach dem Le-Mans-Wochenende will Ralf Schumacher den Kopf aber nicht in den Sand stecken
(Motorsport-Total.com) - Die Erfolgskurve von Ralf Schumacher geht in dieser Saison bergauf, bergab und wieder bergauf und bergab. Dem enttäuschenden Wochenende in Brands Hatch ließ der Mücke-Pilot in Barcelona mit Platz sieben sein bisher bestes Ergebnis folgen, Le Mans war dagegen wieder ein Wochenende zum Abhaken für ihn.
Im Qualifying von Le Mans war nicht mehr drin als der letzte Startplatz. "Das habe ich voll versiebt", räumte Schumacher auf seiner Internetseite ein. Er und das Team seien sehr enttäuscht gewesen, doch "den Kopf in den Sand stecken war nicht angesagt. Nach vorne schauen, und weiter hart arbeiten." Hoch motiviert ging Schumacher ins Rennen und am Start konnte er gleich ein paar Positionen gut machen. Doch dann kam - unverschuldet - das frühe Aus. Katherine Legge rutschte ihm ins Heck. "Mein Auto war so stark beschädigt, dass ich das Rennen beenden musste. Schade, ich glaube ich hätte noch ein paar Plätze gut machen können. Mein Mercedes lief wie immer konstant schnell und mein Team hatte eine gute Strategie ausgearbeitet."
Doch nun helfe es nichts, "über 'vergossene Milch' zu philosophieren", so Schumacher: "Wir trainieren und testen weiter und konzentrieren uns voll auf das nächste Rennen."
Darüber, wie es nach dem nächsten Rennen weitergeht, ist noch keine Entscheidung getroffen. Die Formel 1 reizt Schumacher immer noch und ein "tolles Angebot aus der Königsklasse würde mich sicherlich nachdenklich stimmen". Er ist aber Realist genug zu wissen, dass in der Formel 1 auf niemanden gewartet wird. In der DTM fühle er sich sehr wohl, erklärte er weiter. Bleibt also abzuwarten, ob er und Mercedes sich auf eine Fortsetzung ihres Arbeitsverhältnisses einigen können.
Quelle: Motorsport-total.com
Ralf Schumacher: "Es war ein super Rennen!"
21. September 2008 - 21:54 Uhr
Ralf Schumacher konnte in Barcelona mit Platz sieben sein bisher bestes Ergebnis holen - Teamkollege Maro Engel dagegen war wieder vom Pech verfolgt
Ralf Schumacher konnte sich am Ende über sein bisher bestes Ergebnis freuen
(Motorsport-Total.com) - Es sah eigentlich so aus, als ob Ralf Schumacher das Wochenende in Barcelona schnell abhaken sollte. In den Tests und im Training lief es nicht so gut, im Qualifying kam er über Platz 17 nicht hinaus. Doch im Rennen wendete sich das Blatt. Der Mücke-Pilot kam als Neunter ins Ziel. Aber dann ging es noch weiter nach vorn: Durch Mattias Ekströms Zeitstrafe rutschte er vor auf den zwischenzeitlichen achten Platz und als Jamie Green dann auch noch eine Zeitstrafe bekam, war Schumacher plötzlich Siebter. Damit holte er sein bisher bestes DTM-Ergebnis und zwei Punkte.
"Der Start war sehr gut, ich geriet dann allerdings ein bisschen ins Gerangel", bilanzierte Schumacher gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Dabei habe ich mir den Diffusor und den Splitter beschädigt. Aber mein Team hatte eine super Strategie für mich und ich hatte immer wenig Verkehr. Dazu kam auch noch ein schönes Überholmanöver gegen Christijan Albers. Alles in allem war es ein super Rennen!"
Für Schumacher fand das Wochenende so einen mehr als versöhnlichen Abschluss: "Das Wochenende war am Anfang etwas schwierig", fasste er seinen ersten DTM-Auftritt auf der ihm so vertrauten Strecke in Barcelona zusammen. "Aber im Rennen ist es dann richtig gut gelaufen. Mein Team hat toll gearbeitet!"
Engel wieder einmal im Pech
Während sich Schumacher bester Dinge auf den Heimflug machte, haderte sein Mücke-Teamkollege Maro Engel einmal mehr mit seinem Rennschicksal. Er war zwar im Qualifying noch vor Schumacher gewesen, kam aber als Letzter über die Ziellinie. "Es ist im Moment wie eine Seuche, die ich habe. Es ist das dritte Rennen gewesen, in dem ich in den ersten fünf Runden so weit zurückgefallen bin, durch Sachen, die ich nicht beeinflussen kann und dem Feld hinterherfahren muss", beschrieb er seine Gefühle.
"In der ersten Runde hat es überall gekracht und geraucht"
Maro Engel
"Diesmal war es so, dass mein Start ganz okay war, in der ersten Runde hat es überall gekracht und geraucht", schilderte Engel weiter. "Ich habe aber meinen Platz gehalten und habe dann in Runde drei angefangen, Ralf anzugreifen, der beim Start vorgefahren war. Er hat zugemacht und wir haben uns leicht berührt. Dadurch kam Markus Winkelhock an uns heran und er hat es in den nächsten beiden Runden immer wieder in Turn 1 probiert und ist mir immer wieder hinten seitlich draufgefahren. Bei einem dieser Kontakte muss er wohl den Reifen beschädigt haben, denn ich hatte dann einen schleichenden Plattfuß und musste in Runde fünf oder sechs den Reifen dann wechseln."
Die fehlenden 36 Sekunden
Doch das war nicht so einfach. Denn Engel konnte sein Team er kurz vor dem Ende der Runde darüber informieren, dass er einen Plattfuß habe: "Deshalb waren die Jungs noch nicht ganz fertig, als ich zur Box kam und wir haben gleich 36 Runden verloren. Ironischerweise sind es glaube ich genau die 36 Sekunden, die ich hinter Ralf im Ziel bin. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich hätte genauso punkten können. Ich hatte im Qualifying sicher eine starke Leistung und war vor Ralf. Ich war von der Pace in den ersten Runden ein bisschen schneller als er."
"Tja, im Moment will es einfach nicht klappen", resümierte Engel. "In Brands Hatch waren es Albers und ein kaputter Schlagschrauber, am Nürburging etwas anderes. Ich hoffe jetzt einfach mal auf ein normales und problemfreies Rennen, in dem ich ganz normal um meine Plätze kämpfen kann. Und dann wird es auch wieder mit den Ergebnissen klappen."
Quelle: Motorsport-Total.com
Ralf Schumacher: P17 und 1.000 Euro ärmer
20. September 2008 - 20:03 Uhr
Für Ralf Schumacher gab es in der Qualifikation nicht viel zu holen und dann kassierte er auch noch eine Geldstrafe wegen Überholens in der Boxengasse
Ralf Schumacher scheiterte in Q1 und kassierte dann noch eine Geldstrafe
(Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher hat zwar von der Streckenkenntnis her in Barcelona schon fast einen "Heimvorteil", doch genutzt hat ihm das in der Qualifikation nicht viel. Wie die anderen Mercedes-Jahreswagen-Fahrer hatte er so seine Schwierigkeiten. Bis auf Gary Paffett schieden alle nach Q2 aus, darunter Schumacher, der sich mit Startplatz 17 begnügen musste.
"Es war relativ schwer, ohne Verkehr zu sein, teilweise konnte man die Reifen nicht richtig aufwärmen. Aber wir haben es ganz gut hinbekommen. In meinen besten Sektorenzeiten war meine Zeit deutlich besser, aber es war sehr rutschig und es war einfach schwer, die guten Sektoren aneinanderzureihen", bilanzierte er.
Doch damit war das Kapitel Qualifikation für Schumacher noch nicht abgeschlossen. Bis 17 Uhr saß er bei der Rennleitung und kassierte einen "Strafzettel" über 1.000 Euro wegen Überholens in der Workinglane der Boxengasse. Er habe "eigentlich nichts" gemacht, sagte der Mercedes-Pilot auf die Frage von 'Motorsport-Total.com', was genau dabei vorgefallen sei.
" Erstens wollte ich nicht in ihn reinfahren und zweitens sehe ich keine Veranlassung, unter 80 Stundenkilometer zu gehen."
Ralf Schumacher
"Das ist ganz witzig, Christijan Albers ist vor mir rausgefahren, da musste ich bremsen", berichtete Schumacher, der sich keiner Schuld bewusst ist, weiter. "Dann ist er noch zweimal richtig auf die Bremse gelatscht, scheinbar um seine Bremsen aufzuwärmen und das war natürlich weit unter Pitspeed. Erstens wollte ich nicht in ihn reinfahren und zweitens sehe ich keine Veranlassung, unter 80 Stundenkilometer zu gehen. Deshalb habe ich ihn überholt, was eigentlich richtig war in dieser Situation. Aber im Reglement steht, dass das zu bestrafen ist."
Von einer Strafversetzung in der Startaufstellung sah die Rennleitung ab und verhängte stattdessen eine Geldstrafe gegen Schumacher. Wobei der Mercedes-Pilot nach dem ohnehin verkorksten Qualifying auch kein Problem damit gehabt hätte, fünf Plätze weiter nach hinten zu müssen: "Das habe ich im Spaß auch gesagt, sie haben jedoch gesagt, dass man das auch hätte beim nächsten Mal in Le Mans anwenden können."
Von Platz 17 und 1.000 Euro Geldstrafe lässt sich Schumacher die Laune aber nicht verderben. Aus dem morgigen Rennen will er einfach das Beste machen: "Wir hatten am Freitag einen sehr guten Longrun und wir sind im Rennen meistens sogar ein bisschen schneller als die Audis, die ja im Qualifying bedeutend schneller sind als wir. Heute zumindest. Und da hoffe ich schon, dass wir noch einiges machen können, wenn der Start einigermaßen gelingt. Das Rennen ist ja doch sehr lang. Aber realistisch wäre ein Platz um Position zwölf herum, wenn nichts passiert. Das ist mal das primäre Ziel."
Quelle: Motorsport-Total.com
Ralf Schumacher: Für das Rennen keine Sorgen
19. September 2008 - 19:00 Uhr
Die Longruns aus dem Freitagstests stimmen Ralf Schumacher optimistisch für Sonntag, aber für das Qualifying "müssen wir den Popo noch bewegen"
Mit seinem Longrun war Ralf Schumacher heute recht zufrieden
Den Kurs in Barcelona kennt Schumacher in- und auswendig, zumindest die längere Variante, die in der Formel 1 gefahren wird. Wie schon am Nürburgring fahre man auch auf dem Circuit de Catalunya mit der DTM ähnlich Linien wie mit der Formel 1. "Auf jeden Fall ist es schon mal kein Nachteil, die Strecke zu kennen", sagte er dazu. "Weil ich mich dann nur mit einer Sache beschäftigen muss: Das Auto für mich auf dieser Strecke kennenzulernen. Das war in Brands Hatch schon ein bisschen schwieriger, weil die Strecke auch schwieriger war."
Und so weiß Schumacher auch, wo er Zeit gewinnen oder auch verlieren kann: "Neuralgische Punkte sind sicherlich die zwei langsamen Kurven, weil man da doch dazu neigt, etwas später zu bremsen, mal Reifen zu blockieren und im Kurvenscheidepunkt viel zu verlieren", erklärte er. "Der Ausgang auf die Gerade in der letzten Schikane ist sehr wichtig. Und man darf sich auf den Kerbs nicht den Splitter kaputt machen."
Die schnellen Kurven auf dem Circuit de Catalunya seien zwar Mutkurven, aber von der Zeit her nicht so entscheidend, ergänzte Schumacher: "Die Fehlerquote ist in den langsamen Kurven fast höher. Vor allem wenn der Grip ein bisschen nachlässt, ist das Auto in den langsamen Bereichen schon schwer zu handeln."
Mit dem Longrun, den er im Test gefahren ist, ist Schumacher zufrieden: "Er war halt Barcelona-typisch und es wurde ab der Hälfte des Runs schwieriger, weil die Strecke Reifen mordend ist. Aber wenn ich mich mit den anderen Fahrern vergleiche, war es eigentlich ganz okay."
Doch bevor er am Sonntag im Rennen auf dem guten Longrun aufbauen kann, gilt es, in der morgigen Qualifikation, eine schnelle Runde hinzubekommen - eine schnellere Runde als heute: "Wenn wir einen Job richtig machen, dann haben wir schon Chancen, auch im Qualifying gut dazustehen", gibt sich Schumacher zumindest teilweise zuversichtlich. "Das haben wir in den Rennen zuvor bewiesen. Wir müssen es natürlich schaffen, dass alles perfekt läuft. Für das Rennen mache ich mir eigentlich weniger Sorgen, da wir auf den Longruns sehr gut an den Audis dran waren. Von daher müssen wir halt nur im Qualifying unseren Popo bewegen."
Quelle: Motorsport-Total.com
18.09.2008
Keine DTM-Demofahrt in Paris
Die geplante Fahrdemonstration mit DTM-Fahrzeugen im Stadtzentrum von Paris am 26. September ist kurzfristig abgesagt worden.
Obwohl alle erforderlichen Genehmigungen bereits vorlagen, entschloss sich die Pariser Stadtregierung, nun doch kein grünes Licht für die Veranstaltung zu geben und die Genehmigung zu widerrufen.
Ursprünglich sollten die DTM-Piloten Alexandre Prémat, Tom Kristensen, Ralf Schumacher und Bruno Spengler mit ihren DTM-Rennwagen in den Straßen von Paris fahren.
Talkrunde mit Schumi II beim SWR
Am heutigen Sonntag wird DTM-Pilot Ralf Schumacher als Gast in der TV-Sendung "Sport im Dritten" im Südwestrundfunk (SWR) sein. Beginn ist um 22:45 Uhr.
Der "kleine" Schumi wird über sein Leben in der DTM plaudern: Welche Erfahrungen hat er in der laufenden Saison gemacht, wie sieht sein Saisonausblick auf die verbleibenden drei DTM-Rennen, insbesondere auf das kommende in Barcelona aus?
Ein Thema bei Ralf Schumacher wird auch immer die Formel 1 bleiben. Wie schätzt er die Unterschiede zwischen der Königsklasse und der DTM ein? Was sagt der nach seinem Bruder zweiterfolgreichste deutsche Formel-1-Pilot zur Saison 2008?
DTM Fahrer Ralf Schumacher beim Trilux-Familientag
1.09.2008 Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass 3000 Arnsberger gleichzeitig die Möglichkeit haben, einen großen deutschen Rennfahrer aus der Formel 1 und der DTM hautnah zu erleben. ...
Ehemaliger Formel 1 Fahrer und jetziger DTM-Pilot Ralf Schumacher ermöglichte dies am Samstag beim Familientag der Hüstener Leuchtenfirma Trilux. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung und zahlreichen Gästen feierte der ehemalige Formel-1-Star die Eröffnung der neuen Logistikhalle des Unternehmens im Gewerbegebiet Wiebelsheide in Herdringen.
DTM-Stars auf den Champs Elysées
03.09.08
Die DTM-Piloten Alexandre Prémat, Tom Kristensen, Ralf Schumacher und Bruno Spengler werden am 26. September mit ihren DTM-Rennwagen in den Straßen von Paris fahren.
Die Demonstrationsfahrt in der französischen Hauptstadt startet um 10:45 Uhr auf dem Place du Marechal de Lattre de Tassigny. Über bekannte Straßen und Plätze wie Place Charles de Gaulle, Boulevard Haussmann, Place de la Concorde, Champs Elysées, Place des Invalides und Avenue de New York geht es dann schließlich zum Place de Varsovie, wo die Ankunft des Konvois für 11:20 Uhr geplant ist.
Danach folgt ein Fotoshooting vor der weltbekannten Kulisse des Eiffelturms. Auf dem Place de la Concorde, der komplett umrundet wird, fahren die DTM-Fahrzeuge am Hauptsitz des Welt-Motorsportverbands FIA vorbei. In der Zentrale des französischen Motorsportverbands FFSA ist eine anschließende Pressekonferenz geplant.
Hans Werner Aufrecht, Vorstandsvorsitzender des DTM-Rechteinhabers und Vermarkters ITR e.V., zeigt sich begeistert von der bevorstehenden Aktion: "Eine bessere Werbemaßnahme für das Rennen in Le Mans hätten wir uns nicht wünschen können. Fahraktionen der DTM in den Städten, also dort, wo das Publikum ist, haben bereits eine lange Tradition. Ein Auftritt in den Straßen von Paris wird aber bestimmt ein besonderes Highlight."
Quelle: Racing1.de
Ralf Schumacher: Den Kies vorgezogen
29. August 2008 - 19:56 Uhr
Ralf Schumacher hat festgestellt, dass der für ihn neue Kurs in Brands Hatch "nicht ohne" ist - Runde für Runde ans Limit und auch drüber hinaus
Lernen auf neuer Strecke: Ralf Schumacher und sein Teamchef Peter Mücke
(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Pilot Ralf Schumacher war froh darüber, dass ihn das Team am Flughafen abgeholt und nach Brands Hatch gebracht hat - in der verschlafenen Ecke der Grafschaft Kent vor den Toren Londons war er nämlich noch nie. Silverstone kannte er bisher, Oxford und Grove - nun kommt mit Brands Hatch ein weiterer Ort auf Schumachers persönlicher England-Landkarte dazu.
Der Motorsport-Routinier erlebte am heutigen Freitag ein weiteres Debüt: In den Tests ist er zum ersten Mal überhaupt auf dem Traditionskurs gefahren. 'Motorsport-Total.com' wollte im Pressegespräch von Schumacher wissen: Wie ist der erste Eindruck? "Es ist eigentlich eine recht interessante Strecke, sie ist gar nicht so leicht. Wir haben auf alle Fälle noch ein bisschen was zu tun", lautete sein Fazit. "Sehr rutschig, eine sehr schmale Linie und auf der muss man auch halbwegs drauf bleiben, was mit einem so großen Auto gar nicht so leicht ist."
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Über's Limit hinaus in den Kies
102 Runden ist Schumacher heute gefahren, zudem analysiert er die Daten seiner Teamkollegen, "um das eine oder andere noch zu finden". Das Ziel: sich erst einmal mit der Streckenabfolge vertraut machen. "Hier ist die erste Kurve ja sehr speziell, die man nicht einsehen kann und mit einem DTM-Auto ist es noch schwieriger", erklärte er. "Die Strecke bietet auf der Ideallinie recht viel Grip, aber daneben auch sehr wenig. Darauf muss man sich einfach Stück für Stück einschießen und jede Runde näher ans Limit gehen. Und wie man gesehen hat, manchmal auch drüber hinaus..."
"Ich habe wohl etwas spät gebremst."
Ralf Schumacher
Denn am Nachmittag rauschte er mit seiner Mercedes-C-Klasse ins Kiesbett. "Ich habe wohl etwas spät gebremst", analysierte er. "Ich hätte es wahrscheinlich noch geschafft, aber dann wäre das Risiko zu groß gewesen, dass ich eingeschlagen wäre. Deshalb bin ich auf der Bremse geblieben und habe den Kies vorgezogen." Und so schrammte Schumacher knapp an der Leitplanke vorbei.
Ganz langsam fuhr er danach zurück zur Box, "ich wollte die Strecke nicht so dreckig machen wie die anderen. Ich bin viel zu nett (lacht; Anm. d. Red). Aber nein, Spaß beiseite. Ich bin langsam gefahren, weil es ja nichts bringen würde, die ganze Strecke dreckig zu machen." In der Box wurde der Dreck aus dem Auto entfernt und weiter ging es. Seine Reifen seien zwar nach dem Ausritt so dreckig gewesen, dass man sie "eigentlich hätte wegschmeißen können, aber da ich die Strecke nicht kenne, ist halt jede Runde wichtig."
Anspruchsvolle vier Kurven
Der Indy-Kurs in Brands Hatch hat nur vier Kurven - die Suche nach der richtigen Abstimmung erleichtere das aber nicht, hat Schumacher im Test festgestellt: "Die Strecke hat ja auch zwei relativ schnelle Kurven, die erste und die vierte. Mit ihren paar Kurven hat sie trotzdem von allem etwas, sie ist sogar ein bisschen uneben und man muss über Kerbs fahren können - es ist also nicht so ohne. Die Abstimmung ist nicht leicht, aber das ist sie am Norisring auch nicht, obwohl nur vier Kurven da sind - eigenartigerweise."
Der heutige Testfreitag galt der Vorbereitung auf das Rennen, morgen gilt die Konzentration dann der Qualifikation. Und Schumacher hofft, "dass wir über Nacht noch die Strecke ein bisschen besser lernen - so im Traum (lacht; Anm. d. Red). Und dann werden wir mal schauen, was dabei rauskommt."
Quelle: Motorsport-total.com
Rennpause 12.08.2008 10:25
Hallo Fans,
nach meinem letzten Rennen vor der Sommerpause auf dem Nürburgring, wollte ich eigentlich sofort nach Hause, aber das ging natürlich nicht.
Den super 4-fach Sieg meiner Mercedes Teamkollegen, das grandiose Rennen von Bernd Schneider und auch meinen ersten Punkt in der DTM, mussten natürlich gebührend gefeiert werden. Alle Teamkollegen saßen zusammen und freuten sich über den gemeinsamen Erfolg. Es ist alles sehr harmonisch und freundschaftlich.
Am Montag morgen bin ich dann mit meinem Wohnmobil Richtung Salzburg gestartet. Meine Frau Cora und mein Sohn David erwarteten mich bereits mit gepackten Koffern. Zwei Wochen Urlaub waren geplant. Unser letzter Urlaub außerhalb der Schulferien, denn David kommt dieses Jahr in die Schule.
Aber nur faul in der Sonne liegen geht natürlich nicht. Zwei bis drei Stunden täglich trainiere ich. Laufen, Radfahren, Schwimmen, das typische Fitnessprogramm für einen Profi Sportler.
Nach den zwei Wochen Urlaub fangen auch die ersten Tests wieder an. Dann das nächste Rennen am 31. August in England, Brands Hatch. Hier habe ich einige Male getestet, aber noch nie ein Rennen gefahren. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und werde wieder mein bestes geben.
Drückt mir die Daumen
Euer Ralf
Quelle: ralf-schumcher.de
Die 9. Johann Abt Racing Show in Kempten
06.08.2008
Am 13. und 14. September steht das Allgäu ganz im Zeichen des Motorsports: Zum neunten Mal lädt ABT Sportsline zur Racing Show. Das Unternehmen, bekannt als erfolgreiches DTM-Team und führender Fahrzeug-Veredler, erwartet erneut 30.000 Gäste in Kempten. Die Besucher erleben einen Mix aus Motorsport-Action, Stars und Promis, edle Tuning-Automobile, Party, Stunt-Shows und weiteren Attraktionen.
Für zwei Tage verwandelt sich das Firmengelände in eine riesige Event-Arena. „Für alle, die noch niemals selbst bei der DTM waren, holen wir die Autos und Stars nach Kempten“, kündigt Geschäftsführer Hans-Jürgen Abt an. Und meint es ernst: Zugesagt haben bereits die Audi-Piloten aus der populärsten internationalen Tourenwagenserie – darunter Tabellenführer Timo Scheider, der amtierende Champion Mattias Ekström, Lokalmatador Martin Tomczyk und der achtfache Le-Mans-Sieger Tom Kristensen. Auch Piloten anderer Rennserien und Marken werden in Kempten erwartet. „Die Racing Show ist schon seit vielen Jahren eine riesige Gaudi“, weiß Mattias Ekström. „Und anders als manchmal an der Rennstrecke haben wir Rennfahrer hier jede Menge Zeit für die Fans.“
Eine große Ausstellung mit Fahrzeugen aus der DTM, Formel 1, Rallyesport, Le Mans und vielen weiteren Disziplinen sorgt für Motorsport-Feeling hautnah. In der eigens aufgebauten Arena, auf die man von den Tribünen besten Blick hat, zeigen die Rennfahrer am Wochenende eine Kostprobe ihres Könnens und messen sich dabei mit dem aus einigen James-Bond-Filmen bekannten Stuntman Terry Grant oder den Red Bull Freestylern und ihren waghalsigen Sprüngen auf dem Motorrad.
Ob Josef Nullinger sich da auf den Beifahrersitz traut? Der ANTENNE BAYERN-Studiotechniker ist einer der Moderatoren am gesamten Wochenende. Mit seinem niederbayerischen Humor bereichert er seit vielen Jahren das Programm und ist fester Bestandteil des „Guten Morgen Bayern“-Teams um Moderator Wolfgang Leikermoser. Verschiedene prominente Moderatoren werden Josef Nullinger bei seinen Interviews mit den Stars unterstützen. Bei der jüngsten Auflage der Johann Abt Racing Show, die als Andenken den Namen des 2003 verstorbenen Vaters der heutigen Geschäftsführer Hans-Jürgen und Christian Abt trägt, war die Promi-Dichte im Allgäu extrem hoch: Sven Hannawald, Yvonne Catterfeld, Fritz Wepper, Cora und Ralf Schumacher, Dieter Thoma oder Heinz-Harald Frentzen – nur ein kurzer Auszug aus der Gästeliste.
Auch die auf der Johann Abt Racing Show präsentierten Fahrzeuge der traditionsreichen Kemptener „Tuningschmiede“ sind außergewöhnlich: So warten zum Beispiel AS4 und AS4 Avant, Tiguan und Touareg, R8, Eos und ein von ABT-Azubis gebauter SEAT Leon auf das Publikum.
Präsentiert von der Allgäuer Zeitung ist es den Organisatoren unter Leitung von Harry Unflath und Thomas Biermaier gelungen, mit Hilfe vieler Partner ein spektakuläres Programm für die ganze Familie zusammenzustellen. So gibt es neben der PS-Action auch eine ANTENNE BAYERN- und PlayStation-Spielewelt, eine große Tombola mit attraktiven Preisen sowie zahlreiche weitere Stände und Ausstellungen rund um die Welt von ABT Sportsline. Die Show ist Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenlos mitfeiern. Eine Tradition wird auch in diesem Jahr fortgeführt: Sämtliche Erlöse der Johann Abt Racing sind für einen wohltätigen Zweck bestimmt.
Wer ABT Sportsline und die Racing Show kennt, der weiß: Die Party endet nicht mit Sonnenuntergang, sie geht dann erst richtig los: Am Samstagabend steigt erneut die „Allgäu Race Night“ in einem riesigen Festzelt auf dem Firmengelände. Für sieben Euro Eintritt erleben die Gäste Stimmungsmusik mit der Live-Band Fire 44 (früher Fire & Ice). Die Race Night beginnt am 13. September um 19 Uhr, der Vorverkauf startet am 15. August.
Weitere Infos rund um die 9. Johann Abt Racing Show erhalten sie unter www.abt-sportsline.de Quelle: motorsport-server.de
Mein erster Punkt in der DTM 29.07.2008 09:00
Hallo Fans,
Donnerstag, nach langer Wohnmobilfahrt, auf dem Nürburgring angekommen. Früh schlafen gehen um fit zu sein für das Rennwochenende. Am Freitag morgen, während der ersten Runden, merkte ich mein „Mücke“ Mercedes lag enorm gut. Die vielen Testkilometer und die Geduld meines Teams machen sich langsam bemerkbar. Meine Rundenzeiten wurden immer besser, Platz sieben im Training, ich war zufrieden.
Der Nürburgring ist auch eine besondere Herausforderung, eine anspruchsvolle Strecke die man kennen sollte. Am Samstag fing es bereits früh an zu regnen. Die Strecke war ziemlich nass, teilweise sogar geflutet. Regenreifen aufziehen uns testen was ging. Trotz des Regens habe mich sehr wohl gefühlt im Auto. Ich fuhr vergleichbare Rundenzeiten wie die Spitze im Feld. Dann fiel mein Scheibenwischer aus, die Sicht war sehr schnell eingeschränkt, die Scheiben beschlagen dann auch noch von innen, sicherlich nicht förderlich. Beim Fahren ging es durch den Fahrtwind ein bisschen besser, aber beim Reinkommen in die Box konnte ich die Mechaniker kaum erkennen. Das sind die Tücken des Fahrens in strömendem Regen.
Die Regengüsse nahmen immer mehr zu. Einige Fahrer rutschten wegen Aquaplaning von der Strecke. Ich lag auf Platz 7, da wurde das Qualifying abgebrochen. Es wäre unverantwortlich gewesen weiter zu fahren. Für mein Team und mich ein toller Erfolg.
Sonntag, hoffentlich klappt alles beim Start. Regen-, oder Trockenreifen? Wir entschieden uns für Trockenreifen. Die richtige Wahl, wie sich später herausstellen sollte. Nach dem wirklich geglückten Start konnte ich meine Position halten. Meine Rundenzeiten waren gut. Mit dem Tempo an der Spitze konnte ich mithalten. Die Boxenstopps funktionierten wieder einwandfrei. Trotz der schlechten Wetterverhältnisse, kleine Regengüsse, habe ich weiter gekämpft, denn der erste Punkt war erreichbar.
Dann die schwarz/weiße Flagge. Mein erster Punkt in der DTM.
An dieser Stelle ein dickes Lob an mein Team:“ wir haben gemeinsam den ersten Punkt geholt“!
Wir hatten bereits schon einmal die Möglichkeit Punkte einzufahren, aber wir hatten ein bisschen Pech, diesmal haben wir es uns selbst erarbeitet. Also ein bisschen feiern war angesagt. Wir hatten auch allen Grund, die ersten vier Platze „MERCEDES“. Super….
Gratulation an Bernd Schneider, der ein fantastisches Rennen gefahren ist.
Bis zum nächsten Rennen
Euer Ralf
Quelle: Ralf-Schumacher.de
"Lehrling" Schumachers erster Punkt ist da
27. Juli 2008 - 23:35 Uhr
Ralf Schumacher hat am Nürburgring den ersten Zähler auf sein Konto geholt - Sorgen werden der Audis in der Einführungsrunde - Wohnmobilfahrt statt Party
Ralf Schumacher kann sich freuen: Der erste DTM-Punkt ist eingefahren
(Motorsport-Total.com) - Der Punktgewinn kam mehr oder weniger mit Ansage. Am Freitag noch hatte Ralf Schumacher als Ziel für die restliche Saison genannt, dass er gern noch den einen oder anderen Punkt holen würde - auch wenn er weiß, dass das mit dem Jahreswagen nicht so einfach ist. 48 Stunden später hatte er seinen ersten DTM-Zähler auch schon eingefahren. Der Mercedes-"Lehrling" war das ganze Wochenende stark unterwegs und fuhr beinahe konstant in die Top 8. Dass sein siebter Startplatz kein Strohfeuer war, zeigte er im turbulenten Rennen. Am Ende wurde er Achter und holte damit seinen ersten Punkt.
"Es ist auf jeden Fall sehr schön und wir sind auch froh darüber", sagte er danach sichtlich gelöst. "Dieses Jahr hatten wir zweimal die Möglichkeit dazu, einmal hatten wir ein bisschen Pech, diesmal haben wir es uns selbst herausgefahren." Am Norisring lag Schumacher ebenfalls auf Punktekurs, wurde dann aber wegen einer defekten Bremse aus dem Rennen geworfen. Diesmal kam er durch: "Ich glaube, aufgrund der Wetterbedingungen und aufgrund dessen, was so alles passiert ist, können wir recht zufrieden sein."
Verständnis für Audi
Passiert ist einiges in diesem Nürburgringrennen. So profitierte Mercedes-Pilot Schumacher sicher auch davon, dass die Audi-Konkurrenz sich aufgrund der falschen Reifenwahl selbst das Leben mehr als schwer machte und er mit weniger Ingolstädtern um die Punkte kämpfen musste als erwartet. "Die sind großes Risiko eingegangen", sagte er dazu, dass die Audis mit Regenreifen an den Start gingen. "Ich selber hätte es wahrscheinlich auch ähnlich gemacht, weil es ja kurz vor dem Start angefangen hat zu regnen. Da konnte ja keiner davon ausgehen, dass es dann noch so hält. Denn am Nürburgring ist es meistens so: Wenn es anfängt, dann richtig. Also wären sie extrem clever gewesen. Aber ob es so eine weise Entscheidung war, weil sie ja gesehen haben, dass Mercedes auf Trockenreifen bleibt? Da hätte ich wahrscheinlich auch eher trocken gewählt."
"Wir waren im Trockenen eigentlich auch überraschend schnell."
Ralf Schumacher
Für Schumacher wurden die Ingolstädter in der Einführungsrunde dann sogar beinahe noch zum Problem: "In der Einführungsrunde sind die Audis aufgrund ihrer Regenreifen sehr vorsichtig gefahren, weil sie gehofft haben, dass es anfängt zu regnen. Das war grenzwertig, weil natürlich speziell die Piloten mit Trockenreifen die Bremsen nicht richtig aufwärmen konnten. Aber klar - aus ihrer Sicht verständlich."
Im Jahreswagen mitgehalten
Schumachers Mücke-Mercedes war auf Trocken-Set-Up unterwegs. Und es zeigte sich, dass sein Jahreswagen nicht nur im Eifelregen schnell sein kann: "Wir waren im Trockenen eigentlich auch überraschend schnell", bilanzierte er. "Bruno Spengler kam vorbei, aber konnte dann nicht wirklich wegziehen. Wir hätten auch bei trockenen Bedingungen ganz gut mithalten können. Natürlich mit einigen nicht, aber mit mehr als sonst. Das war schon einmal ganz gut." Zudem glaube er, "dass der Nürburgring unserem Auto und mir persönlich ein bisschen entgegengekommen ist und dass deshalb auch das Resultat da war."
Groß feiern konnte Schumacher seinen ersten DTM-Punkt allerdings nicht. Denn während Sieger Bernd Schneider eine Party schmiss, stieg der Wahl-Österreicher in ein Gefährt der anderen Art: "Ich habe noch einen langen Heimweg, denn ich muss mit dem Wohnmobil nach Hause fahren, von daher ist das Feiern eher schwierig", sagte er lachend. "Ich werde erst morgen früh gegen sechs Uhr daheim sein, denn schneller als hundert kann ich nicht fahren. Und unterwegs kann ich schließlich schlecht feiern."
Quelle: Motorsport-total.com
27. Juli 2008, 04:00 Uhr
Ralf Schumacher: DTM ist schwieriger als die Formel 1
Eine der häufigsten Reaktionen zu seinem Wechsel in die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) nach elf Jahren in der Formel 1 fasst Ralf Schumacher mit einem Lächeln in einem Wort zusammen: "Abstieg".
Nach sechs von elf Rennen der Saison 2008 fühlt sich der 33-Jährige in seiner Entscheidung, in eine andere Rennserie umgesattelt zu sein, bestätigt. "Natürlich war diese Reaktion vorhersehbar", sagt der mit sechs Siegen in 180 Formel-1-Rennen zweiterfolgreichste deutsche Fahrer aller Zeiten (Bruder Michael schaffte 91 Siege und sieben WM-Titel) zur "Welt am Sonntag". "Aber ich habe mich mit Leuten unterhalten, von denen ich profunde Ratschläge erhofft habe."
Schumacher hat nach dem ersten Test Mercedes-Sportchef Norbert Haug angerufen "und ihm gesagt: Das geht ganz gut, aber ich bin noch weit, weit weg vom Top-Niveau. Ihr müsst entscheiden, denn ich will niemandem eine Chance vermasseln, der auch DTM fahren will."
Vor dem heutigen Rennen am Nürburgring (wegen der Tour de France erst um 17.45 live in der ARD) überrascht Schumacher mit der Erkenntnis, im Vergleich zu einem DTM-Auto sei ein Formel-1-Wagen sogar einfacher zu fahren.
"In der Formel 1 ist es egal, ob ich jetzt fünf oder zehn Meter früher oder später bremse. Vor allem wenn ich später bremse, komme ich mit einem Formel-1-Auto noch gut um die Kurve, weil die Masse geringer ist und das Auto extrem viel Bodenhaftung hat. Bei einem DTM-Auto muss ich alles ganz genau treffen. Da muss ich vorher wissen, wann lenke ich ein, und ich darf auch nicht zu spät bremsen. Man hat viel mehr Gewicht, weniger Leistung und auch weniger Bodenhaftung. Jeder kleine Fehler wiegt doppelt schwer."
Doch bei allen logischen Erklärungen: Der Anspruch, als Ex-Formel-1-Pilot auch im Tourenwagen siegen zu müssen, begleitet Ralf Schumacher. "Bislang ging es langsam aufwärts. Und ich bin überzeugt, dass das so weitergeht." Immerhin sieht er sich auf dem richtigen Weg.
Quelle: Weltonline.de
Schumacher: "Hat eine Menge Spaß gemacht"
26. Juli 2008 - 23:50 Uhr
Nach einem elften Platz im freien Training überraschte Ralf Schumacher mit einem siebten Rang im verregneten Qualifying am Nürburgring
Auch wenn er im Regen gut war, hofft Schumacher auf ein trockenes Rennen.
(Motorsport-Total.com) - Eine der vielen Sensationen des heutigen Qualifying war auch der siebte Platz von Ralf Schumacher. Dort platzierte er sich mit einer Rundenzeit von 1:39.397 Minuten, wenn man aber seine schnellsten Sektorenzeiten zusammenrechnet, kommt man auf eine theoretische Bestzeit von 1:38.913 Minuten und damit dem fünften Platz. Im Regen konnte der Neuling seine fahrerischen Qualitäten und Fähigkeiten ausspielen.
"Wir sind erstmal zufrieden, dass wir keine großen Fehler gemacht haben und dass beide Autos mit dem Team zusammen die Leistung erreicht haben", fing Schumacher seine Analyse gegenüber 'Motorsport-Total.com' klein an. "Das ist sehr schön. Wir haben logischerweise profitiert von dem Abbruch, aber man muss es bei den Bedingungen auch erstmal schaffen auf der Strecke zu bleiben und solche Zeiten zu fahren." Vielen anderen Piloten war dies nicht gelungen.
Zudem verfügt er über kaum Fahrpraxis im DTM-Boliden im Regen, hatte aber durchaus seine Freude daran: "Ich bin bisher mit so einem Auto nie so wirklich im Regen gefahren, von daher war es sehr interessant. Hat eine Menge Spaß gemacht, zum Glück kannte ich die Strecke ja auch ganz gut. Das ist mir sicherlich etwas entgegengekommen." Das Qualifying dürfte ihn sehr an den Formel-1-Rennen vergangenes Jahr an gleicher Stelle erinnern, damals hatte der Himmel seine Schleusen ebenso weit geöffnet.
Zum ersten Mal in dieser Saison steht er so weit vorne und damit noch mehr im Blickpunkt der Fans und Medien. Die Situation wird durch seine Startprobleme, die er selbst zugibt, nicht besser. Doch Übung macht den Meister. "Wir haben ein paar Starts geübt und hoffentlich klappt das jetzt ein bisschen besser. Von Platz sieben ist auf jeden Fall viel möglich", gibt er sich optimistisch. Trotz des Erfolges im Qualifying, hofft er auf ein trockenes Rennen: "Im Regen hätte man vielleicht mehr Chancen, aber es kann auch genauso nach hinten losgehen."
Quelle: Motorsport-total.com
Ralf Schumachers nächstes Ziel: Der erste Punkt
26. Juli 2008 - 17:46 Uhr
Ralf Schumacher sieht sich in seiner Entwicklung "im Fahrplan" und will jetzt auch punkten - Vielleicht gelingt das schon beim Heimrennen
Ralf Schumacher möchte als nächsten Schritt in der DTM in die Punkte fahren
(Motorsport-Total.com) - Vom Rückschlag in der Qualifikation in Zandvoort abgesehen zeigt die Erfolgskurve bei DTM-Neuling Ralf Schumacher nach oben. Der Mercedes-Pilot nähert sich von Rennen zu Rennen den Top 10 an und ist inzwischen auch des Öfteren bester Jahreswagen-Pilot der Stuttgarter. Fünf Rennen stehen in dieser Saison noch an und Schumacher hat sich dafür ein klares Ziel gesetzt:
"Es wäre schön, wenn mal der eine oder andere Punkt kommen würde", sagte er dazu. "Das hat sich bisher aus verschiedenen Gründen noch nicht so ergeben. Die Möglichkeit ist sicher auf der einen oder anderen Rennstrecke da, die würde ich gern noch nutzen." Ansonsten seien er und sein Mücke-Team bisher aber "mehr oder weniger im Fahrplan".
Punkten am Nürburgring?
Vielleicht kann er sich den Wunsch vom ersten Punkt schon an diesem Wochenende beim Heimrennen am Nürburgring erfüllen. Im gestrigen Test wurde der gebürtige Kerpener starker Sechster, im heutigen Freien Training war er als Elfter bester 07er-Mercedes-Pilot und nach Audi-Mann Mike Rockenfeller zweitbester "Gebrauchtwagenfahrer".
"Ich glaube schon, dass wir an diesem Wochenende mit den Gebrauchtwagen schon wieder eine größere Chance haben als beim letzten Mal, in Richtung Punkte zu fahren", erklärte Schumacher. "Interessant ist eigentlich, dass die Audi-Jahres- und auch Neuwagen im Qualifying extrem stark sind, meistens aber im Rennen der eine oder andere doch in greifbarer Nähe ist. Und das müssen wir hier einfach schaffen."
Gewicht hilft ein bisschen
Schumacher hofft, dass ihm beim Versuch in die Punkte zu fahren, auch das Gewicht entgegenkommt. 15 Kilogramm ist der 07er-Mercedes am Nürburgring leichter als die Neuwagen der beiden Hersteller. "Es ist auf jeden Fall so, dass das hilft, ganz klar", sagte er und hofft: "Wenn man ein perfektes Wochenende hat, dann kann man durchaus mit einem Gebrauchtwagen in die Punkte fahren. Gary Paffett ist es ja auch gelungen."
"Wenn man ein perfektes Wochenende hat, dann kann man durchaus mit einem Gebrauchtwagen in die Punkte fahren."
Ralf Schumacher
Gleichzeitig verweist er aber auch darauf, dass die ohnehin viel konkurrenzfähigeren Neuwagen durch die Testfahrten auch während der Saison ständig verbessert werden, die Gebrauchtwagen aber nicht weiterentwickelt werden dürfen. Von daher helfe das geringere Gewicht, "dass wir dranbleiben", auch wenn es grundsätzlich für die Jahreswagen "schwerer geworden ist, weil die Abstände etwas größer sind."
Starten ist nicht "das Steckenpferd"
Eine wichtige Voraussetzung für den Punktgewinn ist ein guter Startplatz. Sollte Schumacher den heute Abend holen können, erwartet ihn morgen um 17:30 Uhr die nächste Hürde: "Das Starten ist ja Starten nicht so mein Steckenpferd", sagte er lachend und lachte noch mehr, als er gefragt wurde, was denn das genaue Problem dabei sei: "Dass ich es machen muss...". Es sei die Koordination "zwischen Kupplung, Bremshebel loslassen, Gas geben - das ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. In der Formel 1 sind wir ja meistens auf Knopfdruck gestartet, da war das etwas leichter. Es wäre schön, wenn wir das hier auch hätten."
"Das Gewühl und Gewusel ist da sehr groß."
Ralf Schumacher
Nach dem Start heißt es: Möglichst ohne Feindberührung durch die ersten Kurven kommen. "Ich glaube, wenn man da hinten startet, wo ich in der Regel stehe, ist das nicht immer vermeidbar. Das Gewühl und Gewusel ist da sehr groß und man ist ja nicht nur selbst dafür verantwortlich, sondern auch das Umfeld", räumte Schumacher ein. In den letzten Rennen hat sich das aber gebessert: "Alle werden ein bisschen ruhiger über die Saison, es dauert eben immer eine Weile, bis sich nach der Winterpause mal alle wieder eingeschossen haben aufs Rennenfahren."
Vielleicht gelingt ihm ja heute auch, einen Startplatz vor dem "Gewühl und Gewusel" zu holen - damit hätte er es morgen schon leichter.
Der Nürburgring ist sehr technisch
26. Juli 2008 - 15:48 Uhr
Einfach ist der Nürburgring nicht - die langsame Mercedesarena, auf die zwei schnelle Passagen folgen
Der Nürburgring gehört eher zu langsamen Kursen im DTM-Kalender.
(Motorsport-Total.com) - Am Samstag- und Sonntagabend geht es in der DTM auf dem Nürburgring wieder um alles. So sind der Freitag und der Samstagmittag nur dazu da, Teams, Fahrer und Fahrzeuge auf diese wenigen Stunden vorzubereiten. Doch worauf kommt es hier in der Eifel an und auf was muss man achten, um sich vorne zu platzieren.
Der Nürburgring zählt bei den Fahrern eher zu den langsamen, aber auch sehr technischen Kursen. "Du brauchst ein Auto, das bei niedrigen Geschwindigkeiten gut funktioniert", so Jamie Green. "Speziell der erste Sektor ist sehr lang mit vielen langsamen Kurven. Dort kam man viel Zeit gewinnen, aber auch verlieren." Das ist besonders im Qualifying von großer Bedeutung. "Es ist schwierig eine gute Runde zusammen zu kriegen", erzählte Mike Rockenfeller. "Die Gripverhältnisse sind nicht so gut und es ist brutal schwer ohne kleine Fehler eine Runde hinzukriegen."#w1
Eine Besonderheit ist auch, dass die meisten langsamen Kurven im ersten Sektor zusätzlich auch langzogen sind. "Dafür braucht man Grip auf der Vorderachse", erklärte Mathias Lauda. Aber da gibt es auch noch zwei weitere, um einiges schnellere Sektoren. "Da muss das Auto auch aerodynamisch gut stehen", erklärte Timo Scheider einen weiteren Aspekt des Kurses. "Wir sind beim Topspeed gut dabei und das ist wichtig hier auf dem Nürburgring."
Im Gegensatz zu einigen anderen Strecken kann man auf dem Nürburgring durchaus überholen. "Wenn du die Anfahrt zur Schikane gut hinbekommst, kann man dort überholen", erklärte Paffett gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Und in der ersten Kurve, wenn im letzten Sektor alles gut geht." Mit einem auf Topspeed ausgelegtes Fahrzeug müsste dementsprechend einiges möglich sein. In langsamen Kurven lässt sich auch mit einem schnelleren Auto schlecht überholen.
Die erste Kurve nach dem Start wird von den Piloten unterschiedlich eingeschätzt. Für Jamie Green stellt sie kein Problem dar: "Es ist ein enge erste Kurve, aber sie ist auch sehr weit. Eigentlich müssten alle erfahren genug sein, um hier heil rum zu kommen." Ganz anders für Lauda: "Die erste Kurve ist ziemlich heiß, es geht bergab und man kann auch nur wenig sehen. Man geht dann nach rechts." Spannung am Sonntagabend ist an dieser Stelle auf jeden Fall garantiert.
Um den Spannungsbogen noch weiter zu spannen, ist für das Qualifying und das Rennen auch noch Regen angesagt. Der käme zumindest Rockenfeller im 2007er Audi sehr entgegen. "Gegen Regen hätte ich nichts einzuwenden. Es würde uns keinen Vorteil bringen, aber zumindest nicht den Nachteil, den wir im Trockenen haben", meinte er mit einem Augenzwinkern.
Ralf Schumacher kennt den Nürburgring noch aus seinem Formel-1-Tagen, wo eine andere Streckenvariante gefahren wird. "Ich persönlich würde auch lieber die ganze Strecke fahren", gibt der Mercdes-Pilot zu. "Aber ich glaube aufgrund der Situation für die Zuschauer kann ich mir schon vorstellen, dass die Kurzanbindung besser ist. Wir verschwinden dann nicht so im Loch für längere Zeit. Also halte ich das für die etwas bessere Lösung für alle. Aber als Fahrer wäre die längere Strecke sicherlich noch besser."
Ralf Schumacher: "Das wird sich relativieren"
25. Juli 2008 - 20:21 Uhr
Ralf Schumacher holte im Test am Nürburgring Platz sechs und erwartet sich keine "Katastrophe" wie in Zandvoort: "Auto passt hier etwas besser"
Ralf Schumacher fuhr im heutigen zweiten Test die sechstschnellste Zeit
(Motorsport-Total.com) - In Zandvoort stand Ralf Schumacher auf dem letzten Startplatz - am Nürburgring mischte der Mercedes-Gebrauchtwagen-Pilot mit im Feld der Neuwagen. Im zweiten Test am heutigen Freitag holte Schumacher die sechstschnellste Zeit und war damit der beste Jahreswagenfahrer inmitten von Neuwagen-Piloten. 0,450 Sekunden war er langsamer als der Tagesschnellste Bruno Spengler im Mercedes - dazu ließ Schumacher zwei Audi-Neuwagen und alle anderen Gebrauchtwagen hinter sich.
"Das war reines Glück, das wissen wir schon", witzelte er über das Ergebnis. Ernsthaft bilanzierte er weiter: "Wir haben einfach gewisse Dinge probiert, ich bin recht zufrieden mit der Strecke." Vor verfrühter Euphorie will er aber nichts wissen: "Jetzt müssen wir mal abwarten, was wir gemacht haben und was die anderen gemacht haben. Das wird sich sicherlich morgen zum Teil relativieren, wir müssen einfach mal schauen. Es ist ja ganz gut, dass man schon einmal weiß, wo man hinfahren kann und - ja, sehen wir mal."
Ein möglicher Grund für das gute Ergebnis: Schumacher kennt den Nürburgring bestens aus seiner Formel-1-Zeit. Zwar musste er in Hockenheim feststellen, dass es ein himmelweiter Unterschied ist, mit einem Formel 1 oder einem DTM-Auto über dieselbe Strecke zu fahren. Doch er hat mit Freude festgestellt: "Hier ist eigentlich der Unterschied gar nicht so groß zu dem wie ich es bisher gewohnt war - von der Linie her und so. In Hockenheim ist das extremer."
"Zandvoort war eine Katastrophe für uns, das hat man ja auch am Resultat gesehen."
Ralf Schumacher
Der Nürburgring liege dem Auto etwas besser als der Dünenkurs in Zandvoort, wo es für Mercedes - egal welchen Jahrgangs - nichts zu holen gab, erklärte Schumacher außerdem, warum er jetzt vorn mitfahren kann: "Zandvoort war eine Katastrophe für uns, das hat man ja auch am Resultat gesehen. Aber hier liegt das Auto um einiges besser, dementsprechend war auch der Longrun etwas konstanter." Den Stuttgartern komme unter anderem entgegen, dass es auf der Kurzanbindung des Nürburgrings nicht so viele schnelle Kurven gibt.
Allerdings, so räumte Schumacher ein, würde er persönlich lieber die längere Strecke fahren, "aber aufgrund der Situation für die Zuschauer kann ich mir schon vorstellen, dass die Kurzanbindung besser ist. Wir verschwinden dann nicht so im Loch für längere Zeit. Also halte ich das für die etwas bessere Lösung für alle. Aber als Fahrer wäre die längere Strecke sicherlich noch besser."
Völlig ungewohnt ist für alle Beteiligten am Nürburgring etwas anderes: Wegen des Umbaus gibt es keine Haupttribüne mehr. Aus der Boxengasse erschließen sich völlig neue Perspektiven - von denen auch Schumacher, wenn auch nicht ganz ernsthaft, schwärmte: "Sehr schön, oder? Man schaut mitten ins Land rein, ins Grüne, das hat irgendwie was, oder? Vielleicht sollte man die Tribünen ja weg lassen."
Quelle: Motorsport-total.com
Ralf Schumacher schließt Comeback nicht aus
von Christian Nimmervoll
20. Juli 2008
Zwar weiß Ralf Schumacher, dass er wohl nie wieder Formel 1 fahren wird, aber sollte sich eine Möglichkeit ergeben, würde er gerne zurückkehren
DTM-Pilot Ralf Schumacher rechnet nicht mit einer neuen Formel-1-Chance
(Motorsport-Total.com/Premiere) - Ralf Schumacher stattete der Formel 1 in Hockenheim heute einen Besuch ab - und zwar nicht als Grand-Prix-Pilot, sondern als Stargast für die Fans auf der Mercedes-Tribüne. Für den DTM-Piloten war das durchaus eine schöne Erfahrung: "Ich habe das sehr viele Jahre gemacht, da ist es nicht so, dass man damit komplett abschließt", sagte er über die Königsklasse.
In der DTM wartet Schumacher mit seinem Mücke-Jahreswagen immer noch auf den ersten Punkt, allerdings ist er trotzdem der absolute Publikumsliebling. In einem Formel-1-Auto saß er aber seit seinen Tests für Force India im Winter nicht mehr. Derzeit gibt es auch keine Teams, die sich für ihn interessieren, obwohl er selbst durchaus bereit wäre, es noch einmal zu versuchen. Wahrscheinlich ist so ein Comeback jedoch nicht.
"Die ganze Problematik liegt ganz einfach daran, dass die Formel 1 auf niemanden wartet. Das letzte Jahr war extrem schlecht, somit hat sich keine gute Möglichkeit ergeben", winkte Schumacher ab, sagte aber im selben Atemzug: "Sollte sich etwas Vernünftiges ergeben, würde ich sicher noch einmal darüber nachdenken, aber ich denke, dass das nicht realistisch ist."
An Hockenheim hat der 33-Jährige schöne Erinnerungen, schließlich konnte er dort 2001 einen seiner sechs Grand-Prix-Siege feiern. Allerdings war es heute nicht so, dass die Bilder von damals noch einmal in seinem Kopf abgelaufen wären: "Nein, das ist zu lange her. Das ist einfach Vergangenheit - es war schön, aber daran denkt man heute nicht mehr", gab der jüngere Bruder von Rekordweltmeister Michael Schumacher zu Protokoll.
Quelle: Motorsport-Total.com
Ein turbulentes Wochenende in Holland 15.07.2008 17:37
Wir sind am Donnerstag in Zandvoort angereist um Freitag früh ein paar Testrunden zu fahren. Das Wetter in Holland war an diesem Wochenende verrückt. Regen, Wolkenbrüche, starker Wind, Sonne und das alles innerhalb von wenigen Stunden. Ständiger Reifenwechsel war angesagt. Die Temperaturen schwankten enorm. Die Testrunden brachten mir sehr viel, ich lernte die Strecke wieder neu kennen. Doch leider konnte ich es im Qualifying nicht umsetzen. Es klappte nichts, letzter Startplatz, von soweit hinten musste ich noch nie starten, eine neue Erfahrung für mich.
Nach vorne schauen und im Rennen alles geben.
Mein Start war eigentlich nicht so spektakulär. Aber ich konnte gleich in der nächsten Runde Katharine Legge überholen. Das war sehr gut so, denn ich konnte auch gleich auf Susie Stoddart aufschließen. Leider kam ich nicht so schnell an ihr vorbei.
In dieser Situation hat mein Team strategisch richtig gehandelt und mich früh an die Box geholt. Einen sehr guten Boxenstop haben die Jungs hingelegt, so dass ich Susie überholen konnte.
Meine Aufholjagd war damit aber noch nicht beendet. Mein Auto lief gut, die Reifenwahl passte und ich fuhr schnell an meinen Teamkollegen Maro Engel heran. Ihn zu überholen war nicht einfach, aber ich schaffte es recht zügig.
Nun hatte ich Mathias Lauda vor mir, einige Runden fuhr ich hinter ihm her, bis ich die Möglichkeit sah, auch ihn zu überholen. Danach war es eigentlich weitgehend vorbei. Nach vorne hatte ich keine Chance mehr einen Kollegen zu überholen. Ich baute meinen Abstand zu Mathias Lauda weiter aus. Ich wollte kein Risiko mehr eingehen. Zwölfter Platz, nachdem verpatzten Qualifying, ein sehr gutes Ergebnis.
Ich habe im Rennen wieder viel über mein Auto gelernt, aber auch über den Kurs. Das ist gut, falls es nächstes Jahr wieder nach Zandvoort geht. Auch dass ich überholen konnte, hat mir viel Spaß gemacht.
Ich freue mich schon auf das nächste Rennen auf dem Nürburgring. Hier habe ich bereits F1 Rennen gewonnen. Der Kurs liegt mir.
Bis bald, Ralf
Quelle: Ralf-Schumacher.de
Ralf Schuhmacher bei Trilux
Hüsten, 06.07.2008 01:15 Uhr (SK)
Die Zeit kurz vor dem Rennen auf dem Nürnberger Norisring nutzte Ralf Schumacher für einen Abstecher in das Werk des Hüstener Leuchtenherstellers Trilux.
Seit Beginn der Rennsaison geht Ralf unter dem Logo des Arnsberger Familienunternehmens auf den DTM-Rennpisten auf Punktejagd. Im Rahmen seines Besuchs informierte sich Ralf Schumacher über die Arbeitsprozesse und kam mit zahlreichen der insgesamt 1500 am Stammsitz beschäftigten Mitarbeiter ins Gespräch. "Es war interessant zu sehen, wie hier ein Arbeitsprozess in den anderen greift, um ein hochwertiges Produkt zu schaffen", so Schumacher.
Zahlreiche Autogrammwünsche
Auf seinem Weg durch die Produktionsstätten kam Ralf ins Gespräch mit den Mitarbeitern von Trilux und musste zahlreiche Autogrammwünsche erfüllen.
Im Gegenzug begleiteten Ralf unzählige gute Wünsche für das anstehende Rennen am Wochenende. "Mit Ralf Schumacher als Fahrer haben wir einen professionellen Baustein in unser Kommunikationskonzept und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mercedes eingefügt", so der Trilux-Generalbevollmächtigte Michael Huber und weiter: "Die große Resonanz in der Belegschaft ist nicht zuletzt ein Zeichen für die hohe Akzeptanz."
500 Autogrammkarten und 300 Poster hat Ralf im Rahmen seiner anschließenden Autogrammstunde signiert, bevor es für ihn zurück in die Heimat ging, um Kraft für das anstehende Rennwochenende zu tanken.
Quelle: SauerlandKurier
Norisring 01.07.2008 16:29
Hallo Fans,
habe lange nichts von mir hören lassen. Sechs Wochen Pause, das hört sich nach langem Urlaub an. War es aber nicht. Natürlich habe ich mir 10 Tage Auszeit mit der Familie gegönnt. Meine Frau Cora und unser Sohn David stellen auch berechtigte Ansprüche an meine Zeit. Es war eine schöne und erholsame Woche mit meinen beiden. Aber die Zeit geht so schnell vorbei. Sechs Wochen Rennpause, dass heißt sechs Wochen keine Rennen, aber wir haben zwischenzeitlich viel und hart getestet.
Ich finde immer mehr Gefallen an meinem neuen sportlichen Umfeld. Das Fahren mit meinem Mercedes macht ebenso viel Freude wie die Zusammenarbeit mit den Leuten vor Ort - ob das nun Mercedes-Benz, mein Mücke-Team oder sogar die Journalisten sind.
Die Rennpause haben wir gut genutzt um noch einige Details zu testen. Es hat auch super geklappt. Elfter Startplatz auf dem Norisring, mein bisher bestes Ergebnis. Das Team hat Super-Arbeit geleistet, mich dahin zu hieven. Die Strecke ist sehr speziell und schwierig zu fahren. Gratulieren möchte ich meinen Mercedes Kollegen zur Pole Position. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren fuhr B. Spengler seinen Mercedes auf den ersten Startplatz. Platz zwei und drei belegten weitere Mercedes-Kollegen Jamie Green und Paul di Resta. Super…
Elfter Startplatz eine tolle Ausgangsposition, so dachte ich. Aber leider habe ich den Start versemmelt. Das üben wir noch mal! Von elf auf siebzehn, nun hieß es kämpfen. Was auch super klappte. Ich konnte meinen Teamkollegen sowie andere Fahrer überholen. Durch die professionellen Boxenstops schaffte ich bis auf Rang 9 vorfahren. Das erste mal unter den TOPTen. Das Auto lag einwandfrei. Meine Rundenzeiten waren der Spitze sehr nahe. Dann ein Defekt an meinen Bremsen. Leider konnte ich nicht weiterfahren und musste mein Auto abstellen. Aber wir machen sichtbare Fortschritte. Je mehr Erfahrung ich sammele, desto mehr kann ich mich auf Details konzentrieren, das Auto noch ein bisschen besser abzustimmen. Wie bereits erwähnt, auch meine Starts sind verbesserungswürdig.
Erfreulich ist aber, dass meine Mercedes Kollegen das erfolgreiche Qualifying im Rennen umsetzen konnten. Im „Audi-Land“ Platz 1 und 2 für Mercedes. Ein tolles Ergebnis. Das haben wir auch gebührend gefeiert.
In zwei Wochen geht es nach Holland, Circuit Park Zandvoort kenne ich von früher, während meiner Formel3 Zeit bin ich dort einige Male gefahren.
(Motorsport-Total.com) - So schnell vergeht die Zeit: Eben noch stand Ralf Schumacher vor seinem Debüt in der DTM, jetzt gilt es für den prominenten "Fahrschüler" bereits, eine erste Halbzeitbilanz zu ziehen. Fünf Rennen sind absolviert, die Saisonmitte ist erreicht. Der Mercedes-Pilot konnte sich von Rennen zu Rennen etwas steigern. Am Norisring wäre sogar sein erstes einstelliges Ergebnis drin gewesen, wenn er nicht fünf Runden vor Schluss im wahrsten Sinne des Wortes "ausgebremst" worden und mit defekter Bremse in der Grundig-Kehre gestrandet wäre.
Vor der Saison hatte sich Schumacher entschieden, seine ersten Schritte in der DTM im Gebrauchtwagen zu machen: "Ich habe nach dem ersten Test Norbert Haug angerufen und ihm gesagt: 'Das geht ganz gut, aber ich bin noch weit, weit weg, da muss ich noch viel lernen und bevor ich irgendeinem hier die Chance wegnehme - oder auch Mercedes ein Auto weniger hat, das um die Meisterschaft fährt, lassen wir das sein'." Heute würde er "genau dieselbe Entscheidung treffen", betonte Schumacher, "aus dem einfachen Grund, weil man hier nicht herkommt und Bäume ausreißt."
Mittendrin im Lernjahr
Auch jetzt sei es noch nicht an der Zeit "Bäume auszureißen" - er sei "noch mittendrin" in seinem Lernjahr, erklärte Schumacher an seinem fünften Rennwochenende als DTM-Pilot. Für ihn selbst sei es schwer zu beurteilen, wie viele Fortschritte er schon gemacht habe: "Man natürlich hat man immer das Gefühl, dass alles ganz gut läuft. Aber erst am Ende des Jahres oder wahrscheinlich noch besser nächstes Jahr um diese Zeit wird mir auffallen, was ich jetzt alles falsch gemacht habe."
Nach wie vor sei "alles neu" für ihn, "am Norisring musste man das Auto jetzt aerodynamisch wieder ganz anders abgestimmen, dann kommen noch neue Rennstrecken, die ich noch nie gesehen habe. Also da wird noch einiges auf mich zukommen", so Schumacher.
Aber das mache den Reiz der Aufgabe aus: "Es ist interessant, wenn man versucht, sich zurechtzufinden und zu verbessern. Mir persönlich macht es auch wenig aus." Für ihn sei wichtig, dass er eine vergleichbare Leistung bringe wie die Piloten, die auf gleichem Material unterwegs sind: "Das ist in diesem Fall allen voran die Mercedes-C-Klasse. Damit bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Der eine oder andere Start hätte besser sein können, aber auch das gehört zum Lernprozess, weil das in der DTM nun mal sehr kompliziert ist. Von daher bin ich da sehr zufrieden."
Starten und schnell fahren will gelernt sein
Das Startprozedere in der DTM samt Vorspannen sei etwas, woran er besonders arbeiten müsse: "Man ist natürlich vorsichtig, am Anfang spannt man weniger vor, weil man Angst hat einen Frühstart zu machen und so weiter und so fort. Aber der perfekte Start ist auch ein bisschen Glücksache."
Zur Lernphase gehöre auch, herauszufinden, wie man in einem Tourenwagen schnell fährt: "In manchen Kurven muss man aggressiver fahren, als ich es gewohnt war, in anderen wieder runder", so Schumacher. "Sehr interessant ist in der DTM, dass sich die Linie schon auch einmal am Wochenende je nach Gummiabrieb verändert, man muss eigentlich Grip suchen. Und im Nassen muss man wieder mehr fahren wie zur Kartzeit, das hat es in der Formel 1 gar nicht gegeben. Es ist einfach eine andere Herangehensweise, schnell zu fahren."
Die Routine kommt
Irgendwann müsse man auch ein Gefühl dafür entwickeln "dass man jetzt auf seiner schnellen Runde ist", berichtet der Mercedes-Pilot weiter. "Das dauert einfach eine Zeit. man versucht es mal so und mal so. Am Anfang gibt es so viele Versionen und man weiß eigentlich gar nicht so wirklich, was man tut. Aber so langsam kommt ein bisschen Routine rein und man weiß, 'jetzt bin ich auf einer guten Runde, jetzt bin ich auf einer schlechten Runde', aber das ist eben so eine Sache, die muss man einfach lernen."
Im Vergleich zu einem DTM-Auto sei ein Formel-1-Bolide sogar eher einfacher zu fahren: "Denn im Formel-1-Auto ist es egal, ob ich jetzt fünf oder zehn Meter früher oder später bremse. Vor allem wenn ich später bremse, komme ich mit einem Formel-1-Auto noch gut um die Kurve, weil die Masse geringer ist, die Leistung da ist und der Grip ist da. Bei einem DTM-Auto muss ich es ganz genau treffen. Da muss ich vorher wissen, wann lenke ich ein, und ich darf auch nicht zu spät bremsen, denn spätestens am Scheitelpunkt der Kurve merke ich irgendwann, dass ich weniger Grip und viel mehr Gewicht habe. Und dann ist es zu spät. Dann habe ich schon zwei, drei Zehntel verloren."
Vieles kann ein persönlicher Erfolg sein
Trotz aller Fortschritte: In der DTM wird es noch ein bisschen dauern, bis Schumacher um Spitzenpositionen oder gar Siege mitkämpfen kann. Geht ihm nicht irgendwann die Geduld aus, wenn er weiter höchstens nur im Mittelfeld fährt? "Also - ich hatte elf Jahre Geduld um zu beantworten, warum es nicht geklappt hat. Da kommt es auf ein paar Jahre mehr oder weniger nicht an", antwortete er lachend.
Erfolg in der DTM sei für ihn nicht nur daran messbar, welches Ergebnis man im Gesamtklassement hat, so Schumacher: "Hier in der DTM hat man - egal ob man im Gebraucht- oder im Neuwagen sitzt - die Chance, sich mit vier oder fünf Autos zu vergleichen. An diesen fünf Autos kann man sich selbst messen, weil sie auch vom Set-Up her eigentlich alle identisch sind. Als Fahrer hat man hier die Chance zu sagen: 'Okay, ich kann aufgrund meines - wenn man es hat - fahrerischen Talents den Unterschied ausmachen'."
Diese kleinen Erfolgserlebnisse seien in der Formel 1 nicht gegeben, erklärte Schumacher weiter: "Da muss man in einem roten, silbernen oder neuerdings ab und zu auch einem weißen Auto sitzen." Ist das nicht der Fall, könne man auch mit viel Talent nicht viel erreichen: "Das ist auf Dauer frustrierend und für mich einer der Hauptgründe, warum ich mich für die DTM entschieden habe. Zumal es mir auch viel Spaß gemacht hat."
Ohne zu zögern ins Getümmel
Richtig Spaß macht Schumacher auch das "Kontaktfahren" in der DTM. Während bei den fragilen Formel-1-Boliden bei der kleinen Berührung die Teile fliegen, kann man sich mit einem DTM-Auto richtig ins Getümmel stürzen: "Beim Start und beim Überholen macht es definitiv mehr Spaß. Es ist witzig, das muss man schon sagen. Die Autos sind in gewissen Bereichen schon recht stabil, sie vertragen da schon einiges." Zumal es einfach "cool" aussehe, wenn die Autos dicht an dicht über den Kurs rasen, fügte Schumacher lachend hinzu.
Überwinden müsse er sich nicht dazu, nah an seine Gegner heranzufahren: "Bis jetzt habe ich mich relativ gut zurechtgefunden. Wenn man so viel um sich rum hat, ist es wesentlich einfacher."
Gutes Verhältnis zu den Medien
Auch abseits der Strecke hat Schumacher eine neue sportliche Heimat gefunden, in der er sich richtig wohl fühlt. Auch im Umgang mit den Medien ist er wieder lockerer geworden - und die Medien gehen freundlicher mit ihm um als zu Toyota-Zeiten. Das liege daran, "dass hier von vornherein ein ganz anderer Ansatz", denkt der Mercedes-Pilot.
"Ich glaube, es wurde sehr gut erklärt, warum ich im Gebrauchtwagen fahre. Wir haben uns am Anfang mehr Schwierigkeiten erwartet, aber auch das hat dann zugleich Sympathiewerte und eine gewisse Luft nach außen verschafft", so Schumacher, der auch festgestellt hat, dass in der DTM "eine andere Art von Journalismus zu Hause ist" als in der Formel 1: "Hier hat man doch etwas mehr Fachjournalismus. Sagen wir es so: In der Formel 1 überwiegen doch am Ende die Knallerschlagzeilen. Das ist hier schon ein bisschen anders. Hier ist der Sport im Vordergrund und auch die Art und Weise zu erklären, warum es mal gut geht und warum es mal schlecht geht. Man haut nicht sinnlos drauf. Ich glaube, das hilft auch. Ich habe mich von Anfang an relativ wohl gefühlt."
Schumacher: "Back to the roots"
In der DTM sei ohnehin alles ein bisschen "normaler" als in der Formel 1, so Schumacher: "Back to the roots - in einem positiven Sinne. Hier hat halt jeder die Nase noch auf einem Normallevel, hier geht man normal durchs Fahrerlager, hier unterhält man sich - auch die Fahrer mit den Journalisten - ganz normal und man muss nicht immer gleich Angst haben, dass es am nächsten Tag in der Zeitung steht. Man hat auch einen ganz anderen Umgang mit dem Team und mit den Fans - einfach ein Umgang, wie man ihn sich manchmal auch in der Formel 1 vorstellen könnte." Alles in allem sei das Leben in der DTM "einfach ein bisschen leichter."
Die Halbzeitbilanz ist gezogen, jetzt geht der Blick nach vorn - auch in das Jahr 2009. Noch ist nicht entschieden, ob Rookie Schumacher ein zweites oder noch mehr Jahre in der DTM dranhängt: "Wir werden noch so fünf, sechs Wochen ins Land gehen lassen und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt. Es ist ganz klar: Die Zusammenarbeit macht uns sehr viel Spaß, von beiden Seiten. Aber sie muss auch Sinn machen. Man muss schauen, wie ich weiterhin so zurechtkomme. Wichtig ist, dass beide Seiten etwas davon haben, dass Mercedes oder ich mich nicht blamiere, ganz einfach. Es soll ja Spaß machen. Dafür tun wir das ja."
Quelle: Motorsporttotal.com
18. Mai 2008 - 21:44 Uhr
Schumacher: Viele Kilometer und viel Erfahrung
von Szlapka/Weddige
Ralf Schumacher versucht, die positiven Aspekte seines 13. Platzes zu sehen - Warum ist für die Mercedes-Jahreswagen nicht mehr drin?
Ralf Schumacher mit seinem Teamchef Peter Mücke am Lausitzring
(Motorsport-Total.com) - Immerhin angekommen - so könnte das Fazit von Ralf Schumacher nach dem Rennen auf dem Lausitzring lauten. Der Mercedes-Neuzugang kam als 14. ins Ziel, rutschte dann aber noch einen Platz nach vorn auf Rang 13, als Alexandre Prémat disqualifiziert wurde. "Es war ein bisschen schade, weil der Start an sich heute ausnahmsweise mal gut war", bilanzierte Schumacher. Danach musste er allerdings dem sich drehenden Tom Kristensen ausweichen und fiel zurück auf Rang 17.
Dort hing er dann zunächst hinter Christijan Albers, dann hinter Mathias Lauda fest. "Man kommt halt einfach nicht vorbei", seufzte Schumacher. "Selbst Gary Paffett ist als eigener Teamkollege nicht an Lauda vorbeigekommen. Das ist dann halt leider sehr schwer." Ansonsten versucht er, die positiven Aspekte zu sehen: "Wir haben keine großen Fehler gemacht und haben drei Plätze wieder aufgeholt, was gar nicht so schlecht ist. Ich bin zufrieden, vor allem weil ich wieder viele Rennkilometer und Erfahrung sammeln konnte."
Was am Lausitzring aber deutlich zu sehen war: Gegen die Jahreswagen von Audi hatten die 07er-Mercedes keine Chance. Das war nicht zum ersten Mal in dieser Saison so. "Ich sage mal so: Wir tun uns scheinbar ein bisschen schwer", pflichtete Schumacher bei. "Wobei man genau analysieren muss, woran das liegt. Denn im vergangenen Jahr war das Auto hier ja gut. Im Vergleich zum 07er-Audi sind wir halt in diesem Jahr zu langsam. Also liegt es vielleicht auch an den Fahrern. Da muss man sich mal hinsetzen und das genau anschauen."
Das eine Problem hat ein anderes Problem zur Folge: "Wenn man immer um zwölf, 13 oder 14 losfährt ist das Risiko immer groß, dass man irgendwo untergeht oder einen Crash hat. Und da müssen wir einfach mal ein paar Plätze weiter nach vorn kommen, dann sieht das ganze bestimmt schon etwas besser aus", so Schumacher. "Wir haben ja jetzt fünf, sechs Wochen Zeit. Da werden wir uns hinsetzen und mal schauen, ob wir da ein bisschen was machen können."
17.05.08 Bester Jahreswagen-Pilot in DTM-Quali
Ralf immer stärker
Pole-Position an Mercedes-Star Paul di Resta
Ralf Schumacher (32) kommt langsam auf DTM-Touren!
Beim Qualifying für den 4. DTM-Lauf am Lausitzring stellte „Schumi II“ seine Mercedes C-Klasse auf Platz 13. Damit ist Ralf Schumacher bester Jahreswagen-Pilot – sein Mercedes ist schließlich aus dem Jahr 2007 (und damit deutlich langsamer als die aktuellen Autos)!
Ralf immer besser. 13 Sekunden vor dem Ende des 1. Teils der Qualifikation schaffte er den Sprung in die 2. Runde. Ralf verdrängte Weltmeister-Sohn Mathias Lauda (27), kam als einziger von fünf Vorjahres-Mercedes unter die besten 14 Fahrer. Dabei ließ Ralf sogar Ex-DTM-Champion Gary Paffett (27) hinter sich.
Ralf Schumacher startet am Sonntag von Platz 13
Im 2. Teil des Qualifyings hatte Ralf dann keine Chance mehr, wurde 13. Der Ex-Formel-1-Star trotzdem zufrieden: „Hoffentlich bringt mir Platz 13 Glück. Ich war der schnellste Jahreswagen, das ist natürlich toll für das Team. Es wäre aber schön, noch weiter nach vorne zu kommen. Die Runde war okay, es ging einfach nicht mehr.“
Ralf schon reif für ein aktuelles Modell? Schumacher lacht: „Mal sehen, was nächstes Jahr wird. Zurzeit bin ich noch Fahrschüler, besonders der Start ist ein Riesenproblem. Die DTM erfordert einen ganz anderen Umgang mit dem Auto, das ist mir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen.“
Als Ralf schon in der Box war, kämpften die Top-Stars um die Pole Position. Strahlender Sieger: Mercedes-Pilot Paul di Resta (22) mit neuem Streckenrekord. Zweiter wurde Bruno Spengler, dahinter landete Timo Scheider auf Platz 3.
Sonntag (14 Uhr) startet dann das DTM-Rennen auf dem Lausitzring. Mal sehen, wie weit Ralf nach vorne rast...
Quelle: Bild.de
Schumacher: Einschießen auf den Lausitzring
von Britta Weddige 16. Mai 2008 - 19:13 Uhr
Ralf Schumacher fuhr heute seine ersten Runden auf dem EuroSpeedway Lausitz: "Zufriedenstellender Tag" - Bedenken wegen Boxenzufahrt
(Motorsport-Total.com) - Auch erfahrene Motorsportler betreten noch Neuland - bei Ralf Schumacher war es heute der Fall. Der DTM-Neuzugang kennt zwar die Rennstrecken in Hockenheim, Sao Paulo oder Melbourne wie die berühmte Westentasche, auf dem EuroSpeedway Lausitz drehte er heute aber zum ersten Mal seine Runden. Den Freitag habe er genutzt, "um mich ein bisschen einzuschießen", erklärte Schumacher. "Es ist eine schwierige Strecke und ich hoffe, dass wir da morgen noch etwas finden können."
Der Tag sei "recht zufriedenstellend" verlaufen, berichtete der Mercedes-Pilot weiter, auch wenn er nur die Plätze 13 und 16 geholt hat: "Wir konnten die Dinge machen, die wir für Sonntag brauchen. Vom Ranking her sieht es natürlich nicht ganz so toll aus, aber jetzt müssen wir die Daten analysieren und sehen, was wir noch machen können." Auf seinem Arbeitsprogramm standen heute auch Longruns, die gut verlaufen seien.
Dass es zu Beginn des zweiten Tests leicht geregnet hat, sei kein Problem gewesen, so Schumacher: "Dadurch, dass es relativ warm ist und ein bisschen windig war, ist die Strecke extrem schnell abgetrocknet. Sie war sogar direkt danach wieder sehr schnell. Ich glaube auch, dass sich die Voraussagen für das Wochenende jetzt stetig verbessern. Das ist auch besser so, vor allen Dingen wäre es für die Zuschauer wesentlich angenehmer."
Noch keine Standortbestimmung
Ob er für den Rest des Wochenendes zuversichtlich sein kann, weiß Schumacher noch nicht so genau. "Hoffentlich haben wir morgen eine genauere Standortbestimmung", sagte er. Auf die Tatsache, dass der Lausitzring bisher eine Mercedes-Strecke war, möchte er auch nicht vertrauen: "Die Tendenz war hier in den vergangenen Jahren gut, aber das heißt ja nicht, dass es in diesem Jahr wieder so sein muss. Es sind komplett neue Autos, zumindest was die Neuwagen betrifft. Wir mit den älteren Autos können schon hoffen, dass man eine gute Chance hat, die Audis zu schlagen. Das muss unser Ziel sein, ganz klar."
Das Ziel sei, "kontinuierlich besser zu werden", fuhr Schumacher fort. "Bis jetzt hat das ganz gut geklappt. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass beide Fahrer - Maro Engel und ich - das Limit in Mugello schon ganz gut erreicht haben. Da wollen wir bleiben, wenn es irgendwie geht und schauen, was dabei herauskommt. In meinem Fall war in Mugello der Start sehr schlecht. Das ist sicherlich noch etwas, an dem ich arbeiten muss und dann gelingt vielleicht auch ein gutes Ergebnis."
Sorgenkind Boxenzufahrt
Sorgen macht Schumacher allerdings wie den meisten seiner Kollegen die neue Boxenzufahrt am Lausitzring: "Ich glaube, dass die Boxeneinfahrt sicherlich ein bisschen kritisch ist", sagte er und führte zwei Gründe an: "Wenn man sehr nah hintereinander herfährt, dann weiß man nicht, ob der Vordere rein fährt oder nicht, das könnte ein Problem werden. Und im Regen, wo man dazu tendiert, außen entlang zu fahren, dann könnte es passieren, dass einige Fahrer in der schnellen Kurve quer rüber schneiden. Das ist sicherlich nicht optimal. Aber ich hoffe, dass die Rennleitung da entsprechende Schritte einleiten wird und dass sich das vielleicht auch ändert."
Quelle: Motorsport-Total.com
TV-Tipp: Ralf Schumacher bei „Schmidt & Pocher“
Ein Pflichttemin für alle Ralf-Schumacher-Fans:
Am 08.05.08 ist Ralf Schumacher zu Gast bei "Schmidt & Pocher" auf ARD, 22.45 Uhr!
Schumacher und die fliegenden Teile
Das gibt Bowling
Langsam lebt sich Ralf Schumacher in der DTM ein. Aus dem letzten Drittel ist er nun definitiv raus und zieht Bilanz.
Schön langsam kommt Ralf Schumacher in Fahrt. Nach seinem DTM-Debüt in Hockenheim, wo der Ex-Formel 1 Pilot auf Platz 14 ins Ziel kam, stand diesmal am Ende Rang zehn auf dem Papier. Doch Schumacher sieht das wie immer ganz gelassen und übt sich als Realist. "Klar, es war eine Steigerung, wobei ich auch ein bisschen Pech hatte, denn der Start war an sich gut, aber dann ist mir in der zweiten Kurve gleich jemand rein gefahren, wodurch ich drei bis vier Plätze verloren habe", sagte Ralf Schumacher. "Die kriegt man natürlich so schnell nicht wieder." Was passiert war: Mathias Lauda und Maro Engel gerieten aneinander, infolgedessen touchierte Lauda Schumacher, der dann wiederum "ins Rutschen kam" und sich hinten anstellen musste.
Foto: DTM
Doch neben einem bisschen Pech konnte der Wahl-Salzburger auch die ein oder andere - für ihn - glückliche Situation verbuchen. "Ich habe dann ein bisschen von den Zwischenfällen vor mir profitiert, da war dann auch etwas Glück dabei", so Schumacher. "Von der Pace her war ich im Mittelstint nicht so ganz zufrieden, am Schluss war es dann wieder besser."
Ein besonderes Highlight lieferte der sechsfache Grand-Prix-Sieger in der Endphase des Rennens ab, als er in einen Zweikampf mit Bernd Schneider verwickelt war. Haarscharf sei es gewesen, vor allem in der letzten Runde - seinen Platz wollte und konnte Schumacher aber nicht hergeben. "So ist das halt, ein Rennfahrer versucht seine Position zu halten", sagte er. "Ich bin direkt nach innen, er wollte dann noch über die Wiese, es hat ja dann leider für ihn, und zum Glück für mich, nicht mehr ganz geklappt, aber es hat ihn einen Platz gekostet."
Einen anderen Zwischenfall konnte Ralf aus nächster Nähe beobachten. Diesmal ging es um seinen Mücke-Teamkollegen Maro Engel. "Das war abzusehen, als Tom da raus fuhr und Maro seine Linie und seinen Speed beibehalten hat. Als ich das sah, habe ich schon bemerkt: Oh, oh. Das gibt Bowling. Ich habe Glück gehabt und mir keine Teile eingefahren. Schade natürlich für Maro, der auch ein super Rennen gefahren ist", so Schumacher.
Oh, oh. Das gibt Bowling.
Ralf Schumacher
Über das Resultat war er dann aber ganz glücklich. "Ich bin froh für das Team, dass wir den Platz eingefahren haben. In so einem Chaos ist es nicht immer einfach, andererseits manchmal auch Glückssache. Aber ich denke, wir haben alles richtig gemacht", bilanzierte er. Die Vielzahl an fliegenden Teilen überrascht Schumacher nicht, er kann sich die Kollisionen gut erklären. "Die Strecke hier ist wesentlich enger als Hockenheim, sie lädt dazu ein, Angriffe zu starten. Viele versuchen es durch die Bremserei immer wieder", erklärte er. "Das ist eben der Nachteil von Tourenwagen, dass man da doch wesentlich schneller mal was probiert und auch riskiert." Auch der höhere Reifenverschleiß und die erhöhte Fehlerquote gegenüber Hockenheim täten ihr Übriges dazu, dass man doch viele Überholmanöver oder zumindest entsprechende Versuche gesehen habe.
Es sei ja auch nicht so, dass die vielen Berührungen keinen Spaß machten. "Aber wenn nur noch Teile fliegen, wie hier, ist das schon an der Grenze. Für die Zuschauer war es aber sicher ein gutes und spannendes Rennen", sagte er. Punkte hatte sich der Deutsche zwar noch nicht erhofft, klappen hätte es aber dennoch können: "Es war interessant anzuschauen. Zeitweise war es ziemlich knapp mit Mattias. Prémat hatte es auch sehr eilig und dann kam Frau Legge auch noch dazwischen", beschrieb Schumacher die Situation ganz zum Schluss, als es noch einmal so richtig durcheinander ging. "Aber es war auch etwas an meinem Auto beschädigt, vielleicht habe ich mir einen Splitter beschädigt als ich über die Curbs gefahren bin, also kann ich andererseits froh sein, dass ich meine Position halten konnte.
Dem nächsten Lauf in Mugello blickt er jedenfalls mit einiger Vorfreude entgegen. "Mugello ist die schnellste Strecke im Kalender, dass wird sicher noch einmal eine Herausforderung für mich", sagte er. "Wir haben da schon getestet und waren da schon näher dran, es wird sicher spannend."
Quelle: adrivo Sportpresse GmbH
20.04.2008
Schumacher schon Zehnter
In seinem zweiten Rennen in der DTM hat Ralf Schumacher seine erste Top-10-Platzierung eingefahren.
Im dichten Mittelfeld bewahrte der Ex-Formel-1-Star in Oschersleben einen kühlen Kopf und wurde Zehnter. Dabei war der 32-Jährige in seinem Vorjahres-Mercedes sogar schneller als Rekordmeister Bernd Schneider.
Den Sieg sicherte sich Timo Schneider vor seinem Audi-Kollegen Martin Tomczyk. Dritter wurde Bruno Spengler als bester Mercedes-Pilot.
Scheider übernimmt mit seinem Sieg die Führung in der Gesamtwertung.
Quelle: Sport1.de
Schumachers Vorsätze
Die Kurve treffen - nicht die Gegner
Trotz weiterer Fortschritte im Qualifying will sich Ralf Schumacher auch weiterhin keine allzu hohen Ziele setzen...
von Wolfgang André Schmitz 19.04.2008
Das Tiefstapeln zahlt sich für Ralf Schumacher aus: Nach seiner respektablen Hockenheim-Vorstellung hat es für ihn in Oschersleben nicht nur zu einer weiteren Steigerung gereicht - sie wird auch als solche wahrgenommen. Am Ende war Schumacher nicht nur in der zweiten Session des Qualifyings mit von der Partie. Sogar während des Audi-internen Pole-Kampfs drehte er noch seine Runden...
"Das hatte ich Herrn Prémat zu verdanken", rückt Schumacher gerade - freute sich aber gleichwohl über seine Fortschritte: "Es war unser Ziel für das Team, in die zweite Session zu kommen. Schade, dass es Maro knapp nicht geschafft hat. Ich bin happy, dass ich es gepackt habe." Nachdem der sechsfache Grand-Prix-Sieger in Hockenheim nur um 40 Tausendstelsekunden am Einzug in die zweite Session gescheitert war, konnte er das Qualifying diesmal ebenso knapp fortsetzen.
Dass er in der letzten Session eher blass blieb, hatte laut Schumacher auch technische Gründe: "Wir haben versucht, die Reifen auf freier Bahn aufwärmen zu können, ohne im Verkehr zu sein - das ist uns gelungen. Dann hatten wir leider beim letzten Satz Schwierigkeiten mit dem Ventil, so dass ich zum Schluss keine neuen Reifen fahren und mich verbessern könnte. Aber theoretisch hätte ich ohnehin nur noch an Paffett vorbeikommen können." So landete Schumacher im internen Ranking der fünf Mercedes-Jahreswagen erneut auf Rang zwei.
Ein Ergebnis, mit dem er sich anfreunden kann: "Für mich ist es wichtig, wo ich im Vergleich der Mercedes-Jahreswagen stehe. Hier habe ich Einblick in die Daten. Mit den neuen Autos und Audi können wir uns nicht vergleichen." Verglichen mit der Formel 1 fallen dem früheren Toyota-Piloten nach wie vor die eher beschränkten Abstimmungsmöglichkeiten auf: "Hier gibt es gewisse Setups, die von den erfahrenen Piloten im letzten Jahr erarbeitet wurden. In diesem Rahmen muss man sich zurechtfinden. Man muss sich nach dem Auto richten - nicht umgekehrt. Ich muss ans Limit kommen, ohne das Auto zu überfahren."
Als größten Schwachpunkt seiner Rennperformance hat Schumacher in Hockenheim den Start ausgemacht. Nach einigen Positionsverlusten und einer für den Niederländer verhängnisvollen Berührung mit Christijan Albers will Schumacher diesmal möglichst unberührt durch die erste Runde kommen. In der viel kritisierten ersten Kurve der Motorsport Arena kein leichtes Unterfangen. "Ich kann nur hoffen, dass ich die Kurve halbwegs treffe, ohne ein anderes Auto zu treffen - und ohne dass mich jemand trifft. Das ist Grundvoraussetzung. Erst einmal muss ich den Start schaffen", zeigt er sich noch skeptisch.
Auch in Oschersleben erhält Schumacher moralische Unterstützung von seiner Frau Cora. Ralfs Gattin, die es schon in der Formel 1 immer wieder ins Rampenlicht gezogen hatte, zieht seit einer Woche als Reporterin für das offizielle DTM-Web-TV durch die Boxengasse. Mit der boulevardesken Aufbereitung sollten auch weniger motorsportvernarrte Zuschauer für die DTM begeistert werden, erklärte Schumacher. "Man kann Boulervard auch gut machen - es muss nicht immer richtiger Boulevard sein. Ich bin für angenehmen Boulevard", bemerkte Schumacher - der es im vergangenen Jahr nicht immer leicht mit der Boulevardpresse hatte...
Quelle: adrivo Sportpresse GmbH
Exklusiv - Ralf Schumacher
Der Star von Hockenheim
Von Beginn an wollte Ralf Schumacher die Erwartungen an ihn nicht zu hoch schrauben. Doch mit seinem Debüt brauchte er sich nicht zu verstecken.
von Karin Sturm
13.04.2008
Wenn ein sechsmaliger Formel-1-GP-Sieger bei seinen DTM-Debüt auf dem 14. Platz landet, dann könnte ein oberflächlicher Betrachter auf die Idee kommen, das als Enttäuschung zu bezeichnen und von dem betreffenden Fahrer auch solche zu erwarten. Doch entgegen dieser Betrachtungsweise konnte Ralf Schumacher mit seiner Premiere in der DTM durchaus zufrieden sein."Der Start war maximal mittelmäßig, wenn ich ihn nicht beschönigend als sehr vorsichtig bezeichnen soll. Aber dann konnte ich meinen Mücke-Teamkollegen Maro Engel überholen, unsere Boxenstopps haben super geklappt, das Team hat da ganz toll gearbeitet, dadurch kam ich dann auch noch an Mathias Lauda vorbei und im Laufe der Zeit konnte ich auch das Tempo der Leute vor mir immer besser mitgehen", sagte Schumacher im Gespräch mit der adrivo Sportpresse.
Ich glaube, innerhalb der 2007er-Truppe habe ich nicht so schlecht ausgesehen
Ralf Schumacher
Im Schlepptau von HWA-Fahrer Paul di Resta kam er an den "D-Zug" der im Qualifying noch deutlich schneller gewesenen Audi-Jahreswagen heran: "Ich konnte mit denen gut mithalten - was vorne bei den Neuwagen war, wie es da zwischen Audi und Mercedes aussah, kann ich nicht genau sagen, scheint aber so, dass Audi hier schon etwas schneller war." Auch im Vergleich zum besten Jahreswagenfahrer der Silbernen, Gary Paffett, verlor der Neuling in der zweiten Rennhälfte kaum noch Zeit - und der ehemalige DTM-Chamipon ist natürlich der beste Maßstab.
"Am Anfang war ich sicher noch langsamer, aber es ist ja klar, dass ich noch ein bisschen Eingewöhnungszeit brauche, aber ich habe schon gemerkt, dass ich im Laufe der Zeit besser in den Rhythmus gekommen bin und das hat sich ja wohl auch in den Zeiten niedergeschlagen. Ich glaube, innerhalb unserer Jahreswagen-Fahrer-Truppe habe ich da nicht so schlecht ausgesehen. Aber jeder zusätzliche Kilometer bringt mir neue Erfahrungen, ich bin sicher, dass ich auch an diesem Wochenende wieder sehr viel gelernt habe, was ich in Zukunft umsetzen kann."
Ralf Schumacher kämpfte sich an die Audi-Jahreswagen heran Foto: Sutton
Sein Ziel, keine größeren Fehler zu machen, habe er auch erreicht: "Ein kleiner ist mit passiert, in der Schlussphase, da war ich mal kurz ein bisschen weit draußen, deshalb ist der Abstand zu der Gruppe vor mir wieder etwas größer geworden. Aber das war auch das einzige..." Er habe jedenfalls mit dem 14. Platz überhaupt kein Problem, im Gegenteil: "Ich bin mit dem Verlauf des Wochenendes für mich insgesamt sehr zufrieden."
Darauf, dass er schon in einer Woche in Oschersleben auch in Zahlen schon ein Schäufelchen draufpacken und etwa die Top Ten anpeilen könnte, will er sich aber noch nicht festlegen: "Das ist wieder was ganz anderes, auch von der Streckencharakteristik her, da muss man abwarten." Klar ist, dass viel vom Qualifying und vom Start abhängen wird, "denn man hat ja heute gesehen, dass das mit dem Überholen auf der Strecke eine sehr komplizierte Angelegenheit ist... Aber wie gesagt - ich mache mir auch keinen Druck. Ich bin zufrieden, wenn ich Schritt für Schritt weiterkomme und lerne."
Quelle:adrivo Sportpresse GmbH
Für die Firma Trilux war es in doppelter Hinsicht ein ganz besonderer Tag: Endlich konnte man stolz das neue Zentrallager, 208 Meter lang und fast 16000 qm umfassend, präsentieren. Nach nur sieben Monaten Bauzeit und einer Menge an Investitionen steht nun eine Kombination aus Lager und Bürogebäude zur Verfügung. Das Lager verfügt über etwa 26000 Palettenstellplätze und wird von komplizierter Software gesteuert und verwaltet. Von der neuesten Errungenschaft war nicht nur der Generalbevollmächtigte Michael Huber begeistert: "Trilux schläft nicht, und unsere Familie wird immer größer", freute er sich.
Erfreuliche Tatsachen für das erfolgreiche Arnsberger Unternehmen, das gleichzeitig ein weiteres Highlight vorstellen durfte: Rennfahrer Ralf Schumacher hatte es sich nicht nehmen lassen, am Festtag seines Sponsors selbst zu erscheinen und sich unters Volk zu mischen. Der 33-Jährige zeigte sich überaus fasziniert von der Beleuchtungstechnik: "Ich habe die Firma gerade erst richtig kennen gelernt und freue mich, dass hier alle an einem Strang ziehen. Diese Technologie ist wirklich unglaublich." Er hoffe auch in Zukunft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und übernehme gerne die Rolle des "Botschafters".
Schumacher blieb jedoch kaum Gelegenheit, noch Näheres über seine derzeitigen Pläne zu erzählen. Zahlreiche Autogrammjäger scharten sich um den Star, der geduldig jegliche Fanartikel von der Kappe bis zum Bierdeckel signierte und den Kindern wertvolle Tipps beim Kartfahren gab.
Von Jacqueline F Weiss
Quelle: motorsportserver.de
Keine DTM-Demofahrt in Paris
Die geplante Fahrdemonstration mit DTM-Fahrzeugen im Stadtzentrum von Paris am 26. September ist kurzfristig abgesagt worden.
Obwohl alle erforderlichen Genehmigungen bereits vorlagen, entschloss sich die Pariser Stadtregierung, nun doch kein grünes Licht für die Veranstaltung zu geben und die Genehmigung zu widerrufen.
Ursprünglich sollten die DTM-Piloten Alexandre Prémat, Tom Kristensen, Ralf Schumacher und Bruno Spengler mit ihren DTM-Rennwagen in den Straßen von Paris fahren.
Vertrag verlängert: Ralf Schumacher bleibt in der DTM
von Britta Weddige
23. März 2010 - 11:12 Uhr
Ralf Schumacher wird auch 2010 in einer Mercedes-C-Klasse an den Start gehen - Motorsportchef Norbert Haug rechnet mit weiterer sportlicher Steigerung
Ralf Schumacher wird 2010 seine dritte Saison in der DTM bestreiten
(Motorsport-Total.com) - Es hat ein bisschen gedauert, bis die Entscheidung gefallen ist, doch nun ist es offiziell: Ralf Schumacher bleibt in der DTM und wird 2010 mit Mercedes seine dritte Saison bestreiten. Die Vertragsverlängerung wurde heute, rechtzeitig vor dem morgigen Beginn der offiziellen ITR-Tests in Valencia, bekanntgegeben. Schumacher wird auch in diesem Jahr in einer aktuellen C-Klasse des HWA-Werksteams an den Start gehen.
"Es macht mir Riesenspaß in der DTM zu fahren; das liegt nicht zuletzt an der optimalen Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und dem HWA-Team", sagt Schumacher. "Deshalb freue ich mich auf ein drittes Jahr in dieser tollen Meisterschaft. Bei Mercedes-Benz und meinem Team habe ich die Möglichkeit, Motorsport auf höchstem professionellem Niveau zu betreiben."
Erstmals hat Ralf Schumacher mit seinem Bruder Michael einen gemeinsamen Arbeitgeber: "2010 erleben die Fans eine bisher einmalige Konstellation - mein Bruder Michael in der Formel 1 und ich in der DTM, und beide starten wir für Mercedes-Benz - das wird eine spannende Motorsport-Saison", blickt der jüngere Schumacher voraus.
"Wir alle freuen uns sehr, dass Ralf auch 2010 zu unserer DTM-Mannschaft gehört und mit uns in seine dritte Saison geht", ergänzt Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug. "Ralf hat sich schnell zu einem der Publikumslieblinge der Serie entwickelt und ich bin sicher, dass er sich 2010, nach der notwendigen 'Lehrzeit', die jeder in der DTM braucht, auch sportlich weiter steigern wird."